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Personalfitness

Artikel mit Franca Schuler im Tagesspiegel am 25.2.2007: Volle Strahlkraft

von Personal Trainerin Franca Schuler, Berlin

Franca Schuler ist das Temperamentbündel unter den Yoga-Lehrern. Ihr Fitness-Rezept heißt: Energie und innere Ruhe

Wenn Franca Schuler was nicht leiden kann, dann sind es diese hektischen Vorturner in den Fitnessstudios, die die Leute von Übung zu Übung hetzen. Fettverbrennung ankurbeln, Muskelmasse aufbauen. „Immer dieses Zappeln, was soll denn das?“, fragt sie spitz. „Immer nur Power, Power, also wirklich, so ein Quatsch!“ Franca Schuller geht in ihrem Training auf Gegenkurs: Power and Balance, Energie und Ausgeglichenheit.

Der Mensch, sagt sie, braucht beides: quirlig sein und zu innerer Ruhe finden. Ihr Schwerpunkt ist das klassische Yoga. Aber bei ihr träumt man sich nicht weg. „Mein Stil hat sich immer zwischen Fitness und Yoga bewegt.“ Das passt zu ihr. Gertenschlanke einseinundsiebzig, die ganze Person gespannt wie ein Flitzebogen. Eine Blonde mit mediterranem Temperament und süddeutschem Akzent. Die Mutter Italienerin, der Vater Franke. Eine, die mitreißen kann. Ein Showtalent, das den Tanz und das Theater liebt. Sternbild Steinbock, Aszendent Löwe, das knallt. Eine, die in ihrem Beruf alles Mögliche gemacht hat: Ausdruckstanz am Laban-Center in England, mit Kindern gegen Haltungsschäden antrainieren, Hockergymnastik mit Senioren. Vor Jahren kam sie über die Zwischenstation Frankfurt nach Berlin. Die Tochter, 18, will auf die Filmhochschule, der Mann, Journalist, ist Korrespondent in Warschau.

Franca Schuller hat ihren Beruf bei jedem Umzug mitgenommen. Sie gibt Gruppenunterricht im Kreuzberger Frauen-Fitnessstudio Schokosport oder in Unternehmen wie KPMG, wo Mitarbeiter sich regelmäßig auf eine Stunde treffen, um mit ihr „das Krokodil“ oder „den Baum“ zu üben – Yoga in der Mittagspause. Längst hat Franca Schuller Geschmack am Einzeltraining gefunden. „Da kann man besser korrigieren, sieht gleich den Erfolg.“ Nehmen wir die Haltung. Sie sitzt da, die Schultern schlaff, die Arme nach beiden Seiten ausgestreckt. „Wenn du die so hebst, wie sieht denn das aus?“ Und, zack, richtet sie sich auf, Hände nach oben, als käme sie gerade die Showtreppe runter: blitzende Augen, lächelnde Lippen. „Da“, sagt sie, „da ist sie!“ Energie, Ausstrahlung. Nebenbei: Wenn die Haltung nicht stimmt, strapaziert das die Muskeln. „Manchmal“, sagt sie, „muss ich jemandem tatsächlich beibringen, wie man sich aufrichtet.“ Sie trainiert die Leute mit Feingefühl. „Wenn einer ein starkes Hohlkreuz hat, kann man es mit Bauchmuskeltraining verbessern. Gerade kriegen wird man es nicht. Aber so ist er schon einen Schritt weiter.“ Man muss, sagt sie, den Körper des anderen auch lassen können. Die Energie kanalisieren in der Bewegung, die Ruhe behalten, das ist Franca Schulers Credo.Yoga auch ohne Erleuchtung, das geht. Bloß keine Dogmen. Lieber ein Bild zu den Übungen liefern, ein „Haiku“ wie dieses: Das Lassen lassen, barfuß, lächelnd, die Sonne im Bauch.„Ist das nicht schön?“ sagt sie.„Rätselhaft, aber stimmungsvoll.“ Im April wird diese Stimmung greifbar –auf Ischia. Da bietet sie Yoga und Wellness an. Der Kurs ist ausgebucht.

DER PROFITIPP
Energie und Ausgeglichenheit: Was man dafür tun kann

SICH BEWEGEN
Power and Balance heißt: Den Körper regelmäßig in eine hohe Anspannung zu versetzen und dann wieder loszulassen. Am Anfang vielleicht einmal die Woche, später zweimal. Das erreicht man zum Beispiel, wenn man Yoga mit anderen Trainingsarten kombiniert: Laufen oder Walken, Schwimmen – am besten Sport, den man alleine ausüben kann. Sie sind nicht der Meditations-Typ? Muss auch nicht sein. „Sich öffnen und kräftigen erreicht man schon durch das Mehr an Körperenergie“, sagt Personal Trainerin Franca Schuler.

