Golf ist eine Sportart, die inzwischen in aller Munde ist. Nach einer Statistik des Deutschen Golf Verbands (DGV, 2005) sind 506.746 Deutsche, Mitglied in einem Golfclub. 1996 waren es lediglich 272.830, d.h. die Zahl der Golfer hat sich in zehn Jahren fast verdoppelt.

Der Golfsport steht, die Mitgliederzahl betreffend, in der Rangliste von 55 genannten Sportarten in Deutschland auf Platz 15! Diese Zahlen belegen, dass der Golfsport in Deutschland boomt.

Das Klischee, dass Golf eine „Senioren- Sportart“ ist, hat sich zum Glück überholt. Dennoch ist die Anzahl der aktiven Kinder und Jugendlichen mit etwa 54.000 noch verhältnismäßig gering. Der DGV ermittelte außerdem, dass mit rund 210.000 Mitgliedern die Altersklasse der über 55 jährigen diejenigen Personen sind, die fast die Hälfte aller deutschen GolferInnen ausmachen.

Tatsache ist, dass Golf eine Sportart ist, die von vielen Menschen erst im fortgeschrittenen Alter begonnen wird, mit mehr oder vor allem weniger sportlichen Erfahrungen oder Grundlagen. Die konditionellen Voraussetzungen, Kraft, Beweglichkeit, Koordination und Ausdauer spielen in der Regel, aus der Sicht des „klassischen Golfeinsteiger“, keine Rolle.

Das klassische Bild, das sich mir bietet, wenn ich mich auf einem Golfplatz befinde sind Menschen, die voll ausgerüstet auf den Platz kommen, den Golfschläger aus ihrer Tasche ziehen und loslegen. Jedes Kind weiß, spätestens seit dem Schulsport, dass das Aufwärmen vor Trainingsbeginn eine wichtige Rolle spielt; beim Golf sieht man es dennoch sehr selten.

Rücken-, Ischias- und Bandscheiben- sowie Schulter- und Armprobleme gehören zum Alltag vieler Golfer. Altersbedingte Vorschäden erhöhen zudem das Verletzungsrisiko.

Fakt ist, auch Golfer und Golferinnen brauchen eine gut gekräftigte, dehnfähige Muskulatur sowie ein hohes Maß an Koordination- und Gleichgewichtsfähigkeit, damit sie die anspruchsvollen komplexen Bewegungen effektiv umsetzen können. Um Verletzungen vorzubeugen und die Techniktipps eines Golflehrers effizient umsetzen zu können, ist ein gezieltes Golf-Fitness-Training unerlässlich. Ein wunderbarer Nebeneffekt ist, dass damit auch Spielstärke und Handicap deutlich verbessert werden können.

Als Personal Trainer habe ich häufig GolferInnen kennengelernt, die nach anfänglichen Erfolgen und großem Spaß am Golfsport, meist durch die ersten Verletzungen oder das Ausbleiben sportlicher Erfolge, das Interesse und die Freude an diesem Sport verloren hatten. Ein individuell abgestimmtes, gezieltes Golf-Fitness-Programm bewirkt, dass auch eine 18-Loch Runde bis zum Schluss mit Spaß, ohne Schmerz und Konditionsschwächen gespielt werden kann.

Obwohl jedes Alter der richtige Zeitpunkt ist, können insbesondere Kinder und Jugendliche mit speziellen, kinder- und jugendgerechten Kursen und Trainingsinhalten, diesen dynamischen Sport schnell und richtig erlernen.

Golf ist ein Sport ist, in dem Kraft, Beweglichkeit, Koordination, und Ausdauer genauso wichtig sind wie Konzentration, mentale (Kopf)-Stärke und das Techniktraining. Alles gute Argumente und Attribute, die für Kinder, Erwachsene und Senioren gleichermaßen gelten

Also ... machen Sie sich fit für den Golfplatz und Sie werden noch mehr Freude an diesem einzigartigen Sport haben!

Text: Ruth Mattes, Personal Trainer und freie Autorin für PersonalFitness.de
Fotos: IStockphoto

Ruth Mattes

Ruth Mattes

Ruth Mattes ist Dipl. Sportlehrerin, Diplom Sozialapädagogin, Diplomierte Systemische Coach/Business Coach, Hypnotherapeutischer Kommunikations Coach, Nordic-Walking Instruktor, Food Coach und Golffitness-Trainer. Ihre Kunden profitieren von ihrer Vielseitigkeit und langjährigen Erfahrung im Gesundheitsbereich. Sie ist Ihre Expertin in der Begleitung "Bewegender Veränderungsprozesse" - körperlich und mental. Mit Respekt und Wertschätzung weckt sie Ihre Ressourcen und begleitet Sie zu Ihrem Ziel.

Golf - Ein Elitesport? Nein!

Das Golfspiel hat eine sehr lange Tradition. Auch wenn oftmals behauptet wird, dass sich die Ursprünge dieser Sportart in Schottland finden, gibt es auch andere Theorien, was das Ursprungsland angeht. Neben Hinweisen, die auf eine Erfindung in Kontinentaleuropa deuten, finden sich auch Hinweise im antiken Rom, im alten Ägypten sowie im frühen Japan, in China und Korea.

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