Die Natur punktet mal wieder: Sportbekleidung aus Wolle ist der Kunstfaser deutlich überlegen. Neue Tests zeigen, dass Sportler in Funktionswäsche aus Wolle sogar mehr Leistung bringen.

Kunstfasern galten lange als DIE Fasern für Sportbekleidung. Vor allem, weil sie unangenehme Schwitzfeuchtigkeit rasch und effektiv von der Haut wegtransportieren, meinten die Experten. Nun erlebt die Wolle ein überraschendes Comeback. Der Grund: Textilexperten haben festgestellt, dass Wolle sogar besser von störender Schwitzfeuchtigkeit befreit.

Wärme-Wunder
Wolle transportiert nicht nur Feuchtigkeit ab, sondern wärmt zugleich, weil sie durch die Aufnahme von Feuchtigkeit Wärme abgibt. Das bedeutet, dass selbst ein durchgeschwitztes Woll-T-Shirt noch wärmt. Außerdem nimmt Funktionswäsche aus Wolle auch bei mehrmaligem Tragen keinen Körpergeruch an.

Wolle als Leistungs-Kick
Es wurde sogar festgestellt, dass Versuchspersonen in Wollwäsche größere Ausdauerleistung erbringen als mit Polypropylen-Shirts. Das lässt sich damit erklären, dass Wollwäsche die Temperaturregulation perfekt beherrscht. Die Natur selbst sorgt für diese Eigenschaften der Wolle. Die Struktur der Eiweißfasern zeichnet sich nämlich nicht nur allein durch Elastizität, Zugfestigkeit und Bauschigkeit aus. Sie können auch bis zu 30 % des Eigengewichts als Wasser und Dampf aufnehmen, ohne dabei feucht zu werden.

Kratzen war gestern
Damit aber der Sportspass nicht durch unangenehmes Kratzen auf der Haut gebremst wird, werden ausschließlich sehr feine Fasern von Merino-Schafen verarbeitet.

Fünf gute Gründe für Wolle
Eine kurze Übersicht der wichtigsten Eigenschaften gibt Ihnen nähere Infos über die Vorteile der Merino-Schafwolle in der Sportbekleidung:

- Feiner, seidiger Griff
Die Fasern der feinsten Merino-Wollen haben nur einen Durchmesser von ca. 16 Mikron (0,016 mm). Zum Vergleich: Das menschliche Haar hat ca. 100 Mikron.

- Thermo-Regulierung
Die Wollstoffe schaffen ein körperähnliches Mikroklima. Dieses verhindert, dass Kälte im Winter oder Hitze im Sommer an den Körper gelangt.

- Feuchtigkeitstransport
Die Faseroberfläche, Schuppe genannt, ist hydrophob. Das bedeutet, dass Feuchtigkeit abgewiesen wird. Diese verdunstet oder, wenn dies z.B. wegen einer weiteren Bekleidungsschicht nicht möglich ist, sie wird von dem umgekehrt hydrophilen Faserinneren aufgenommen. Die Wollfaser kann Feuchtigkeit bis zu 1/3 des eigenen Gewichtes aufnehmen, ohne sich dabei nass anzufühlen.

- Atmungsfähigkeit
Die Atmungsfähigkeit der Wollgestricke wird durch die schuppige Faseroberfläche, durch die natürliche Faserkräuselung sowie durch die Dampfdurchlässigkeit moderner Fasern erzeugt.

- Antibakterielle Eigenschaft
Die Wolle besteht aus Protein. Dadurch bindet sie u.a. auch viele Viren und Bakterien und hemmt ihre Zersetzung oder Vermehrung. Deswegen riecht ein Wollkleidungsstück auch nach mehrmaligen Tragen nicht.

Und wo gibt’s Funktionsunterwäsche aus Wolle? Anbieter sind z.B. die Firmen Odio, Ortovox und Ullftrotté über Scandic Outdoor sowie Smartwool über den Vertrieb Tatonika.

Text: Jennifer Handy ist Personal Trainerin und feie Autorin für PersonalFitness.de
Foto: iStockphoto
Quellen:
http://www.czechsportswear.com/merino-schafwolle-wie-funktioniert-eine-wollfaser,15
http://www.boyboks.de/archiv/wolle4.html

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Quellen

Jennifer Handy

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