Interview in der Onlineausgabe von FIT FOR FUN: Wie werde ich Personal Trainer?
vom Fitnessexperten Cyrus A. Rahman
Fit for Fun-Interview mit Cyrus A. Rahman, 35, Vorstand im Bundesverband Deutscher Personal Trainer
Wie sind Sie zum Personal Training gekommen?
Über Umwege. Eigentlich bin ich gelernter Theatermaler, aber irgendwann habe ich festgestellt, dass mir dir Arbeit in geschlossenen Räumen nicht so liegt. Ich brauche den Kontakt zu Menschen. Ich habe dann eine Gesangsausbildung gemacht und dabei bemerkt, wie wichtig eine gute Körperhaltung ist. Je länger ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, desto mehr habe ich festgestellt, dass niemand so genau wusste, was für mich das Beste ist. Der eine sagte dies, der andere das – das war in jedem Studio anders. Teilweise wurden mir total gegensätzliche Dinge geraten, und ich war irgendwann nur noch verwirrt… Letztlich hat mich das dazu geführt, bei Jennifer Wade selber eine Ausbildung zum Personal Trainer zu machen. Ich habe dort vor allem gelernt, dass es keine Pauschalaussagen gibt. Was dem einen gut tut, muss für den anderen noch lange nicht optimal sein. Das ist der Kerngedanke des Personal Trainings.
Was macht ein gutes Personal Training aus?
Der Trainer sollte das, was er vermittelt, auch vorleben: Wer dem Kunden sagt, Rauchen sei ungesund, selbst aber raucht, wird unglaubwürdig. Zudem ist es wichtig, dass die Programme individuell nach den Bedürfnissen des Kunden erarbeitet werden. Für viele Leute ist zum Beispiel ein Entspannungstraining vorerst viel wichtiger als ein Fitnesstraining. In schwierigen Fällen, etwa wenn eine Gewichtsabnahme aus medizinischen Gründen notwendig ist oder bei Reha-Programmen, sollte man zusätzlich die entsprechenden Fachleute zu Rate ziehen. Ich kann keinen Arzt oder Physiotherapeuten ersetzen. Ein Personal Trainer sollte seine Grenzen kennen, und die sind je nach Qualifikation unterschiedlich.
Woran erkennt man einen guten Personal Trainer?
Grundsätzlich sollte ein kostenloses Erstgespräch angeboten werden, um festzustellen, ob man miteinander arbeiten kann. Der Kunde kann seine Ziele definieren und der Personal Trainer kann anhand dieses Gesprächs abschätzen, welche Art der Vorbereitungen für das Training zu treffen sind. Wer kein kostenloses Erstgespräch anbietet, ist unseriös.
Ein anderes wichtiges Kriterium ist die Art der Ausbildung. Ein Personal Trainer sollte mindestens eine B-Lizenz vorweisen können, die eine Grundausbildung in Anatomie, Sport- und Trainingslehre beinhaltet. Die Lizenzen werden von qualifizierten Akademien vergeben und sind europaweit anerkannt. Darüber hinaus sollte der Personal Trainer eine mindestens einjährige Berufserfahrung im Bereich Sporttraining haben. Empfehlenswert sind natürlich Zusatzausbildungen wie eine Sportstudium oder die Ausbildung zum Physiotherapeuten.
Wie teuer ist Personal Training?
In den ländlicheren Gebieten fängt es bei 50 Euro an, in den Städten werden zwischen 90 und 100 Euro pro Trainingseinheit verlangt. Eine Einheit sind in der Regel 90 Minuten.
Wie wird man Personal Trainer?
Zuerst einmal sollte man feststellen, welche Art von Training einem selbst am besten liegt. Arbeitet man lieber drinnen oder draußen, ist man eher tänzerisch veranlagt oder mag man eher die kontrollierten, langsamen Bewegungsabläufe bei der Gerätearbeit. Diese Entscheidung ist wichtig, denn es werden sowohl B-Lizenzen für den Bereich Aerobic als auch für den Bereich Gerätetraining angeboten. Dann würde ich dringend empfehlen, eine Trainiertätigkeit im Studio aufzunehmen um praktische Erfahrungen zu sammeln. Viele Dinge des Alltags kann einem keine Ausbildung vermitteln, das sind einfach Erfahrungswerte. Außerdem ist die Berufserfahrung bei den Ausbildungsakademien in Deutschland Voraussetzung zur Aufnahme.
Wie sieht die Ausbildung zum Personal Trainer an der Meridian Akademie aus?
