Reportage aus dem Mannheimer Morgen vom 02.04.2005: Auf den Leib geschneiderte Lösung
vom Fitnessexperten Stefan Schmitt
Alleskönner, die ihren Preis haben: Personal Fitness Trainer versprechen bis zu sieben Mal bessere Ergebnisse als im Sportstudio. Von Alexander Müller
„Aua, das tut weh.“ Für einen kurzen Moment beschleicht den nur mittelmäßig durchtrainierten Probanden das Gefühl, seine Wirbelsäule zerlege sich gerade in ihre Einzelteile. „Geht’s noch?“ fragt Personal Fitness Trainer Stefan Schmitt, während er weiter am rechten Arm zerrt und mit seinem Knie im Rücken Gegendruck ausübt. „Ja, klar“, lügt der Endzwanziger mit schmerzverzerrtem Gesicht. Und denkt an seine Oma. „Medizin, die nicht schmeckt, hilft“, sagt die immer. Da muss doch was dran sein! In diesem Moment folgt auch schon die kurzfristige Erlösung: Mit einem „Das war’s!“ beendet Schmitt die Stretching-Übung für Rücken- und Schultermuskulatur.
90 Minuten dauert eine komplette Trainingseinheit mit dem 41-jährigen Muskelpaket, das seit acht Jahren als Personal Fitness Trainer im Rhein-Neckar-Delta arbeitet. Schmitt war damals einer der ersten Coaches zwischen Bensheim und Karlsruhe, die die aus den USA herüber geschwappte, auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden zugeschnittene Trainingsform in der Region angeboten haben. Das Prinzip: Ob Übergewicht, Rückenprobleme, Konditionsdefizite oder Muskelmisere – der Personal Fitness Trainer muss ein Experte auf allen Gebieten sein, die im weitesten Sinn mit Fitness zu tun haben. Er leitet an, korrigiert und motiviert den Sportler, auf dessen Probleme er im Einzeltraining besonders gut eingehen kann – und bietet ihm sozusagen eine auf den Leib geschneiderte Fitness-Lösung. Wer zu einem in dutzenden Seminaren ausgebildeten Fachmann wie Schmitt kommt, der kann sicher sein, dass beim Probetraining die körperlichen Schwachstellen entdeckt werden, um sie dann schrittweise und konsequent auszumerzen.
Zu viele Kilos, Rückenschmerzen, Stress – der Trainer hilft
Die sportlichen Betätigungsfelder mit dem eigenen Fitness Trainer sind dabei fast unbegrenzt: Jogging, Inline-Skating, Radfahren, Nordic Walking, Gymnastik, Entspannungsübungen, Ernährungsberatung, Rauchentwöhnung, Osteoporose-Vorsorge, Rückenschule, Training im Sportstudio, in den Alpen snowboarden, am Meer surfen – ein Personal Fitness Trainer muss ein Allround-Fachmann sein. Der Vorteil für den Kunden: Man kann nach persönlicher Neigung etwas für das Wohlbefinden von Körper und Geist tun. Das Training geht beim Fachmann, im Studio oder in den eigenen vier Wänden über die Bühne.
