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Personalfitness

Ayurveda: Fitnessverbesserung durch Entspannung

von Personal Trainerin Silke Meier, München
Ayurveda
Fitnessverbesserung durch Entspannung
Viele verbinden mit Ayurveda wohltuende Ölgüsse und Massagen, sowie Yoga und Meditation. Die wenigsten wissen, dass auch Ayurveda Sport im Sinne von Bewegung empfiehlt, am besten täglich und dass auf ganz individuelle Art und Weise...
Im Ayurveda spielt die individuelle Konstitution eine wichtige Rolle. Ähnlich wie die bei uns gebräuchliche Einteilung in die drei morphologischen Konstitutionstypen (Leptosome, Pykniker und Athleten) spricht man im Ayurveda von den drei Doshas, die mehr oder weniger stark und ausgeglichen den Geist und den Körper beeinflussen. Im Gegensatz zur morphologischen Betrachtungsweise, die ausschließlich den dominierenden Gewebstypus berücksichtigt, bezieht die östliche Gesundheitslehre die geistigen Eigenschaften in das körperliche Befinden mit ein. Die drei Doshas werden Pitta, Vata und Kapha genannt.

Vata-Typen sind eher flink, schnell, wenig ausdauernd und mögen keine Routine, sie suchen stets die Abwechslung. Pitta-Typen können sehr kraftvoll sein und sind in gewissem Maße auch ausdauernd. Bei Mannschaftssportarten sind sie oft der Anführer oder Kapitän. Kapha-Typen kommen schwer in Schwung. Sie brauchen immer eine gewisse Motivation, deshalb tun sich diese Typen leichter, wenn sie sich eine gewisse Routine aneignen oder sich einer regelmäßigen sportlichen Gruppe anschließen, denn sonst neigen sie dazu übergewichtig zu werden. Von der Veranlagung her sind sie sehr ausdauernd, dafür nicht besonders schnell.

Die meisten sind jedoch Mischtypen. Entweder es herrschen zwei Doshas vor, oder auch, wenn auch selten drei. Diese Menschen sind für alle Sportarten gleichermaßen gut geeignet.

Die ayurvedische Gesundheitslehre empfiehlt tägliche Bewegung von ca. 15-20 Minuten. Es darf natürlich gerne länger sein. Bei der Fülle an Sportarten sollte das kein Problem sein. Doch warum bleiben die wenigsten langfristig bei der regelmäßigen Bewegung? Vielleicht weil sie noch nicht die passende Sportart gefunden haben?

Grundsätzlich ist jeder Sport gut. Doch es gibt bestimmte Sportarten, die sich für bestimmte Körpertypen besonders eignen und welche, die eher weniger die gewünschten Erfolge erzielen. Man kann unter Berücksichtigung des individuellen Körper-Geist-Typen gezielt Trainingsempfehlungen geben.

Nicht nur die Auswahl der Sportarten, sondern auch die Trainingszeiten und Umfänge spielen eine tragende Rolle. Während die herkömmliche Trainingslehre auf dem Prinzip von „Stress und Erholung“ aufbaut, sind die Belastungsreize nach Ayurveda stets so gewählt, dass kein zusätzlicher Stress erzeugt, sondern im Gegenteil Stress abgebaut wird. Die drei wichtigsten Ziele der Bewegung sind: Stressabbau, Verjüngung und die Harmonie zwischen Körper und Geist.

Die Trainingszeiten und Orte werden den einzelnen Doshas angepasst. Der „richtige“ Sport kann zum Beispiel helfen, die Doshas wieder ins Gleichgewicht zu bringen, z.B. nach einer Erkrankung oder langen Zeit der Fehlernährung. Auch ist hier Bewegung oder Meditation das Mittel erster Wahl, um Stress abzubauen.

Beispiel: Jemand, dessen Vata zu stark ist, sollte keine Sportarten wählen, die kurzweilig, schnell und intensiv sind, um diese ursprünglichen Vata-Eigenschaften noch mehr zu verstärken. Hier sollte man längerandauernde Belastungen in mäßigen Tempo vorziehen, wie z.B. Schwimmen, Wandern, Nordic Walking oder Radwandern, um die Vata-Eigenschaften etwas zu dämpfen. Jemand mit zuviel Kapha sollte auf abwechslungsreiche Trainingsreize achten. Orientierungslauf, Inline-Skating, Mountainbiking oder auch Klettern wären eine gute Wahl, um nur einige kurze Beispiele zu geben, denn dem Kapha dominierenden Typen sollte es auf keinem Fall langweilig werden, sonst zieht er das Sofa der Bewegung immer vor.

Es gibt zahlreiche „Typentests“ in der Fachliteratur und auch im Internet, die helfen wollen, den individuellen Konstitutionstypen nach Ayurveda festzulegen. Leider erkennen diese Tests nicht, ob ihre aktuelle Dosha-Verteilung schon im Ungleichgewicht ist, oder ob es sich tatsächlich um ihren ursprünglichen Körper-Geist Typen handelt. Das gestörte Dosha kann durch diese eindimensionale Fragemethodik nicht diagnostiziert werden. Eine Anamnese von einem ayurvedisch ausgebildeten Arzt oder Therapeuten mittels Pulsdiagnose, Antlitz-, Lippen- und Nageldiagnose ist in diesem Fall die bessere und aussagekräftigere Wahl.

Text: Silke Meier, Sportwissenschaftlerin,Inhaberin von KÖRPERGLÜCKSTRAINING und spezialisiert auf nachhaltige und ayurvedische Sportkonzepte
Fotos: Istockphoto
  • DNV Nordic Walking Instructor
  • M.A. Sportwissenschaftlerin
  • Speedo Aquatic Fitness Instructor
  • Metabolic Typing Therapist
  • Nordic Fitness Coach im Auftrag der Firma Loeffler-Fischer-Ski-GmbH
  • Sportpsychologin (Bund deutscher Psychologen ) i.A.
  • Kenntnisse der Gebärdensprache

Personal Trainer für Ayurveda

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