Schnell kann es passieren, vor allem im höheren Alter: ein Bandscheibenvorfall, Knochenbruch oder sonstige Verletzungen. Wenn Senioren jetzt ganz fix wieder gesund und mobil werden wollen, sollten sie auf ein paar wichtige sportliche Grundsätze aus Physiotherapie und Reha achten...

Jenseits der 60 sind Senioren heute aktiver denn je. Man kann eigentlich kaum noch von Ruhestand sprechen, bei all den Aktivitäten von Städtetripps bis Jogging. Und trotzdem: Schmerzen im Rücken, im Nacken oder sogar ernstere Verletzungen gehören meist zum deutlich fortgeschrittenen Alterungsprozess. Und in der Regel braucht der Heilungsprozess dann auch länger als früher. Und es braucht oft auch besondere Maßnahmen, um bald wieder auf dem Damm zu sein.

Leichte Mobilisation

Die Knochen ziehen, die Muskulatur ist hart und steif. Oft hat das auch mit zu wenig Flüssigkeitsaufnahme zu tun. Beispielsweise ein halber Liter Wasser täglich reicht einfach nicht. In so einem Fall heißt es: sofortige Mineralien- und Wasserzufuhr beim Training und im täglichen Leben.  

Starten Sie mit leichten Mobilisations- und Bewegungsübungen, die den Körper aufrichten und die Muskulatur auflockern. Sanfte Seilzug- und dynamische Ausführungen mit Kleingeräten wie Hanteln, Therabändern oder Pilatesbällen werden step by step integriert. Man sollte dabei auf die sinnvolle Bewegung einer gesamten Muskelkette achten, das geht natürlich unter der Anleitung eines Personal Trainers am besten.

Bei einem Aufbautraining werden die müden Knochen und Muskeln aktiv und sanft bewegt und aktiviert. „Hurra“ scheinen dabei alle Muskelzellen zu schreien. Das Wasser sorgt für den Abtransport der Giftstoffe.

Faszientraining und Aquasport

So nervig der Schmerz bei Verletzungen auch ist, er erfüllt eine Funktion . Der Schmerz wirkt in Gehirn und Körper als Signal für unser Warnsystem. Und das hält uns von unkontrollierten Bewegungen ab. Mit modernen Methoden aus dem Faszientraining – etwa mit der Faszienrolle oder einem Triggerball –  können ganz sanft und vorsichtig die defekten und verklebten Strukturen wieder gelöst werden. So wird die Durchblutung angeregt. Mobilisation, Dehnübungen und Stabilisationsübungen in Verbindung mit leichtem Kraftausdauertraining können hierzu beitragen. Steife und geschädigte Gelenke werden wieder sanft mobilisiert. Will man dabei die Heilkraft des Wassers nutzen, ist sanftes Aquafitness oder Aquacycling zu empfehlen. Auch Saunabäder tun jetzt gut. Schon eine Massage pro Monat oder aber auch ein Säure-Basenbad kann wahre Wunder bewirken.

Zeit und  Geduld

Nun braucht es vor allem Verständnis dafür, dass gebrochene, verwachsene und beschädigte Strukturen vor allem Zeit brauchen. Trotz modernster Bewegungs- und Therapiemethoden. Stellen Sie  sich einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten vor und feiern Sie währenddessen Ihre kleinen Erfolge. Dauerhafter Erfolg stellt sich nur durch die tägliche und wöchentliche Wiederholung ein. Vor Ihnen liegt also ein regelmäßiges, intensives und abwechslungsreiches Bewegungsprogramm.

Der Glaube versetzt Berge

Der Weg zum Erfolg beginnt mit dem Glauben daran, dass Sie Ihre Beschwerden oder sogar Verletzungen lindern und heilen können. Übernehmen Sie bewusst Verantwortung für Ihren Gesundungsprozess. Glauben Sie an sich und suchen Sie sich die Unterstützer, bei denen Sie Vertrauen fassen. Ein Personal Trainer, der Erfahrungen und Erfolge im Bereich Verletzungen, Schmerzreduktion und Rehatraining nachweisen kann, ist in diesem Fall empfehlenswert.

Ernährung und Verletzungen

Zum Thema Verletzungen und Entzündungen im Körper gehört auch immer, ein Auge auf die Ernährung und die Nährstoffzufuhr zu haben. Lassen Sie sich beim Arzt ein umfassendes Blutbild machen, gehen Sie regelmässig zum Vitalcheck! Trinken Sie ausreichend Wasser und kaufen Sie sich ein hochwertiges Mineralienprodukt. Essen Sie täglich mehrmals Obst und Gemüse, nehmen Sie genügend Proteine zu sich. Ernähren Sie sich so naturnah wie möglich und verzichten Sie weitgehend auf Alkohol und Zucker.

Grenzen setzen und erkennen

Machen Sie sich bewusst, dass Sie jetzt in einer anderen Lebensphase als vielleicht vor zehn oder 20 Jahren sind. Klar, Ballsportarten wie Fußball, Basketball, Handball oder Squash können viel Spaß machen und den eigenen Ehrgeiz anspornen. Aber Vorsicht: Diese Sportarten benötigen ein sehr gutes und stabiles Knochen- und Muskelgerüst. Es gilt jetzt, neue Bewegungsalternativen zu finden, die gesund sind, Spass und vor allem Sinn machen! Fahrradfahren, Schwimmen, Rudern, Nordic Walking, leichtes Kraftausdauertraining und Rückentraining zählen gerade im höheren Alter zu den gesündesten Sportarten und können alleine oder im Team viel Freude bereiten. Und zwar mit geringerer Verletzungsgefahr.


Ihre Jacqueline Boy


Mein Name ist Jacqueline Boy. Ich bin Personal Trainerin aus Fürth und Autorin dieses Artikels. Ich freue mich wirklich sehr, dass Sie sich für "Vital ab 60 - Wie Senioren nach Verletzungen fit werden" so interessieren. Schreiben Sie mir, wenn Sie zu diesem Thema und meinen Personal Training Angeboten mehr wissen wollen. Bis bald.

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