Am Anfang des Wegs zum Konditionswunder oder Waschbrettbauch steht jedoch die körperliche Standortbestimmung. Wie fit ist der junge Mann, der später beim Stretchen erkennen muss, dass er insgesamt doch ein wenig ungelenkt ist? Blutdruck: schon ein bisschen hoch, kann aber auch die Aufregung sein; Lungenvolumen: okay; Körperfett und Body-Mass-Index: naja. „Jetzt ein bisschen aufwärmen“, fordert Schmitt und schickt ihn auf den Ergometer. In fünf Minuten erstrampelt der Proband satte 1,9 Kilometer. Da zahlt sich wohl das regelmäßige Jogging aus. Beim anschließenden Fitness- und Stretchprogramm, bei dem auch ein Thera-Band (Schmitt: „Das kleinste Fitnessstudio der Welt“) zum Einsatz kommt, schlägt sich unser Tester ganz gut, auch wenn der Trainer technische Defizite im Nullkommanichts erkennt: „Sie waren noch nie im Fitness-Studio? Das sieht man.“
Die meisten Neulinge, die bei Schmitt vorstellig werden, wollen in erster Linie ihr Gewicht reduzieren. Gefragt ist seine professionelle Hilfe auch bei anderen modernen Zivilisationskrankheiten wie der Beseitigung von Rückenschmerzen oder dem Stressabbau. „Es kommen aber auch sehr fitte Menschen zu mir, die beim Solo-Training im Studio eine Grenze erreicht sehen oder gezielt auf eine Herausforderung wie einen Marathon vorbereitet werden sollen“, sagt Schmitt.
Der Zuspruch – 70 Prozent der Kunden des glatzköpfigen Wieslochers sind übrigens Frauen lässt allerdings noch zu wünschen übrig. Nur bei „zwei, drei Terminen“ wird der gelernte Schreinermeister – trotz seiner stattlichen Erscheinung alles andere als ungehobelt – der nach jahrelangem Training im Fitness-Studio auf seinen heutigen Job umsattelte, in der Woche als Trainer gebucht. Mit Kursen bei Krankenkassen, Firmen oder an Volkshochschulen verdient Schmitt seinen Lebensunterhalt. „Obwohl es hier ein großes Einzugsgebiet gibt, wird das Angebot noch nicht so gut angenommen wie in Frankfurt oder Hamburg.“
Ein Grund: Wer sich Personal Fitness Training leisten will, muss über einen ordentlich gefüllten Geldbeutel verfügen. Warum einen mit 60 bis 85 Euro für einen 90minütige Trainingseinheit teuren persönlichen Coach buchen, wenn man dafür in den einschlägigen Fitnessstudio-Ketten mehrere Monate trainieren kann, und zwar so oft wie man will? „Mit mir erreicht man seine Ziele fünf bis sieben Mal schneller, als wenn man auf eigene Faust ins Sportstudio geht“, verspricht Schmitt.
Wie das funktionieren soll? „Der Kunde hat feste Termine mit seinem Trainer. Die Hürde, diese ausfallen zu lassen, liegt viel höher als wenn man sich zum Training im Studio aufraffen muss. Außerdem ist es in seinem eigenen Interesse, aus der Zeit mit dem Personal Trainer das Optimale herauszuholen, weil sich sein Geld ja auch rentieren soll“, erklärt Schmitt den psychologischen Hintergrund der Erfolgsstrategie. Als wenn er den Wieslocher bei seinen Erklärungen unterstützen wollte, lächelt von hinten der „Terminator“ – ein Foto von 1984 zeigt Schmitt Arm in Arm mit Arnold Schwarzenegger.
Fitnesspäpste
Wer Lust darauf bekommen hat, einmal eine Probestunde bei einem Personal Fitness Trainer zu machen und das Angebot kennen zu lernen, besucht am besten die Internet-Seite www.personalfitness.de. Dort findet man unter dem Suchbegriff „Mannheim“ neun geprüfte Personal Fitness Trainer in der Region unter anderem auch Stefan Schmitt (Telefon: 06222/ 38 17 17). Bei allen Individual-Coaches ist das erste Treffen kostenlos. Weitere Übungseinheiten kosten zwischen 50 und 90 Euro. Meistens bucht der Kunde dann ein Paket aus zwölf Treffen zu je 90 Minuten. Die einzelnen Personal Fitness Coaches bieten unterschiedliche Schwerpunkte an, so dass sich ein Blick auf www.personalfitness.de auf jeden Fall lohnt.
