Wie Studien belegen, erreicht man selbst bei einem sanften Krafttraining – zum Beispiel bei Kraftausdauer mit 15 bis 20 Wiederholungen – eine Laktatanhäufung von etwa vier bis acht mmol/l. Die aerob-anaerobe Schwelle, also hier das Gleichgewicht zwischen Laktataufnahme und Verbrauch, liegt aber bei etwa drei bis vier mmol/l.
Laktat bremst Fettverbrennung
Hohe Laktatwerte bremsen aber die Verwertung von freien Fettsäuren in den Mitochondrien, so dass sich der Anteil der Fettverbrennung zu Gunsten der Kohlenhydratverbrennung verschiebt. Diese liefert dann den Hauptanteil der Energie. Durch Krafttraining am Anfang werden also hauptsächlich Kohlenhydrate verbrannt und nur zu einem geringen Anteil Fette. Wenn man nun nach Abschluss des Krafttrainings ein Ergometertraining durchführt, ist auch hier nur eine geringe Effektivität der Fettverbrennung festzustellen, da Laktat eine Halbwertszeit, also Abbaurate, von etwa 30 Minuten hat. Das bedeutet, dass vorrangig in den ersten 30 Minuten noch eine geringe Fettverbrennung erfolgt.
Testosteron, bye-bye
Ein weiterer wichtiger Faktor zum Muskelaufbau ist das Hormon Testosteron, welches auch Frauen bilden. Testosteron wird allerdings durch ein abschließendes Ausdauertraining zum Teil abgebaut. Daher ist die Effektivität des Krafttrainings zu Beginn auch nur sehr gering. Untersuchungen belegen das.



