Berliner Morgenpost 04.03.: Fitness auf Bestellung
vom Fitnessexperten Torsten Fleischer
Personal Trainer bringen bewegungsarme Führungskräfte auf Trab und sorgen für die richtige Ernährung
Lange Arbeitstage, an denen er fast ausschließlich am Schreibtisch sitzt, und abendliches Weitersitzen bei Geschäftsessen sind der Alltag für den Berliner Pedro G. Donig. Außer dem jährlichen Skiurlaub betrieb der 51-Jährige keinen Sport, doch vor zwei Jahren fasste er einen Entschluss: «Ich hatte zehn Prozent Übergewicht und wollte etwas dagegen tun.»
Ein persönlicher Fitnesstrainer sollte ihn in Schwung bringen. «Ich alleine schaffe das nicht, deshalb ist auch ein Fitnessstudio nichts für mich», sagt Donig. Kontrolle muss sein, und für die sorgt seitdem Torsten Fleischer.
Doch nicht nur die angeleiteten Fitnessübungen brachten den Kaufmann auf Trab, auch auf die Umstellung seiner Ernährungsgewohnheiten ist er stolz. «Ich trinke jetzt täglich drei bis vier Liter.» Vorher habe er möglichst wenig getrunken, um nicht oft auf die Toilette gehen zu müssen. Statt der großen Mittagsmahlzeit versucht er, Fleischers Rat zu folgen und täglich fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen.
«Es muss richtig weh tun, körperlich - und auch finanziell. Nur dann wird die Sache erfolgreich», beschreibt Donig seine Philosophie. Dabei liegt Trainer Fleischer mit seinen Stundensätzen zwischen 120 und 150 DM noch im Mittelfeld. Zwischen 500 und 1000 Fitnesstrainer in Deutschland bieten «Personal Training» an - eine Dienstleistung, die aus den USA kommt und dort vor allem von Managern genutzt wird, die bei knappem Zeitbudget ein Optimum an Fitnesstraining absolvieren wollen.
«Die meisten wollen abnehmen, muskulöser werden oder Ausdauer und Wohlbefinden verbessern», sagt Eginhard Kieß, Personal Trainer aus Köln und Gründer des Personal Trainer Networks (PTN). Um bei der Menge der Personal Trainer den richtigen zu finden, «sollte man darauf achten, dass er eine Berufsausbildung im Sportbereich sowie eventuell einige Zusatzqualifikationen besitzt und vom Typ her zu einem passt», sagt Jens Freese, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Personal Trainer e. V. Schließlich müssen Personal Trainer auch gute Motivatoren sein.
An Bewegungsmangel leidet auch Neil Ramsey. Der 34-jährige Leiter der Sprachschule «Inlingua» betrieb bisher keinen Sport: «Bei meinem Job sitze ich viel zu viel am Schreibtisch und im Auto, und ich trinke viel zu viel Kaffee. Wenn ich eine Treppe über mehrere Etagen hinauflief, spürte ich das schon.» Das sollte anders werden. Ramsey suchte einen Berliner Trainer und fand Dirk Hoffmann, Geschäftsführer von «Personal Training Berlin». Der Diplomand der Sporthochschule Köln hat sich wie viele seiner ehemaligen Kommilitonen auf den Bereich Personal Training verlegt.
Beim ersten Treffen informierte sich Hoffmann über die Gesundheit seines neuen Kunden, seine sportlichen Vorlieben, und er maß den Puls von Ramsey im Ruhezustand und bei körperlicher Aktivität. Seine Empfehlung war, zuerst mit einem Ausdauertraining anzufangen und das Programm später auch auf Besuche im Fitnessstudio auszudehnen. «Ich habe mir fest vorgenommen, das Training ein Jahr lang durchzuziehen», sagt Ramsey: «Im Sommer werde ich hoffentlich schon wesentlich fitter sein.» Von Dirk Engelhardt
Lange Arbeitstage, an denen er fast ausschließlich am Schreibtisch sitzt, und abendliches Weitersitzen bei Geschäftsessen sind der Alltag für den Berliner Pedro G. Donig. Außer dem jährlichen Skiurlaub betrieb der 51-Jährige keinen Sport, doch vor zwei Jahren fasste er einen Entschluss: «Ich hatte zehn Prozent Übergewicht und wollte etwas dagegen tun.»