Text: Von Alexander Müller
„Aua, das tut weh.“ Für einen kurzen Moment beschleicht den nur mittelmäßig durchtrainierten Probanden das Gefühl, seine Wirbelsäule zerlege sich gerade in ihre Einzelteile. „Geht’s noch?“ fragt Personal Fitness Trainer Stefan Schmitt, während er weiter am rechten Arm zerrt und mit seinem Knie im Rücken Gegendruck ausübt. „Ja, klar“, lügt der Endzwanziger mit schmerzverzerrtem Gesicht. Und denkt an seine Oma. „Medizin, die nicht schmeckt, hilft“, sagt die immer. Da muss doch was dran sein! In diesem Moment folgt auch schon die kurzfristige Erlösung: Mit einem „Das war’s!“ beendet Schmitt die Stretching-Übung für Rücken- und Schultermuskulatur.
90 Minuten dauert eine komplette Trainingseinheit mit dem 41-jährigen Muskelpaket, das seit acht Jahren als Personal Fitness Trainer im Rhein-Neckar-Delta arbeitet. Schmitt war damals einer der ersten Coaches zwischen Bensheim und Karlsruhe, die die aus den USA herüber geschwappte, auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden zugeschnittene Trainingsform in der Region angeboten haben. Das Prinzip: Ob Übergewicht, Rückenprobleme, Konditionsdefizite oder Muskelmisere – der Personal Fitness Trainer muss ein Experte auf allen Gebieten sein, die im weitesten Sinn mit Fitness zu tun haben. Er leitet an, korrigiert und motiviert den Sportler, auf dessen Probleme er im Einzeltraining besonders gut eingehen kann – und bietet ihm sozusagen eine auf den Leib geschneiderte Fitness-Lösung. Wer zu einem in dutzenden Seminaren ausgebildeten Fachmann wie Schmitt kommt, der kann sicher sein, dass beim Probetraining die körperlichen Schwachstellen entdeckt werden, um sie dann schrittweise und konsequent auszumerzen.Zu viele Kilos, Rückenschmerzen, Stress – der Trainer hilft
Die sportlichen Betätigungsfelder mit dem eigenen Fitness Trainer sind dabei fast unbegrenzt: Jogging, Inline-Skating, Radfahren, Nordic Walking, Gymnastik, Entspannungsübungen, Ernährungsberatung, Rauchentwöhnung, Osteoporose-Vorsorge, Rückenschule, Training im Sportstudio, in den Alpen snowboarden, am Meer surfen – ein Personal Fitness Trainer muss ein Allround-Fachmann sein. Der Vorteil für den Kunden: Man kann nach persönlicher Neigung etwas für das Wohlbefinden von Körper und Geist tun. Das Training geht beim Fachmann, im Studio oder in den eigenen vier Wänden über die Bühne.Am Anfang des Wegs zum Konditionswunder oder Waschbrettbauch steht jedoch die körperliche Standortbestimmung. Wie fit ist der junge Mann, der später beim Stretchen erkennen muss, dass er insgesamt doch ein wenig ungelenkt ist? Blutdruck: schon ein bisschen hoch, kann aber auch die Aufregung sein; Lungenvolumen: okay; Körperfett und Body-Mass-Index: naja. „Jetzt ein bisschen aufwärmen“, fordert Schmitt und schickt ihn auf den Ergometer. In fünf Minuten erstrampelt der Proband satte 1,9 Kilometer. Da zahlt sich wohl das regelmäßige Jogging aus. Beim anschließenden Fitness- und Stretchprogramm, bei dem auch ein Thera-Band (Schmitt: „Das kleinste Fitnessstudio der Welt“) zum Einsatz kommt, schlägt sich unser Tester ganz gut, auch wenn der Trainer technische Defizite im Nullkommanichts erkennt: „Sie waren noch nie im Fitness-Studio? Das sieht man.“
Die meisten Neulinge, die bei Schmitt vorstellig werden, wollen in erster Linie ihr Gewicht reduzieren. Gefragt ist seine professionelle Hilfe auch bei anderen modernen Zivilisationskrankheiten wie der Beseitigung von Rückenschmerzen oder dem Stressabbau. „Es kommen aber auch sehr fitte Menschen zu mir, die beim Solo-Training im Studio eine Grenze erreicht sehen oder gezielt auf eine Herausforderung wie einen Marathon vorbereitet werden sollen“, sagt Schmitt.
