Menschen bewegen sich zu bewegen: Machen Sie Ihren Hund zu Ihrem Personal Trainer
von Fitnessexpertin Silke Meier
Menschen bewegen sich zu bewegen
Machen Sie Ihren Hund zu Ihrem Personal Trainer
Für viele stellt der Hund einen idealen Begleiter dar, zumindest zum Spazieren gehen. Dass man mit Hund ganz ausgezeichnet auf spielerische Art Kraft und Ausdauer verbessern kann, steht dabei nicht im Vordergrund. Doch warum nicht auch mal den Hund fordern und dabei selber sportlich auf seine Kosten kommen?
Beispiel Joggen
Idealerweise sind Sie ein geduldiger Laufanfänger, ihr tierischer Begleiter ausgewachsen und lauffreudig. Die Größe des Hundes spielt dabei keine große Rolle, doch bedenken Sie, dass Sie kleine Hunde mit kurzen Beinen schneller überfordern, als größere Artgenossen.
Zum Training
Führen Sie Ihren Hund spielerisch an das Lauftraining heran.
In der Regel freut sich jeder gesunde Hund über ein bisschen Dauerlauf. Wappnen Sich sich mit Leckerlies und los geht´s. Wechseln Sie am Anfang zwischen lockerem Trab und Spazierengehen, jeweils einige Minuten lang. Orientieren Sie sich dabei an den Empfehlungen für Laufanfänger. Was für Sie gilt, gilt auch für Ihren Hund. Üben Sie zunächst ohne Leine auf einer Fläche, wo Sie sich sicher sein können, dass Ihr Hund Ihnen nicht wegläuft oder benutzen Sie eine Schleppleine. Gönnen Sie ihm zunächst etwas Freiraum. Er hat Sie vermutlich noch nie laufen gesehen und muss erstmal begreifen, was Sie von ihm wollen. Immer wenn er bei Fuß läuft bzw. in Ihrer Nähe läuft, loben und belohnen Sie ihn. Je fortgeschrittener Sie sind, desto öfter nehmen Sie ihren Hund an die Leine und üben Sie Laufen bei Fuß. Versuchen Sie immer dieselbe „Bei Fuß“ Seite zu benutzen. So gewöhnen Sie ihm leichter die Trainingsbegleitung bei anderen Sportarten, wie dem Radfahren, Inlineskaten, Skilanglauf o.ä. an, ohne dass er ständig vor Ihnen kreuzt. Bauen Sie immer wieder Streckenabschnitte mit Leine und ohne Leine ein. Der Hund sollte immer genügend Freiraum zum Schnüffeln haben.
Bedenken Sie, dass der Hund keine gedämpften Laufschuhe trägt, sondern immer seine Allround-Pfoten benutzt, die sicherlich nicht für ein ausschließliches Laufen auf Asphalt konzipiert wurden. Bevorzugen Sie also Wiesen, Wald- und Feldwege. Beim Laufen im Wald können Sie auch eine Schleppleine einsetzen, falls Sie Angst haben Ihr Begleiter geht zwischenzeitlich auf Nahrungssuche.Beim Laufen in der Dämmerung nutzen Sie ein Reflektorhalsband und bestenfalls eine Reflektorleine, damit nicht nur Sie, sondern auch ihr Hund erkannt werden. Sie selbst haben an Ihrer Laufbekleidung idealerweise eingearbeitete Reflektoren.
Praktische Hinweise
Füllen Sie die Hundeleckerlies in eine von zweien übereinandergestülpten Frühstückstüten und klemmen sie sich einfach unter den Hosenbund. Die Leckerlies behindern Sie in der Regel nicht beim Laufen und die Tüte steht ohne aufwendiges Entpacken unter dem Laufen schnell zur Verfügung. Sollten Sie in öffentlichen Parkanlagen unterwegs sein und Ihr Hund erledigt sein Geschäft an einer ungebetenen Stelle, ziehen Sie einfach die untere der Plastiktüten ab, greifen Sie rein und stülpen Sie die Tüte über das "Geschäft". Der nächste Müllcontainer wartet bestimmt hinter der nächsten Ecke.
