So demokratisch kann Schönheit sein: Jeder kann sie bekommen. Er oder sie muss nur etwas dafür tun. Was und wie lange, das verraten die Autoren der mega kurzen One-fits-All-Programme aus Muskelaufbautraining, Body Shape, Krafttraining und Co. Besonders beliebt sind sie jedes Jahr kurz vor dem Strandurlaub, nach den Festtagen oder als Start ins neue Jahr. Aber etwas Realitätsnähe kann auch hier nicht schaden, um sich vor großen Enttäuschungen zu schützen. Also machen wir hier mal den Check!
Fett weg, Muskeln her
Zunächst einmal: Wovon reden wir überhaupt? Was ist ein "Traumkörper"? Nun, das hängt vor allem von dem ab, der träumt. Wer 120 kg bei einer Körpergröße von 1,79 mit sich herumschleppt, von denen der größte Teil aus Fett besteht, für den bedeutet "Traumkörper" vielleicht erst einmal 30 kg weniger auf der Waage. Jemand der zwar ein, sagen wir mal, ausgeglichenes Verhältnis von Körpergröße und Gewicht hat, der möchte vielleicht den Anteil seiner Muskelmasse erhöhen.
Zehn Kilo in sechs Wochen?
Auf gesunde Art kann man rund 1 kg pro Woche abnehmen. In vier Wochen lässt sich da also nur ausreichend viel bewirken, wenn das Ausgangsgewicht schon nahezu optimal ist. Klar, manche Personal Trainer haben Kunden, die in vier Wochen acht Kilo verlieren – aber wie häufig gelingt das? Nicht so wahnsinnig oft. Hinzu kommt: Wiegt man sehr viel, purzeln die ersten Kilos in der Regel schneller – aber: Wenn dann der Fettanteil nach vier Wochen erfolgreicher Fettreduktion noch weitaus zu hoch ist, wird man trotzdem nicht allzu viel von den Muskeln sehen.
Crash-Diät und Yo-Yo-Effekt
Nehmen wir einen etwas durchschnittlichere Ausgangssituation: Es müssen eigentlich "nur" zehn Kilo runter, damit trainierte Muskeln überhaupt zu sehen wären. Dieser Gewichtsverlust ließe sich mit einer knallharten Crash-Diät vielleicht erreichen. Gesund wäre das allerdings nicht – und meist kommt es dann auch zum berühmten Yo-Yo-Effekt. Nach ein paar Wochen oder Monaten ist das Fett wieder auf den Rippen und von den vielleicht antrainierten Muskeln ist nix mehr zu sehen. Ergo: Wenn immer der Fettanteil deutlich zu hoch für sichtbare Muskeln ist, vergessen Sie die vier oder sechs Wochen-Programme.
Muskelaufbau bei Mann oder Frau: egal?
Und dann ist da natürlich noch der kleine Unterschied zwischen Männern und Frauen. Sollte es für die Geschlechter nicht auch unterschiedliche Programme für den top Body geben? Eines vorweg: Für Frauen ist der Aufbau von Muskelmasse grundsätzlich schwieriger. Am Ende des Tages hat das mit dem Testosteron zu tun, das nun mal Frauen nur in geringen Mengen produzieren. Um genau zu sein: Sie haben rund ein Zehntel des Testosterons von Männern. Das muss für die Ladies allerdings kein Grund dafür sein, nicht an die Wirkung schneller Programme zu glauben: Frauen geht es ja meist gar nicht um "viel" Muskelmasse, sondern um definierte Muskeln. Und die können sie selbstverständlich auch aufbauen. In jedem Fall haben Sie die besten Chance mit einem Personal Trainer – und das gilt natürlich für Frauen wie für Männer. Investieren müssen Sie in aller Regel zwischen 80 € und 150 € pro Stunde für ein Personal Training.



