So funktioniert die Methode zur Entspannung

Autogenes Training So funktioniert die Methode zur Entspannung

Ständiger Zeitdruck, Multitasking und ein Gedankenkarussel aus ständigen Sorgen und Zweifeln – wenn der Stress einfach zu groß wird, kann man sich mit autogenem Training nachhaltig helfen. Und zwar selber: wie man die Technik erlernt, wie sogenannte Affirmationen funktionieren und für den Start eine Übung mit Videoanleitung.

Was du gleich erfahren wirst:

Was ist autogenes Training? 

„Auto“ bedeutet „von selbst“ und „generieren“ bedeutet „erzeugen“: Der Begriff „autogenes Training“ deutet also darauf hin, dass die Trainingseffekte selbst herbeigeführt werden. Konkreter: Durch das ständige, innerliche Wiederholen formelhafter Sätze erzeugt der Trainierende die Entspannung aus sich selbst heraus. Autogenes Training ist damit eine Entspannungsform, die über Autosuggestion funktioniert.

Wie wirkt autogenes Training?

Mit dem autogenem Training lernt man, sein vegetatives Nervensystem bewusst zu steuern. Eigentlich steuert dieser Teil unseres Nervensystems ganz automatisch wichtige Körperfunktionen wie den Herzschlag, die Verdauung oder die sogenannte Stressreaktion. Doch durch Techniken wie das autogene Training haben wir Einfluss auf unser vegetatives Nervensystem und die negativen Stressreaktionen mit ihren Symptomen. Zu den positiven Effekten des Trainings gehören beispielsweise die Senkung der Muskelspannung, des Herzschlags und Blutdrucks und der Atmung auf ein normales, gesundes Niveau.

Wie lange brauche ich, um autogenes Training zu erlernen? 

Ein Kurs zum Erlernen der Grundstufe besteht in der Regel aus acht bis zehn Trainingseinheiten. Dann kann man autogenes Training selbstständig anwenden. Ziel ist es, autogenes Training ohne Trainer oder Anleitung durchzuführen. Mit dieser Technik lassen sich auch kurze Pausen im Büro oder im Home Office zur Entspannung nutzen.

Welche unterschiedlichen Formen von autogenem Training gibt es?

Es gibt die Grundstufe des autogenen Trainings mit den Bereichen:

  • Schwere (Muskelentspannung)
  • Wärme (Durchblutung)
  • Atmung
  • Herzschlag
  • Sonnengeflecht (Bauch, Verdauung)
  • Stirnkühle (Entspannung Stirn)

In der Aufbaustufe können eigene Vorsatzformeln – auch Affirmationen genannt – entwickelt werden, die sich auf konkrete Lebensumstände beziehen: z.B. „ich ernähre mich gesund“… „ich lerne fleißig“… „ich bin gelassen“.

Für wen ist autogenes Training geeignet?

Autogenes Training kann jeder machen, der seine Regeneration und Entspannung selbst aktiv verbessern möchte.

Für wen ist autogenes Training nicht geeignet?

Es gibt die unten stehenden möglichen Kontraindikationen für autogenes Training. Klären Sie in diesen Situationen mit Ihrem Arzt ab: 

  • Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie beispielsweise Gehirntumore
  • einige Arten somatoformer Störungen
  • hypochondrische Persönlichkeitsstörung
  • geistige Behinderung
  • psychiatrische Erkrankungen, Epilepsie, Schizophrenie, Psychosen und Borderline-Störungen
  • Atemwegs- oder Herzfunktionsstörungen

Wie kann ich autogenes Training im Sport einsetzen?

Auch für Sportler kann autogenes Training als Regenerationsmaßnahme am Ende des Trainings zur Förderung der Entspannung sehr hilfreich sein. Es wird auch gezielt im Profisport eingesetzt.

Autogenes Trainings – Übung: Muskelschwere

Eine einfache Übung ist zum Beispiel die Muskelschwere. Und so funktioniert’s im Sitzen oder Liegen: Schließe die Augen, atme langsam und spüre bewusst die Punkte, mit denen du am Boden aufliegst. Stelle Dir vor, die Schwerkraft zieht dich nach unten. Deine Arme und Beine sind schwer. Atme mehrmals tief und langsam...

Fazit

Autogenes Training ist eine leicht erlenbare, sehr effektive Entspannungsmethode. Wichtig ist das regelmäßige Üben und der Einsatz im täglichen Leben, damit das Training nachhaltig wirken kann.

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