Die Kunst der Atmung beim Krafttraining

Richtig durchatmen Die Kunst der Atmung beim Krafttraining

Alles eine Frage der Technik. Das gilt nicht nur für das Training selbst, sondern auch für die Atmung dabei. Selbst deine Stabilität beim Krafttraining wird von der Atemtechnik beeinflusst. Und im Alltag kann die richtige Atemtechnik fast schon Wunder gegen Stress wirken.

Was du gleich erfahren wirst:

Sauerstoff ist das wichtigste Element für unseren Körper. Ohne Atemluft können wir in der Regel nur wenige Minuten überleben. Ohne Sauerstoff könnten deine Zellen nicht arbeiten und es wäre keine Bewegung möglich. Umso wichtiger ist es zu wissen, welche Technik beim Training und im Alltag zu empfehlen ist.

Welche Atmungsarten werden unterschieden? 

Grundsätzlich kann man zwei wichtige Atemtechniken unterscheiden. Du kannst tief in den Bauch atmen, entsprechend heißt diese Variante Bauchatmung. Und es gibt die flache Atmung, sie nennt sich Brustatmung.

Wie kann ich Bauchatmung üben?

Um dir zu zeigen wie sich beide Atemtechniken unterscheiden, kannst du dich für die folgenden Übungen mit dem Rücken auf den Boden legen. Deine Hände legst du nun auf Höhe deines Bauchnabels auf den Bauch. Dann atmest du zunächst nur durch die Nase, so tief in den Bauch, dass sich dein Bauchnabel merklich auf- und ab bewegt. Dies ist die Bauchatmung. 

Wie kann ich Brustatmung üben?

Für die Brustatmung legst du deine Hände auf beide Rippenbögen und atmest nur durch den Mund ganz tief ein. Jetzt spürst du, dass sich deine Rippenbögen nach außen schieben. 

Welche Atmung ist besser? 

Die tiefe Atmung in den Bauch ist die gesündere Atmung, unter anderem weil deine inneren Organe währenddessen massiert werden. Die Brustatmung heißt umgangssprachlich auch flache Atmung oder Stressatmung. Versuche im Alltag öfter ganz tief durch die Nase in den Bauch zu atmen. 

Warum sollte ich beim Krafttraining auf die Atmung achten? 

Beim Krafttraining spielt deine Haltung während der Atmung eine wichtige Rolle. Aber bevor ich fortfahre, folgt eine Praxisübung, damit du gleich ein Gefühl für diesen Aspekt bekommst. 

Wie übe ich eine stabile Haltung beim Krafttraining?

Setze dich aufrecht hin und atme tief durch die Nase ein. Du spürst dann, dass du ganz automatisch in eine aufrechte Haltung gelangst. Atmest du wieder aus, fällt deine stabile Haltung in sich zusammen. 

Bei Grundübungen, wie zum Beispiel der Kniebeuge, ist es von Vorteil, wenn du dir die Stabilität durch das Einatmen zunutze machst, um deinen Oberkörper in der tiefen Beugeposition aufrecht zu halten.

Wann atme ich beim Krafttraining ein und wann atme ich aus? 

Grundsätzlich kann man sagen, dass du immer in der anstrengenden Phase deiner Übung ausatmest. Ein Beispiel: Beim Bizeps Curl atmest du in der Phase aus, in der du das Gewicht nach oben bewegst. 

Beim Armstrecken wiederum atmest du aus, wenn du die Hantel zum Beispiel an der Seilrolle nach unten drückst.