Unser Körper ist ein Nimmersatt: Er hungert 24 Stunden am Tag nach Energie. Denn die braucht er für alle lebenserhaltenden Prozesse und Organe wie das Herz-Kreislauf-System, das Gehirn, das Immunsystem und den Verdauungstrakt. Auch unsere Muskulatur verbraucht ununterbrochen Energie. Um diese Energie konstant zu liefern, ist unser Körper ähnlich aufgebaut wie ein Hybrid-Motor. Wir können zwei Arten von Energie verwerten: zum Einen und am liebsten Zucker (Kohlenhydrate) und zum Anderen Fett, genauer gesagt Fettsäuren. Sie ahnen, wo unsere Reise hingeht...
Zucker ist sehr einfach für die Energiegewinnung nutzbar. Sobald Zucker im Blut ankommt, bedient sich zunächst das Gehirn, um seinen Bedarf zu decken. Der Rest wird mit Hilfe des Hormons Insulin in die Zellen des Körpers transportiert und dort verbrannt.
Zuckerreserven: Abbau in 14 Stunden
Sobald alle Zellen mit Zucker gefüllt sind, speichert der Körper die überschüssige Energie in Form von Glykogen in der Muskulatur und in der Leber. In diesen Glykogenspeichern können wir im Schnitt ca. 1600 kcal als Reserve einspeichern. Erst wenn auch dieser Speicher gefüllt ist, wird die überschüssige Energie in Form von Fett im Körper für Notzeiten gespeichert. Je nachdem wie viel wir uns bewegen, dauert es ca.14 Stunden, um die Zuckerreserven wieder zu verbrauchen. Legen wir morgens vor dem Frühstück eine moderate Sporteinheit ein, leert unser Körper noch schneller die Zuckerspeicher und bedient sich an den Fettreserven.
Erst der Zucker, dann das Fett
Zunächst zapft unser Körper nämlich zu einem Großteil die Zuckerreserven an und nur zu einem kleinen Teil die Fettreserven. Der Grund: Für Notzeiten ist Fett die eiserne Reserve. Erst wenn die Zuckerreserven komplett aufgebraucht sind, fordert das Gehirn die Leber auf, die Energie mehr und mehr aus den Fettreserven des Körpers heranzuziehen und Fettsäuren zur Energiegewinnung freizusetzen. Dieser Prozess ist etwas aufwendiger und wird daher erst angestoßen, wenn unsere Zuckerspeicher geleert sind. Unser Gehirn kann nämlich neben Zucker auch sehr gut Energie aus Fett beziehen.
Super effektiv: Sport im Freien
Damit die Fettverbrennung überhaupt in Gang kommt, muss dem Körper ausreichend Sauerstoff zur Verfügung stehen. Überraschung: Um diesen Sauerstoff in unseren Körper aufzunehmen, ist Bewegung an frischer Luft unerlässlich. Heute findet unser Leben aber zum größten Teil in geschlossenen Räumen statt, wo die Sauerstoffzufuhr stark eingeschränkt ist. Unsere Zellen sind also oft mit Sauerstoff unterversorgt und wir haben verlernt, wie wir Fett verbrennen. Ein Doppelfehler, quasi. Bewegen Sie sich daher so viel wie möglich an der frischen Luft, sei es mit einem Spaziergang in der Mittagspause oder vor dem Schlafengehen. Klar, Radfahren, Joggen oder Schwimmen im (beheizten) Freibad sind noch besser. In jedem Fall aber werden Sie schnell feststellen, wie gut Ihnen dies tut und Ihre Zellen werden es Ihnen danken. Nicht von ungefähr kommt der Spruch: „Jeder Schritt macht fit!“ Und dabei schmilzt Ihr Fett am besten.



