Sie hetzen den ganzen Tag von einem Termin zum nächsten, nach der Arbeit treffen Sie sich mit einer Freundin zu einem netten Plausch und stellen dabei plötzlich fest: „Oh je, ich bin ja gar nicht bei der Sache.“ Wer kennt das nicht? Sie hören zwar, dass Ihre Freundin irgendwas erzählt, aber worum genau es geht, das nehmen Sie nicht richtig wahr. Sie sind mit ihren Gedanken noch beim letzten Termin, grübeln und sind abgelenkt. Stopp! Wenn es Ihnen häufig so geht, dann ist Ihre Work-Life-Balance aus den Fugen geraten. Entspannen kann man so nämlich nicht und auf Dauer kann dieser Stress sogar krank machen.
Klare Grenzen ziehen
Zu einem ausgewogenen Leben gehört es, klare Grenzen zwischen Beruf- und Privatleben zu ziehen. Gerade für Freiberufler und Selbstständige ist dies wichtig. Sonst kommt es auf Dauer dazu, dass sie nur noch funktionieren und kaum noch wirklich leben. Auch für immer mehr Alleinerziehende und berufstätige Mütter ist es eine Herausforderung alles gleichermaßen zu meistern – am besten noch perfekt.
Wann haben Sie das letzte Mal in der Bahn einfach nur aus dem Fenster geschaut und vor sich hin geträumt? Wann entspannt auf der Couch gelegen? Wann einen Spaziergang gemacht und an nichts Bestimmtes gedacht? Mancher kann sich kaum noch daran erinnern.
Leben im Hamsterrad
Dieses Leben ohne Pausen macht auf Dauer krank und unglücklich. Im Job läuft vielleicht alles nach Plan und Sie sind erfolgreich. Und im Privatleben? Da passiert nicht mehr sehr viel. Nicht mit dem Partner und auch nicht mit den Freunden. Doch wofür der ganze Stress und Druck? Früher oder später werden Sie an einen Punkt kommen, an dem Sie sich fragen: Ist das wirklich alles? Was ist mit meinem Privatleben? Mit meinem Partner, meiner Familie, meinen Freunden?
Analysieren Sie Ihren Tag
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Leben nicht so richtig rund läuft, dann schauen Sie sich doch mal ganz genau Ihren Tagesablauf an. Folgende Fragen helfen Ihnen dabei:
- Konzentrieren Sie sich auf eine Aufgabe oder machen Sie sehr häufig mehrere Dinge gleichzeitig?
- Können Sie zu Hause abschalten oder nehmen Sie oft Arbeit mit nach Hause?
- Verbringen Sie genügend Zeit mit Familie und Freunden und mit sich selbst?
- Haben Sie eine Freizeitbeschäftigung, die Sie besonders lieben?
- Haben Sie oft das Gefühl, dass Sie nur noch funktionieren und Ihr Leben fremdbestimmt ist?
Diese Fragen werden Ihnen bewusst machen, wie es um Ihre Work-Life-Balance steht.
Wenn Sie feststellen, dass Sie Ihrem Leben eine neue Gewichtung geben sollten und nicht nur Wert auf Arbeit und Leistung legen sollten, dann helfen Ihnen dabei folgende Tipps.
10 Tipps zur Optimierung Ihrer Work-Life-Balance
1. Planen Sie Ihren Tag
Ein Plan hilft Ihnen, sich nicht zu verzetteln. Mit ihm können Sie sich auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Wie viele Stunden am Tag oder in der Woche möchten Sie Zeit haben für Privates und wie viele für den Job? Was sind wichtige Aufgaben, die unbedingt zu erledigen sind und welche können warten? So verschaffen Sie sich einen groben Überblick. Tragen Sie die Zeiten in Ihren Kalender ein und versuchen Sie sich daran zu halten. Stellen Sie notfalls einen Wecker!
2. Zeitpuffer einplanen
Planen Sie Ihre Termine nicht zu knapp hintereinander, denn oft kommt etwas dazwischen und dann geraten Sie noch mehr unter Druck; lieber 15 Minuten zwischen den Terminen Zeit lassen.
3. Angemessen gewichten
Lassen Sie Laptop und Co. einmal links liegen und verbringen Sie bewusst Zeit mit Ihrer Familie. Sie werden sich wundern, wie viel Kraft Ihnen das schenkt.
4. Sport treiben
Machen Sie regelmäßig Sport wie lockeres Ausdauertraining oder üben Sie Yoga zur Entspannung. All dies macht den Kopf frei.
5. Atmen Sie tief durch
Wenn Ihnen alles zu Kopf steigt, schließen Sie einen Moment die Augen und atmen Sie ein paarmal tief in den Bauch ein und aus. Durch die bewusste Atmung wird das Nervensystem beruhigt und vieles wird gleich mit anderen Augen betrachtet.
6. Achtsam sein
Tun Sie alles mit Achtsamkeit. Das heißt: bewusst essen und nicht nebenbei Mails checken; wenn es irgendwo zwickt, spüren Sie in sich hinein und fragen Sie sich woran es liegen kann. Schmerzt zum Beispiel der Rücken? Vielleicht sollten Sie sich dann etwas mehr bewegen.