Es handelt sich hierbei um einen Sechs-Tages-Kurs, verteilt auf drei Wochenenden plus einen Prüfungstag. Die Prüfung besteht aus zwei umfangreichen Hausarbeiten und einer praktischen Prüfung. Die Theorie beinhaltet zum einen Bereiche wie Anatomie und Trainingslehre, zum anderen muss ein individueller Trainingsplan ausgearbeitet und vorgestellt werden. Weitere Ausbildungsinhalte sind Marketingstrategien und Kundenpsychologie. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat vom Bundesverband Deutscher Personal Trainer e.V.
Welche Aufgaben hat der Bundesverband der Deutschen Personal Trainer?
Der Bundesverband hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Qualitätsstandart des Berufsbildes zu erhalten und Mindestanforderungen zu definieren. Das ist deshalb so wichtig, weil es sich beim Personal Training einerseits um eine Boom-Branche handelt, zum anderen kann sich aber jeder Personal Trainer nennen, da die Berufsbezeichnung bisher nicht gesetzlich geschützt ist. Wir wollen vermeiden, dass minderqualifizierte Trainer auf dem Markt auftauchen und das Berufsbild so in Verruf bringen. Unser Wunsch ist es, dass der Beruf des Personal Trainers eine ebensolche gesetzliche Anerkennung erhält wie andere medizinische Berufe.
Ist Personal Training nicht nur etwas für Promis?
Nein, überhaupt nicht. Im Gegenteil: 98 Prozent meiner Kunden sind entweder Selbständige oder in leitenden und mittleren Positionen beschäftigt. Es handelt sich durchaus nicht immer um Leute aus dem Spitzenmanagement. Zur Zeit arbeite ich nur mit einer prominenten Person zusammen, deren Namen ich allerdings nicht nennen darf – Diskretion ist eben auch ein Merkmal eines guten Personal Trainers…
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Wie sind Sie zum Personal Training gekommen?
Über Umwege. Eigentlich bin ich gelernter Theatermaler, aber irgendwann habe ich festgestellt, dass mir dir Arbeit in geschlossenen Räumen nicht so liegt. Ich brauche den Kontakt zu Menschen. Ich habe dann eine Gesangsausbildung gemacht und dabei bemerkt, wie wichtig eine gute Körperhaltung ist. Je länger ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, desto mehr habe ich festgestellt, dass niemand so genau wusste, was für mich das Beste ist. Der eine sagte dies, der andere das – das war in jedem Studio anders. Teilweise wurden mir total gegensätzliche Dinge geraten, und ich war irgendwann nur noch verwirrt… Letztlich hat mich das dazu geführt, bei Jennifer Wade selber eine Ausbildung zum Personal Trainer zu machen. Ich habe dort vor allem gelernt, dass es keine Pauschalaussagen gibt. Was dem einen gut tut, muss für den anderen noch lange nicht optimal sein. Das ist der Kerngedanke des Personal Trainings.
Was macht ein gutes Personal Training aus?
Der Trainer sollte das, was er vermittelt, auch vorleben: Wer dem Kunden sagt, Rauchen sei ungesund, selbst aber raucht, wird unglaubwürdig. Zudem ist es wichtig, dass die Programme individuell nach den Bedürfnissen des Kunden erarbeitet werden. Für viele Leute ist zum Beispiel ein Entspannungstraining vorerst viel wichtiger als ein Fitnesstraining. In schwierigen Fällen, etwa wenn eine Gewichtsabnahme aus medizinischen Gründen notwendig ist oder bei Reha-Programmen, sollte man zusätzlich die entsprechenden Fachleute zu Rate ziehen. Ich kann keinen Arzt oder Physiotherapeuten ersetzen. Ein Personal Trainer sollte seine Grenzen kennen, und die sind je nach Qualifikation unterschiedlich.
Woran erkennt man einen guten Personal Trainer?
Grundsätzlich sollte ein kostenloses Erstgespräch angeboten werden, um festzustellen, ob man miteinander arbeiten kann. Der Kunde kann seine Ziele definieren und der Personal Trainer kann anhand dieses Gesprächs abschätzen, welche Art der Vorbereitungen für das Training zu treffen sind. Wer kein kostenloses Erstgespräch anbietet, ist unseriös.
Ein anderes wichtiges Kriterium ist die Art der Ausbildung. Ein Personal Trainer sollte mindestens eine B-Lizenz vorweisen können, die eine Grundausbildung in Anatomie, Sport- und Trainingslehre beinhaltet. Die Lizenzen werden von qualifizierten Akademien vergeben und sind europaweit anerkannt. Darüber hinaus sollte der Personal Trainer eine mindestens einjährige Berufserfahrung im Bereich Sporttraining haben. Empfehlenswert sind natürlich Zusatzausbildungen wie eine Sportstudium oder die Ausbildung zum Physiotherapeuten.