Die Hundeleine, die Sie immer mitführen müssen, auch wenn der Hund frei läuft, hängen Sie sich am besten quer über den Oberkörper. Am besten wickeln Sie sie zweimal um Ihren Körper, damit sie eng anliegt und nicht hin- und herschwingt. Sollten Sie nur eine Lederleine besitzen, die recht schwer ist, besorgen Sie sich eine leichte 2m Stoffleine als Laufalternative, oder stellen Sie sich Ihre Leine selber zusammen aus einem dünnen Seil mit einem kleinen Karabiner dran, um Sie am Geschirr zu befestigen. Sie tun Ihrem Hund einen großen Gefallen, wenn er nicht mit einem Halsband an der Leine läuft, sondern ein Geschirr trägt, an dem er sich nicht gleich aufhängt, wenn er mal irgendwo länger verharren will, während Sie locker weitertraben möchten.Intervalltraining und Spieltrieb
Als fortgeschrittener Läufer werden Sie bald merken, dass es gar nicht so einfach ist, konsequent eine große Laufstrecke ohne Pausen zurückzulegen, da Ihr Hund an der ein oder anderen Stelle länger verharren möchte, als Ihnen lieb ist. Nutzen Sie diese Pausen als willkommene Gelegenheit Intervalle einzubauen. Laufen Sie langsamer, bis der Hund wieder bei Ihnen ist und bauen Sie anschließend für einige Sekunden oder Minuten einen Sprint ein. Der Hund wird Ihnen folgen, da sein Spieltrieb erwacht und Sie können ihn so etwas auspowern.
Den Hund müssen Sie sich im Gegensatz zum Personal Trainer nicht ins Haus bestellen. Der macht Sie von Haus aus darauf aufmerksam, dass er vor die Tür will. Irgendwann freut er sich schon beim Anblick Ihrer Laufschuhe. Wie Sie sicher gehen können, dass Sie sich und Ihren Hund nicht über- oder unterfordern, wie Sie Ihre Lauftechnik verbessern, welche Spiel- und Kräftigungsmöglichkeiten sich mit Hund in der Natur bieten, zeigt Ihnen am besten einmal ein hundfreundlicher Personal Trainer Ihres Vertrauens, der mit Ihnen und Ihrem „Lumpi“ zusammen trainiert.
Text: Silke Meier, Sportwissenschaftlerin, Hundebesitzerin und freie Autorin für Personalfitness.de
Fotos: iStockphoto

Silke Meier
München
Silke Meier ist Sportwissenschaftlerin mit Spezialgebieten der Sporttherapie, Rehabiliations- und Präventionssport. Seit 7 Jahren ist sie als Coach für Privatpersonen und Beraterin für Firmenfitnessangebote tätig. Sie ist zudem Autorin und leitet Seminare.
München
Silke Meier ist Sportwissenschaftlerin mit Spezialgebieten der Sporttherapie, Rehabiliations- und Präventionssport. Seit 7 Jahren ist sie als Coach für Privatpersonen und Beraterin für Firmenfitnessangebote tätig. Sie ist zudem Autorin und leitet Seminare.
- DNV Nordic Walking Instructor
- M.A. Sportwissenschaftlerin
- Speedo Aquatic Fitness Instructor
- Metabolic Typing Therapist
- Nordic Fitness Coach im Auftrag der Firma Loeffler-Fischer-Ski-GmbH
- Sportpsychologin (Bund deutscher Psychologen ) i.A.
- Kenntnisse der Gebärdensprache
Google-Anzeigen
42 weitere Tipps und Artikel unserer Experten zum Thema "Fitness"
Fit durch Wandern
Tipps für die Trekkingtour
Von Yvette Tyl
Tipps für die Trekkingtour
Von Yvette Tyl
Kickboxen
Wie erreicht man die maximale Fitness?
Von Christian Fredlmeier
Wie erreicht man die maximale Fitness?
Von Christian Fredlmeier
Trainingstipps für den Sommer
Aquasport – die Kraft aus dem Wasser
Von Eva Wosko-Conrads
Aquasport – die Kraft aus dem Wasser
Von Eva Wosko-Conrads
8 Fitnesslügen
Märchen, Mythen und Irrtümer
Von Maike Canzler
Märchen, Mythen und Irrtümer
Von Maike Canzler
Neue Erkenntnisse - Gewichtsreduzierung
Erst Kraft dann Ausdauer?
Von Alexander v. Hausen
Erst Kraft dann Ausdauer?
Von Alexander v. Hausen
Pilates
Fitness und Energie für den ganzen Körper
Von Victoria Wohlt
Fitness und Energie für den ganzen Körper
Von Victoria Wohlt
Golf-Fitness-Training
Ein Muss für jeden Golfer
Von Ruth Mattes
Ein Muss für jeden Golfer
Von Ruth Mattes
Kraftzentrum Rumpf
Tipps für ein effektives Bauchmuskeltraining
Von Oliver Potthoff
Tipps für ein effektives Bauchmuskeltraining
Von Oliver Potthoff