Der Zuspruch – 70 Prozent der Kunden des glatzköpfigen Wieslochers sind übrigens Frauen lässt allerdings noch zu wünschen übrig. Nur bei „zwei, drei Terminen“ wird der gelernte Schreinermeister – trotz seiner stattlichen Erscheinung alles andere als ungehobelt – der nach jahrelangem Training im Fitness-Studio auf seinen heutigen Job umsattelte, in der Woche als Trainer gebucht. Mit Kursen bei Krankenkassen, Firmen oder an Volkshochschulen verdient Schmitt seinen Lebensunterhalt. „Obwohl es hier ein großes Einzugsgebiet gibt, wird das Angebot noch nicht so gut angenommen wie in Frankfurt oder Hamburg.“
Ein Grund: Wer sich Personal Fitness Training leisten will, muss über einen ordentlich gefüllten Geldbeutel verfügen. Warum einen mit 60 bis 85 Euro für einen 90minütige Trainingseinheit teuren persönlichen Coach buchen, wenn man dafür in den einschlägigen Fitnessstudio-Ketten mehrere Monate trainieren kann, und zwar so oft wie man will? „Mit mir erreicht man seine Ziele fünf bis sieben Mal schneller, als wenn man auf eigene Faust ins Sportstudio geht“, verspricht Schmitt.
Wie das funktionieren soll? „Der Kunde hat feste Termine mit seinem Trainer. Die Hürde, diese ausfallen zu lassen, liegt viel höher als wenn man sich zum Training im Studio aufraffen muss. Außerdem ist es in seinem eigenen Interesse, aus der Zeit mit dem Personal Trainer das Optimale herauszuholen, weil sich sein Geld ja auch rentieren soll“, erklärt Schmitt den psychologischen Hintergrund der Erfolgsstrategie. Als wenn er den Wieslocher bei seinen Erklärungen unterstützen wollte, lächelt von hinten der „Terminator“ – ein Foto von 1984 zeigt Schmitt Arm in Arm mit Arnold Schwarzenegger.
Fitnesspäpste
Wer Lust darauf bekommen hat, einmal eine Probestunde bei einem Personal Fitness Trainer zu machen und das Angebot kennen zu lernen, besucht am besten die Internet-Seite www.personalfitness.de. Dort findet man unter dem Suchbegriff „Mannheim“ neun geprüfte Personal Fitness Trainer in der Region unter anderem auch Stefan Schmitt (Telefon: 06222/ 38 17 17). Bei allen Individual-Coaches ist das erste Treffen kostenlos. Weitere Übungseinheiten kosten zwischen 50 und 90 Euro. Meistens bucht der Kunde dann ein Paket aus zwölf Treffen zu je 90 Minuten. Die einzelnen Personal Fitness Coaches bieten unterschiedliche Schwerpunkte an, so dass sich ein Blick auf www.personalfitness.de auf jeden Fall lohnt.
Text: Von Alexander Müller
Stefan Schmitt
Rhein-Neckar-Kreis
Lehrer für Fitness, Gesundheit und Sportreha, A-Lizenz Trainer, Ernährungsberater, Kursleiter für Osteoporose und Rückenschule. Leistungsdiagnostik f. Leistungs- und Breitensport. Trainer seit April 1993, Schwerpunkt Personal-Training seit August 1997. Seit 9 Jahren erfolgreich im Bereich Firmenfitness tätig z.B. bei Max Planck Inst. f. Kernphysik und Astronomie, Micro Log in Lorsch, Ortho-Clinical Diagnostics GmbH, REWE Deutscher Supermarkt KGaA.
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