Ein persönlicher Fitnesstrainer sollte ihn in Schwung bringen. «Ich alleine schaffe das nicht, deshalb ist auch ein Fitnessstudio nichts für mich», sagt Donig. Kontrolle muss sein, und für die sorgt seitdem Torsten Fleischer.
Doch nicht nur die angeleiteten Fitnessübungen brachten den Kaufmann auf Trab, auch auf die Umstellung seiner Ernährungsgewohnheiten ist er stolz. «Ich trinke jetzt täglich drei bis vier Liter.» Vorher habe er möglichst wenig getrunken, um nicht oft auf die Toilette gehen zu müssen. Statt der großen Mittagsmahlzeit versucht er, Fleischers Rat zu folgen und täglich fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen.
«Es muss richtig weh tun, körperlich - und auch finanziell. Nur dann wird die Sache erfolgreich», beschreibt Donig seine Philosophie. Dabei liegt Trainer Fleischer mit seinen Stundensätzen zwischen 120 und 150 DM noch im Mittelfeld. Zwischen 500 und 1000 Fitnesstrainer in Deutschland bieten «Personal Training» an - eine Dienstleistung, die aus den USA kommt und dort vor allem von Managern genutzt wird, die bei knappem Zeitbudget ein Optimum an Fitnesstraining absolvieren wollen.
«Die meisten wollen abnehmen, muskulöser werden oder Ausdauer und Wohlbefinden verbessern», sagt Eginhard Kieß, Personal Trainer aus Köln und Gründer des Personal Trainer Networks (PTN). Um bei der Menge der Personal Trainer den richtigen zu finden, «sollte man darauf achten, dass er eine Berufsausbildung im Sportbereich sowie eventuell einige Zusatzqualifikationen besitzt und vom Typ her zu einem passt», sagt Jens Freese, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Personal Trainer e. V. Schließlich müssen Personal Trainer auch gute Motivatoren sein.
An Bewegungsmangel leidet auch Neil Ramsey. Der 34-jährige Leiter der Sprachschule «Inlingua» betrieb bisher keinen Sport: «Bei meinem Job sitze ich viel zu viel am Schreibtisch und im Auto, und ich trinke viel zu viel Kaffee. Wenn ich eine Treppe über mehrere Etagen hinauflief, spürte ich das schon.» Das sollte anders werden. Ramsey suchte einen Berliner Trainer und fand Dirk Hoffmann, Geschäftsführer von «Personal Training Berlin». Der Diplomand der Sporthochschule Köln hat sich wie viele seiner ehemaligen Kommilitonen auf den Bereich Personal Training verlegt.
Beim ersten Treffen informierte sich Hoffmann über die Gesundheit seines neuen Kunden, seine sportlichen Vorlieben, und er maß den Puls von Ramsey im Ruhezustand und bei körperlicher Aktivität. Seine Empfehlung war, zuerst mit einem Ausdauertraining anzufangen und das Programm später auch auf Besuche im Fitnessstudio auszudehnen. «Ich habe mir fest vorgenommen, das Training ein Jahr lang durchzuziehen», sagt Ramsey: «Im Sommer werde ich hoffentlich schon wesentlich fitter sein.» Von Dirk Engelhardt

Torsten Fleischer
Berlin
Torsten Fleischer ist Sportwissenschaftler und selbstständiger Personal Trainer seit 1998. Seit 2000 führt er gemeinsam mit Susan Ratzow das Personal Wellness Management in Berlin. Für ihn ist die Freude an der Bewegung der wichtigste und größte Erfolgsfaktor. "Gesundheit erflehen die Menschen von Göttern, dass es aber in ihrer Hand liegt, diese zu bewahren, daran denken sie nicht"
Berlin
Torsten Fleischer ist Sportwissenschaftler und selbstständiger Personal Trainer seit 1998. Seit 2000 führt er gemeinsam mit Susan Ratzow das Personal Wellness Management in Berlin. Für ihn ist die Freude an der Bewegung der wichtigste und größte Erfolgsfaktor. "Gesundheit erflehen die Menschen von Göttern, dass es aber in ihrer Hand liegt, diese zu bewahren, daran denken sie nicht"
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