Jeder hat bereits von ihnen gehört. Manche fragen sich nach der Begriffsherkunft „Ballaststoff“. Wofür Ballaststoffe wichtig sind, wie und wie viel man davon essen sollte und was für eine gesunde Ernährung noch wichtig ist, weiß unser Personal Coach und Ernährungstrainer Malte Kottmann.

Seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Ernährung, insbesondere im Zusammenhang mit Gewichtsreduktion. In den Ernährungsanalysen meiner Kunden spiegelt sich fast jedes Mal das gleiche Bild wieder. Es wird in der Regel gar nicht zu viel gegessen, sondern meist falsch und zu ungünstigen Zeiten. Einer der Hauptgründe, warum die Kunden, obwohl sie teilweise sogar deutlich weniger essen, als sie den Tag über verbrennen, nicht abnehmen können ist ein defekter Stoffwechsel. Und hier kommen die Ballaststoffe ins Spiel.

Ballaststoffe sind Kohlenhydrate. In ihrer Struktur sind sie jedoch so komplex, dass der Körper sie nicht spalten und verwerten kann. Sie werden daher unverdaut wieder ausgeschieden. Ballaststoffe bringen einige Vorteile mit, weshalb es sich lohnt, sie im Speiseplan fest zu integrieren. Zum einen binden sie Schadstoffe und transportieren diese aus dem Körper heraus. Zum anderen aktivieren sie den Stoffwechsel. Dies ist der Hauptnutzen, den wir im Bereich Gewichtsreduktion beachten sollten.

Eine hohe Ballaststoffzufuhr gewährleistet einen guten Stoffwechsel und kann defekte Stoffwechsel wieder „reparieren“. Denn die Ballaststoffe machen unserem Verdauungssystem ganz schön zu schaffen und können letztendlich doch nicht verwertet werden. Zudem sättigen sie sehr gut!

Wie viele Ballaststoffe sollen wir pro Tag zu uns nehmen?
• Mindestens 30 Gramm, besser wären 40 Gramm (Im Schnitt werden pro Person pro Tag 10-15 Gramm Ballaststoffe gegessen)

Wo sind die meisten Ballaststoffe drin?
• In allen Vollkornprodukten wie Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Vollkornreis
• In Obst und Gemüse
• In Kartoffeln


Tipp vom Personal Trainer:
• Versuche den Ballaststoffbedarf über den Tag zu verteilen und die Ballaststoffmahlzeiten als Zwischenmahlzeiten einzulegen, damit der Stoffwechsel von morgens bis abends beschäftigt und gefordert wird.
• Zusätzlich viel trinken! (Mindestens 3 Liter am Tag)

Schon durch diese beiden Tipps wird sich Erfolg zeigen! Zumal eine Verbesserung des Stoffwechsel eine der wenigen Arten der Gewichtsreduktion ohne Jojo-Effekt darstellt!!! Probiert es aus!

Autor: Personal Trainer Malte Kottmann
Foto: iStockphoto

Malte Kottmann

Malte Kottmann

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