Was du gleich erfahren wirst:
- Was ist Koordination?
- Warum ist Koordination wichtig?
- Welche Rolle spielt Koordination bei Rückenschmerzen?
- Wie kann Koordinationstraining helfen?
- Wie kann man Koordinationstraining in das Training integrieren?
- Was sind praktische Tipps für erste Koordinationsübungen?
Was ist Koordination?
Koordination beschreibt das Zusammenspiel von Skelettmuskulatur und Nervensystem. Es ermöglicht uns, Bewegungsaufgaben effizient, präzise und harmonisch zu bewältigen.
Für zielgerichtete und ökonomische Bewegungen ist die sensorische Informationsaufnahme (Afferenzen) und die Verarbeitung im zentralen Nervensystem ebenso wichtig wie die Umsetzung dieser Informationen durch die Muskulatur (Efferenzen).
Genau dieses Zusammenspiel trainieren wir im Koordinationstraining oder, wie es manchmal auch genannt wird, im sensomotorischen Training. Eine gute Koordination bildet die Grundlage für alltägliche Bewegungen wie das Treppensteigen oder das Aufstehen, aber auch für komplexere sportliche Abläufe, z. B. beim Tennis oder Fuß- und Handball. Die besten Ergebnisse erzielst du mit einem Personal Training für Koordinationstraining.
Warum ist Koordination wichtig?
Eine gute Koordination verbessert Bewegungsqualität, Balance und Reaktionsfähigkeit. Sie beugt Verletzungen vor, weil sie den Körper besser auf unerwartete Bewegungen vorbereiten kann. Gleichzeitig fördert sie die Effizienz von Bewegungsabläufen, im Alltag wie im Sport.
Ich sehe immer wieder, dass meine Klienten ihre Kraft nicht vollständig ausschöpfen können, weil es ihnen an Kontrolle fehlt. Hier setze ich dann mit einem Koordinationstraining an: Es hilft, das Zusammenspiel von Muskeln, Sinnesorganen und Gehirn zu verbessern sowie Bewegungen bewusster und flüssiger auszuführen.
Interessanterweise spielt neben unserem Gleichgewichtssinn, gesteuert durch das Gleichgewichtsorgan, die Tiefensensibilität eine entscheidende Rolle bei der Koordination. Dies gilt besonders für das Sehvermögen.
Welche Rolle spielt Koordination bei Rückenschmerzen?
Koordinationstraining stärkt u. a. die tiefliegende Rückenmuskulatur. Sie wird häufig vernachlässigt, hat aber eine wichtige, weil stabilisierende Funktion. Durch gezieltes Training können wir Fehlhaltungen ausgleichen und Bewegungsmuster deutlich verbessern, was den Rücken dann gut entlastet.
Bei vielen meiner Klienten mit Rückenschmerzen arbeite ich zunächst an der Haltung bzw. der Stabilisierung der Wirbelsäule. Übungen wie einbeinige Balancevarianten oder Planks mit Bewegungselementen fördern die Stabilität und schulen die sogenannte posturale Kontrolle - also die Fähigkeit, das Gleichgewicht zu halten und aufrecht zu bleiben. Wichtig ist dabei auch die Wahrnehmung von internen und externen Reizen, die über sogenannte Rezeptoren in den Muskeln, Sehnen und Faszien an das Nervensystem weitergeleitet werden.
Wie kann Koordinationstraining helfen?
Koordinationstraining lässt sich individuell anpassen, ob für Anfänger oder erfahrene Sportler. Es fordert den Körper durch ungewohnte Bewegungen heraus und stärkt nicht nur die Muskeln, sondern auch die Sensorik und das Nervensystem.



