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Milch: Nahrungsmittel oder Getränk?

von Fitnessexpertin Katrin Sahm
Milch
Nahrungsmittel oder Getränk?
„Die Milch macht’s“ – mit diesen Slogan wirbt die Milchwirtschaft schon seit Jahren für die guten Seiten ihres Produkts. Doch Milch für Sportler und Nichtsportler tatsächlich das ideale Getränk für alle Lebenslagen. Eine kritische Untersuchung. Milch ist eine Nährflüssigkeit der weiblichen Säugetiere, deren Zusammensetzung von Tierart zu Tierart unterschiedlich ist. Wenn wir heute von Milch sprechen, meinen wir im Allgemeinen die Kuhmilch, die in ihrer Zusammensetzung am meisten der Muttermilch ähnelt. Sie enthält zu 87,5% Wasser, 7% Kohlenhydrate, 4% Milchfett, 1,5% Eiweiße und ist mit knapp 140 kcal pro Glas Milch nicht gerade ein kalorienarmes Getränk. Gerade aus diesem Grund sollte Milch eher als Nahrungsmittel denn als Getränk genossen werden.

Milch reagiert sowohl auf physische Beanspruchung als auch auf Temperaturunterschiede sehr empfindlich. Die normale Umgebungstemperatur ist 38 Grad Celsius. Homogenisieren, Pasteurisieren und Ultrahocherhitzen sorgen nicht nur dafür, dass die Milch keimfrei gemacht wird, sie zerstören auch einen Großteil dieses hoch empfindlichen biologischen Systems und machen aus einem gehaltvollen Nahrungsmittel zunehmend ein totes Nahrungsmittel. Gerade das Ultrahocherhitzen auf eine Temperatur von 150 Grad Celsius bringt nicht nur eine „phantastische“ Haltbarkeit von bis zu 42 Tagen hervor, es schafft auch ein völlig denaturiertes, totes Lebensmittel.

Für manche nur mit Vorsicht zu genießen

Milch ist – wenn auch offensichtlich ein gesundes Nahrungsmittel – für viele Menschen nicht unproblematisch im Genuss. Es gibt in der Natur keinen derartigen Milchaustausch, wie wir ihn beim Genuss der Kuhmilch durch den Menschen finden. Dabei ist eine Laktose-Unverträglichkeit mit Durchfall und Blähungen nur eines von vielen möglichen Anzeichen dieser Problematik.

Milch ist ein guter Calcium-Lieferant. Dabei sollte jedoch nicht vergessen werden, dass Nahrungsmittel wie Spinat, Lauch und Brokkoli genauso viel Calcium pro 100g Lebensmittel enthalten wie Milch. Zudem ist die Verwertbarkeit von Calcium mit dem Vorhandensein von Vitamin D verknüpft und somit nicht nur von einem einzigen Mineral abhängig. Es ist also schon fragwürdig ob es wirklich der Milchkonsum ist, der unabdingbar für die Calcium-Versorgung ist, zumal Deutschland seit Jahren Spitzenreiter im Milchkonsum ist und die Osteoporose-Häufigkeit deswegen nicht rückläufig ist.

Ergänzung aus dem Buch "Wasser&Salz" von Barbara Hendel und Peter Ferreira:

In der so genannten "Oxford-Studie" fand man heraus, dass Kälbchen, welche die Milch ihrer Mutter in pasteurisierter Form erhielten, nach einigen Wochen starben. Das heißt, pasteurisierte Milch ist für den Körper biophysikalisch tote Nahrung und kein Lebensmittel mehr, obwohl sie chemisch die gleiche Zusammensetzung aufweist. Peter Ferreira, Biophysiker und Leiter wissenschaftlicher Forschungsarbeiten, konnte in einer Studie an Schulkindern eindeutig belegen, dass ausgerechnet die Schulkinder, welche die meiste Milch tranken, die schlechtesten Zähne und den schlechtesten Knochenbau aufwiesen.

Text: Katrin Kotira
Foto: Istockphoto

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