Wie teuer ist Personal Training?
In den ländlicheren Gebieten fängt es bei 50 Euro an, in den Städten werden zwischen 90 und 100 Euro pro Trainingseinheit verlangt. Eine Einheit sind in der Regel 90 Minuten.
Wie wird man Personal Trainer?
Zuerst einmal sollte man feststellen, welche Art von Training einem selbst am besten liegt. Arbeitet man lieber drinnen oder draußen, ist man eher tänzerisch veranlagt oder mag man eher die kontrollierten, langsamen Bewegungsabläufe bei der Gerätearbeit. Diese Entscheidung ist wichtig, denn es werden sowohl B-Lizenzen für den Bereich Aerobic als auch für den Bereich Gerätetraining angeboten. Dann würde ich dringend empfehlen, eine Trainiertätigkeit im Studio aufzunehmen um praktische Erfahrungen zu sammeln. Viele Dinge des Alltags kann einem keine Ausbildung vermitteln, das sind einfach Erfahrungswerte. Außerdem ist die Berufserfahrung bei den Ausbildungsakademien in Deutschland Voraussetzung zur Aufnahme.
Wie sieht die Ausbildung zum Personal Trainer an der Meridian Akademie aus?
Es handelt sich hierbei um einen Sechs-Tages-Kurs, verteilt auf drei Wochenenden plus einen Prüfungstag. Die Prüfung besteht aus zwei umfangreichen Hausarbeiten und einer praktischen Prüfung. Die Theorie beinhaltet zum einen Bereiche wie Anatomie und Trainingslehre, zum anderen muss ein individueller Trainingsplan ausgearbeitet und vorgestellt werden. Weitere Ausbildungsinhalte sind Marketingstrategien und Kundenpsychologie. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat vom Bundesverband Deutscher Personal Trainer e.V.
Welche Aufgaben hat der Bundesverband der Deutschen Personal Trainer?
Der Bundesverband hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Qualitätsstandart des Berufsbildes zu erhalten und Mindestanforderungen zu definieren. Das ist deshalb so wichtig, weil es sich beim Personal Training einerseits um eine Boom-Branche handelt, zum anderen kann sich aber jeder Personal Trainer nennen, da die Berufsbezeichnung bisher nicht gesetzlich geschützt ist. Wir wollen vermeiden, dass minderqualifizierte Trainer auf dem Markt auftauchen und das Berufsbild so in Verruf bringen. Unser Wunsch ist es, dass der Beruf des Personal Trainers eine ebensolche gesetzliche Anerkennung erhält wie andere medizinische Berufe.
Ist Personal Training nicht nur etwas für Promis?
Nein, überhaupt nicht. Im Gegenteil: 98 Prozent meiner Kunden sind entweder Selbständige oder in leitenden und mittleren Positionen beschäftigt. Es handelt sich durchaus nicht immer um Leute aus dem Spitzenmanagement. Zur Zeit arbeite ich nur mit einer prominenten Person zusammen, deren Namen ich allerdings nicht nennen darf – Diskretion ist eben auch ein Merkmal eines guten Personal Trainers…
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Cyrus A. Rahman
Hamburg
Cyrus A. Rahman, ist im Vorstand des Bundesverbandes deutscher Personal Trainer. Gründer von Europas größter Agentur für Personal Trainer: PersonalFitness.de. Er bildet an der Meridian Academy Hamburg seit 8 Jahren die Fitness Manager im Fachbereich Personal Training aus. Sein Buch „Man Power – Personal Training für Muskeln und Fitness“ erschien 2003 im GU-Verlag. Seit 11 Jahren macht er mit Struktur, Kreativität und Begeisterung seine Kunden in Hamburg fit.
Mehr Infos zum Autoren
Hamburg
Cyrus A. Rahman, ist im Vorstand des Bundesverbandes deutscher Personal Trainer. Gründer von Europas größter Agentur für Personal Trainer: PersonalFitness.de. Er bildet an der Meridian Academy Hamburg seit 8 Jahren die Fitness Manager im Fachbereich Personal Training aus. Sein Buch „Man Power – Personal Training für Muskeln und Fitness“ erschien 2003 im GU-Verlag. Seit 11 Jahren macht er mit Struktur, Kreativität und Begeisterung seine Kunden in Hamburg fit.
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