RICHTIG ESSEN
Schon wieder dieses Schlagwort: ausgewogene Ernährung.Was heißt das bloß? „Obst, Gemüse, Kohlenhydrate, nicht so viel tierisches Eiweiß, wenig Fett, wenig Zucker“, sagt Franca Schuler. Sie selbst hat es da einfach: Sie ist Vegetarierin, isst aber Fisch. „Ich bin ein lustbetonter Mensch“, sagt sie. „Ich sage nicht: nie mehr Alkohol. Aber eben nicht so viel.“ Asketen sind nicht ihr Ding. „Für Lebenslust muss unbedingt Platz sein.“ Die Devise heißt: Weniger Gesundes nicht unmäßig in sich hineinstopfen, sondern es als kleine Belohnung richtig genießen.

MEHR ABWECHSLUNG
Gestalten Sie Ihren Alltag ab sofort anders. Auch wenn’s schwer fällt: nicht so viel fernsehen, mehr an die Luft gehen. Multitasking muss außerhalb des Büros nicht sein. Fahren Sie das Gegenprogramm: Tun Sie das, was Sie sich gerade vorgenommen haben, konzentriert – immer nur eine Sache auf einmal. „Präsent sein für den Moment, nicht schon daran denken, was danach kommt“, sagt Franca Schuller.

HALTUNG ANNEHMEN
Kein Mensch schafft es, immer auf eine gesunde Körperhaltung zu achten. Wir gehen krumm, wir sitzen schief – gerade im Büro vor dem Computer. Macht nichts, meint die Trainerin. „Es bringt schon was, sich beim Arbeiten oder im Alltag wenigstens ab und zu mal aufzurichten, die Pomuskulatur anzuspannen.“ Korrigieren Sie Ihre Haltung, wann immer sie daran denken: die Schultern zurücknehmen, den verdrehten oder angespannten Fuß locker lassen. „Sich der Körperspannung bewusst werden, die Körperwahrnehmung schulen ist nützlich“, sagt Franca Schuler. Denn: „Haltung ist ja auch Präsenz.“ Und natürlich nützt regelmäßiges Training auch der Körperhaltung. Was, wenn man das alleine nicht schafft? „Verabreden Sie sich mit jemand zum Training“, sagt Franca Schuler. Das macht mehr Spaß, und schließlich will ja keiner den anderen hängen lassen.

Hatha-Yoga: Aktiv gegen Leistungsdruck

KLASSISCHES YOGA – WAS IST DAS?

Das klassische Hatha-Yoga ist eine Form des ganzheitlichen Körpertrainings. Körper, Geist, Seele sollen mit den Haltungs- und Atmungsübungen, den Asanas, in Einklang gebracht werden. Das Ziel sind eine größere Mobilität, Vitalität und innere Gelassenheit. Klassisches Yoga trainiert also den Körper und den Energiefluss, aber stellt nicht den Leistungsgedanken in den Vordergrund. Es verlangt, wenn die Übungen gelingen sollen, auch nach innerer Ausgeglichenheit.

FÜR WEN EIGNET SICH YOGA?
Eigentlich für jeden Menschen jeden Alters – vorausgesetzt, er hat keine (chronischen) Verletzungen des Bewegungsapparates, wie etwa einen Bandscheibenvorfall oder Meniskusprobleme. In solchen Fällen wären ganz speziell auf ihn abgestimmte Yogaübungen nötig. Franca Schuler etwa trainiert Menschen zwischen 25 und 70 Jahren.

WAS KANN ICH ERREICHEN? Klassisches Yoga macht einen vitaler, aber auch gelassener. Es lockert, dehnt und kräftigt die Muskeln, strafft den Körper, trainiert die Atmung. Es kann aber auch bei verschiedenen Krankheitsbildern lindern, etwa Durchblutungs- oder Schlafstörungen, nervöse Beschwerden, Kopf- oder Rückenschmerzen. Für Anfänger wäre es zum Beispiel gut, das beiliegende Übungsprogramm mindestens zweimal die Woche 20 bis 30 Minuten lang zu machen. Noch besser: zweimal wöchentlich in einen Kursus gehen.

WAS ANFÄNGER BRAUCHEN
Nur eine rutschfeste Unterlage: eine Trainingsmatte, die nicht zu dünn ist. Man sollte sich einen Anfängerkursus suchen oder sich einen Einzellehrer gönnen. Gruppenpreise liegen bei 8 bis 11 Euro die Stunde. In Berlin bieten diverse Fitnessstudios, Yogaschulen, auf die verschiedenen Yoga-Arten spezialisierte Anbieter und Volkshochschulen Yoga an. Am besten im Internet nachsehen.

DARAUF SOLLTEN SIE ACHTEN Personal Trainerin Franca Schuler empfiehlt: „Einen Lehrer finden, der einem wirklich zusagt. Man sollte unbedingt das Gefühl haben, auf einer Wellenlänge zu sein, und lieber verschiedene Kurse ausprobieren, ehe man sich festlegt.“ Wichtig ist auch die eigene Einstellung zum „Sport“ Yoga: weg vom Erfolgszwang. Schauen, was der Körper wirklich leisten kann.

Text: Susanne Leimstoll

Franca Schuler
Autor
Franca Schuler
Ort
Berlin
Franca Schuler ist staatlich geprüfte Sport-und Gymnastiklehrerin und Yogalehrerin.Sie unterrichtete bisher in München,Frankfurt am Main,London.Außerdem leitete sie Fortbildungsseminare für Fitnes [...]
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