Was Sie gleich erfahren werden:
Rückenschmerzen führen gemeinsam mit psychischen Erkrankungen Jahr für Jahr die Gesundheitsreports der Krankenkassen für krankheitsbedingte Arbeitsausfälle an. Oft sind die Schmerzen sogar chronisch und nicht immer kann die Schulmedizin die erwünschte Genesung bringen. Da verwundert es nicht, dass die LNB-Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht gerade bei Patienten mit Rückenproblemen einen Nerv trifft. Aktuell ist die von Roland Liebscher-Bracht und Dr. Petra Bracht entwickelte Methode sogar besonders populär. Die Methode zählt zur Komplementärmedizin, sie ist also eine ergänzende Methode zur Schulmedizin.
Der Grundgedanke hinter der Liebscher & Bracht Therapie ganz einfach zusammengefasst: Die tatsächliche Ursache von Rückenschmerzen liegt überwiegend in den Faszien, also dem Bindegewebe, das wie ein Netz den gesamten Körper umfasst, begründet. Durch entsprechende Drucktechniken des Therapeuten und gezielten Dehn- und Bewegungsübungen sollen vorliegende Spannungen gelöst werden, was zu einer Linderung oder Beseitigung des Schmerzes führt. Wie bei vielen anderen Therapien der Komplementärmedizin wird auch die Wirkung der Liebscher & Bracht Methode aus schulmedizinischer Sicht kritisch diskutiert, wähend Patienten und Therapeuten die positiven Effekte sehen. Folgend einige Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Hilft die Methode von Liebscher und Bracht (LNB) bei Rückenschmerzen?
Bei Rückenschmerzen kann die Liebscher & Bracht Schmerztherapie definitiv sehr hilfreich sein. In ihrem Buch "Deutschland hat Rücken" zeigen die Autoren Roland Liebscher-Bracht und Dr. med. Petra Bracht, was häufig die wirklichen Ursachen für Rückenschmerzen sind und wie die Methode mit Therapie, Selbsthilfeübungen und Ernährung helfen kann. Akute Beschwerden, wie etwa bei einem Hexenschuss, und chronische Rückenschmerzen kann man mit dieser Methode sehr gut in den Griff bekommen.
Kann die LNB-Methode auch bei einem Bandscheibenvorfall, Arthrose, Wirbelgleiten oder einer Verengung des Spinalkanals angewandt werden?
Ja, auch in diesen Fällen kann man die Methode anwenden. Grundsätzlich gibt es keine Kontraindikationen außer natürlich bei Brüchen oder akuten Entzündungen. Der Therapeut sollte immer an die Symptomatik angepasst und im engen Dialog mit dem Patienten an die Behandlung herangehen und passende Übungen wählen. Wenn die Schulmedizin nicht weiterkommt, obwohl eine klare Diagnostik vorliegt, kann diese Methode ein wertvoller Beitrag zur Schmerzbehandlung sein.
Wie funktioniert und wie lange dauert die LNB-Therapie?
Der erste Termin braucht etwas mehr Zeit, rund 90 Minuten, um eine ausführliche Anamnese zu erheben. Dabei wird auch die aktuelle Schmerzsituation erfasst und festgehalten, um später den Erfolg der Therapie messen zu können. Bei dieser ersten Schmerztestung wird der Patient in Bewegung bis zu einem Punkt geführt, an dem er 100 Prozent des Schmerzes spürt. Das Ziel einer jeden Behandlung ist es, den Schmerz bis mindestens unter 30 Prozent dieses Ausgangswertes zu senken. Nach diesem ersten Termin folgen 60-Minuten-Sitzungen. Eine Besserung sollte bereits nach dem ersten oder zweiten Termin eintreten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Patient aktiv mithilft, indem er seine Hausaufgaben macht, sprich, die verordneten Übungen regelmäßig ausführt. Wird in dem genannten Rahmen keine Besserung beobachtet, sollte nach anderen Therapien geschaut werden.
Bereits im ersten Termin findet nach der Anamnese die sogenannte Osteopressur statt. Jedes Krankheitsbild hat bestimmte Osteopressur- oder Schmerzpunkte, die während der Behandlung auf bestimmte Dauer, Art und Weise stimuliert werden. Im Anschluss an die Osteopressur erfolgen sogenannte Schmerzfreiübungen oder Engpassdehnungen. Dazu zählen beispielsweise Übungen mit der Faszienrolle und bestimmte Dehnübungen, die je nach Möglichkeiten und Leistungspotenzial des Patienten durchgeführt und in ihrer Intensität nach oben oder unten angepasst werden. Entscheidend für den Therapieerfolg sind die Übungen, die der Patient zuhause macht, er hat also eine aktive Rolle.
Eine weitere Säule der Therapie insbesondere für chronisch Erkrankte, ist die Gesundheitstherapie nach Petra Bracht. Bei dieser Stoffwechseltherapie stehen vor allem die Ernährung und etwaige Giftstoffausleitungen im Körper des Patienten im Fokus.
Gibt es Risiken bei der LNB-Methode?
Es gibt keine grundsätzlichen Risiken. Natürlich sollte jeder Therapeut auf Basis seiner Erfahrungen sehr vorsichtig auf die aktuelle Situation des Patienten eingehen. Wie oben beschrieben, sollte die Therapie nicht bei Brüchen oder akuten Entzündungen eingesetzt werden.
Bezahlt die Krankenkasse die LNB-Methode?
In der Regel werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Wird die Therapie aber durch einen Heilpraktiker ausgeführt besteht bei manchen Krankenkassen und Zusatzversicherungen die Möglichkeit einer entsprechenden Kostenübernahme im Rahmen der Gebührenordnung. Eine weitere Option könnte darin bestehen, zumindest einen Teil der Kosten über den Arbeitsgeber beziehungsweise das Einkommenssteuergesetz zurückzubekommen.
Wie findet man LNB-Schmerztherapeuten?
LNB-Schmerztherapeuten in verschiedenen Regionen findet man über den hier verlinkten Therapeuten-Finder. Dazu gibt man die Postleitzahl seines Wohnortes ein und erhält dann eine Übersicht der LNB-Schmerztherapeuten im persönlichen Radius.