Wie entspannen Sie Sich wenn Sie gestresst sind? Das Buch zum Glas Rotwein? Auf dem Sofa durch das Nachtprogramm zappen? Entspannen Sie Sich immerhin beim Laufen in der Natur? Oder haben Sie bereits konkrete Entspannungsmethoden erlernt? Jeder hat seine persönliche Strategie zum Entspannen! Doch sind diese Verfahren auch tiefgreifend genug und bringen sie kreative Entwicklungspotentiale?

„Das Gehirn ist nicht zum denken da“! Mit dieser Aussage überrascht der Neurowissenschaftler Prof. Gerald Hüther aus Göttingen. Im Gehirn werden Hormonproduktionen reguliert, Bewegungskompetenzen gefestigt und die Signale unserer Sinnesorgane verarbeitet. Außerdem verfügen die Feinsinnigen unter uns über ein ausgeprägtes Bauchgefühl. Die Fähigkeit vorausschauend zu denken. Das alles sind evolutionäre Überlebensstrategien!

Nach Hüthers Meinung entstehen nur durch schlechte Erfahrungen Handlungskompetenzen, die unsere Lebensstrategien sichern. Also sollte man uns doch wünschen, uns ginge es schlecht? Jedoch verfügt nicht jeder über geeignete Hilfsmittel gestärkt aus einer Krise herauszukommen.

Angriff und Flucht sind zwei Handlungsstrategien, die vielleicht gerade noch hilfreich sind, da beide Bewegung voraussetzen. Schwieriger wird es da schon, wenn die dritte mögliche Strategie, die Erstarrung einsetzt. Der Geist läuft auf Hochtouren und erfährt gleichzeitig eine Vollbremsung. Als Autofahrer wissen wir, dass hier ein Motorschaden vorprogrammiert ist. Willkommen im Burnout! Erste somatische Anzeichen sind Atem- und Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, Infektanfälligkeit oder zunehmende Lustlosigkeit. Diese körperlichen Signale sind ein Hilferuf unseres Geistes. Unser Bauchgefühl signalisiert, da stimmt etwas nicht und Du musst handeln – sofort und ohne zu zögern.

Jetzt ist es an der Zeit eine Entspannungsmethode für sich zu finden. Es gibt ein breites Angebot vom Autogenen Training über die Progressive Muskelrelaxation bis zu anerkannten östlichen Entspannungsverfahren. Die Effekte der zum Teil sehr unterschiedlichen Methoden sind ähnlich. Körperlich muskuläre Entspannung und das Erleben von Gelassenheit, Zufriedenheit und Wohlbefinden. Das Ziel ist, durch häufiges Wiederholen die Entspannungsreaktion zu stabilisieren. Je langfristiger wir ein Entspannungsverfahren üben und je öfter die Entspannungsreaktion wiederholen , desto schneller und leichter kann sie auf Grund von Konditionierungsprozessen im Alltag aktiviert werden. Eine kurze Selbstinstruktion oder eine kleine bewusste körperliche Veränderung kann dann, selbst in Stresssituationen, schnell beruhigend wirken.

Präventive Entspannungsmaßnahmen von den Stressoren dieser Welt ist die eine Sache. Darüber hinaus besteht jedoch die Möglichkeit, aus tiefer Entspannung heraus zu neuen Horizonten zu gelangen - durch Meditation. Denn Meditation bedeutet neben den positiven Effekten der Entspannungsverfahren, die mögliche Neuausrichtung unseres Geistes. Wir lernen Vertrauen zu schöpfen in die eigenen Fähigkeiten und gewinnen Vertrauen in die Gesetzmäßigkeiten der Natur. Als Ergebnis der Meditation erfolgt quasi eine Neuorganisierung des Gehirns. Wir entfernen uns von destruktiven Denkmechanismen und gelangen zu positiven langanhaltenden Entwicklungspotentialen.

Meditation ist nach dem indischen Philosophen Patanjali ein strukturierter Prozess. Wenn der Körper und die Atmung bereit sind für eine längere aufrechte Sitzhaltung, konzentrieren wir uns auf ein Objekt freier Wahl. Das kann ein Naturobjekt oder eine Körperregion sein, es könnten allerdings auch Qualitäten sein wie „Liebe“ oder „Gelassenheit“. Aus einer langanhaltenden Fokussierung auf das Meditationsobjekt entsteht Reflexion und schließlich beschreibt Patanjali den Zustand des „Vollkommenen-Verstehens“ dieses Objektes. Gehirnforscher wie Gerald Hüther und auch Wolf Singer vom Max Planck Institut für Gehirnforschung sind sich einig: Das Gehirn erfährt durch Meditation eine plastische Veränderung. Die Erfahrungen der Meditierenden bestätigen diese Veränderungen auf emotionaler Ebene. Wir werden gelassener, Zukunftsängste bekommen kaum noch Raum und alles in unserem Leben stellt sich auf das Meditationsobjekt ein.

Wenn Sie dann die Formel: „…ich bin erfolgreich…“ verwenden – herzlichen Glückwunsch, dieses Mantra sucht nun seine Erfüllung auf allen Ebenen unserer Daseins! Aber Achtung, lernen Sie Meditation nur unter qualifizierter Anleitung! Schritt für Schritt und bleiben Sie gelassen dabei!

Text: Hans Vogel, Yogalehrer BDY/EYU, Personal Trainer, Mitglied im BPT e.V. Fotos: Istockphoto

Hans Vogel

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Meditation kommt von lat. "medias" (Mitte) oder/und vom lat "meditatio" (Nachsinnen, in Gedanken vertieft sein). Unter Meditation werden im allgemeinen Techniken verstanden, die geeignet sind, einen Bewußtseinszustand herbeizuführen, der in entscheidenden Punkten vom normalen Tagesbewußtsein abweicht. Entscheidend für eine Meditation ist die Konzentration auf einen Gegenstand der Betrachtung.

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