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Azidose: Die Übersäuerung des Körpers

von Personal Trainer André Kraft, Erkrath
Azidose
Die Übersäuerung des Körpers
In Magazinen und Fachzeitschriften findet man immer häufiger den Begriff Übersäuerung des Körpers. Was bedeutet das eigentlich und ist die Azidose gefährlich?
Der Begriff Azidose leitet sich von dem lateinischen Wort acidus = sauer ab. Wir finden in diesem Wortstamm den Begriff „acid“, also: Essig wieder. Im medizinischen Sprachgebrauch bedeutet der Begriff „Übersäuerung“ die Übersäuerung des Bindegewebes, also Einlagerung von zuviel Säuren & Schlacken, die wir in erster Linie durch die Ernährung aufnehmen. In unserer zivilisierten Gesellschaft ist die Übersäuerung leider ein sehr häufig vorkommender Befund geworden und die Grundlage für viele Zivilisationserkrankungen wie Diabetes mellitus, Fettleibigkeit oder Bluthochdruck.

Wir machen uns schon lange Zeit Sorgen um den „sauren Regen“, weil Bäume und Pflanzen darunter leiden. Die Säuren in der Luft sind durch die Verbrennung von Öl, Gas und Kohle sowie Zersetzungsprodukte der Land- und Viehwirtschaft ein großes Problem geworden... und schwächen das Immunsystem der Pflanzen. Derzeit müssen wir mit ansehen, wie viele Bäume sehr krank werden, weil sie sich gegen viele Krankheitserreger nicht mehr zur Wehr setzen können. Dasselbe geschieht auch in unserem menschlichen Organismus!

Woher kommen die Säuren?
Zunächst ein Blick auf unsere Ernährung: Mit unseren Mahlzeiten nehmen wir derzeit weitaus mehr säure- als basenbildende Nahrungsbestandteile zu uns. Die klassischen Säureproduzenten sind: weißer Zucker und weißes Mehl; rotes Fleisch und Milchprodukte – also alle Bestandteile von Fertignahrung wie Pizza, Döner & co. Öffnen Sie mal Ihre Kühlschranktüre und sie werden staunen, wie viele dieser Produkte sich dort verstecken… Demgegenüber stehen alle frischen Gemüse, Obst und Kräuter, Nüsse und Hülsenfrüchte sowie gute Pflanzenöle wie Raps- oder Olivenöl. Ganz ohne Säuren geht es natürlich nicht in der Ernährung; die Ausgewogenheit ist der Weg! So sollten wir viermal mehr Basen im Vergleich zu Säuren zu uns nehmen.

Jetzt ein Blick auf den alltäglichen Stress: Dieser ist ebenfalls ein großer Säurelieferant – Stress sowohl beruflicher als auch privater Natur.

In einer durchschnittlichen Woche kann da schon ganz gut was anlaufen! Stress im Job, zu viel Alkohol, Zigaretten und wenig Schlaf, dazu eine mittags eine Currywurst und Pommes – herzlichen Glückwunsch Säure!

Aber wohin nun mit dem sauren Überschuss?
Der Körper kennt viele Möglichkeiten, das Zuviel an Säuren loszuwerden: über den Urin, den Speichel, den Schweiß, den Stuhlgang und die Atmung.

Folglich sollten Sie dem Organismus möglichst viele Gelegenheiten bieten, die Säuren aus dem Körper zu bringen: durch sportliche Bewegung wie Nordic Walking, durch regelmäßige Massagen, durch reichhaltiges Trinken von klarem Wasser und Kräutertees, Schlaf und Erholung und an vorderster Front durch eine ausgewogene, gesundheitsbewußte Ernährung. Ihr Immunsystem wird es Ihnen danken!

Text: André Kraft, Personal Trainer und freier Autor für PersonalFitness.de
Fotos: IStockphoto

Personal Trainer für Ernährungsberatung

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