Faust durchbricht kraftvoll eine Wand, symbolisiert die Intensität und Dynamik im Bereich Personal Training.

Ist Personal Training tot? Ein Wutanfall ...

Seit 26 Jahren gibt es in Deutschland den Begriff Personal Fitness Training. Eine Zeit voller Veränderungen. Doch wofür steht heute die Bezeichnung „Personal Training“? Eine Verwässerung des ursprünglichen Begriffs? Oder Um- und Aufbruchstimmung?

10.05.2019

Vor über 30 Jahren, am Ende meiner DJ - Karriere fällte ich eine Entscheidung: Mein Grundbedürfnis, Mitmenschen mehr Spaß am Leben zu vermitteln, wollte ich endlich in eine neue sportlichere und gesündere Richtung erheben – und wurde Schritt für Schritt zum Personal Trainer. Ich ahnte ja ich nicht, wohin das einmal führen würde ...

Das Wade-Phänomen

Damals, Mitte der 90ger Jahre, hatte Jennifer Wade das Berufsbild des Personal Trainers entfesselt. Durch sie und ihre Arbeit wurde der Begriff ikonisch. Mit Ihrem Drang nach Professionalität, Perfektion und Performance entbrannte in der Fitness-Szene ein Sturm an Begeisterung für dieses „neue“ Berufsbild. Kurs- und Gerätetrainer sahen endlich eine Möglichkeit, jetzt mehr mit Ihren Kunden zu erreichen, tiefer zu agieren und selbstwirksamer zu sein.

Made in Germany

Das Personal Fitness Training, ganz der vielbeneideten deutschen Gründlichkeit verpflichtet, entwickelte sich in Deutschland anfangs der 2000er Jahre weiter. Ganz unabhängig vom US-Markt. Es verwandelte sich in ein professionelles und hochspezialisiertes Berufsbild. Oft hörten wir von unseren amerikanischen Kollegen: „You are far ahead of us now!“

Aufstieg und Untergang

Es war die Blütezeit des Personal Trainings. In Davos wurde ausgerufen, dass der Personal Trainer 2030 einer der am besten verdienenden Dienstleister überhaupt sein wird. Plötzlich wollte jeder etwas von diesem Glanz abhaben. Personal Training war nicht mehr nur ein Privileg von Stars und Superreichen.
Es wurde vom Fitnessmarkt voll ausgeschöpft.
 
Was dann geschah ist ein bisschen vergleichbar mit dem „Ed Hardy“-Design von Christian Audigier:
erst mega angesagt, dann als Autofußmatten in 1 Euro Shops verramscht. Es stellt sich die Frage:
Haben zu viele, eher monetäre Interessen, den ganz eigenen, gründlichen Glanz und Charme der deutschen Interpretation von Personal Training vernichtet? Oder, noch extremer:

Ist Personal Training tot?

Die Antwort ist ja, wenn ich einige Videos moderner „Personaltrainer“ bei der „Arbeit“ sehe. Was dort als „Personal Training“ präsentiert wird, treibt mir als Coach der ersten Stunde und langjährigem Ausbilder für Personal Trainer fast Tränen der Wut in die Augen: Trainer stehen völlig unmotiviert neben ihren am Boden liegenden Kunden. Es gibt keine gute Positionierung, kein „Hands on“, es wird kaum empathisch auf den Kunden eingegangen oder bei Fehlern in der Ausführung korrigiert. Oder gar eine fundierte Belastungssteuerung vollzogen! Es ist bisweilen so unvorstellbar unprofessionell, dass es als alles Mögliche verkauft werden kann – aber definitiv NICHT als „Personal Training“.

Was professionelles Personal Training von unqualifiziertem unterscheidet:

Ein Personal Trainer kann und sollte sich nur dann so bezeichnen, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

  1. Wenn er sich ein wirklich gutes Einfühlungsvermögen angeeignet hat
  2. Eine grundsolide Erfahrung im Umgang mit Kunden aufweisen kann
  3. Die sportlichen Grundlagen für ein sicheres Training mit dem Kunden - auch bei orthopädischen Einschränkungen, absolut beherrscht und den Kunden auch dementsprechend ständig verbessert!
  4. Seine Grenzen anerkennt und nichts durchführt, worin er nicht gründlich genug ausgebildet ist.
  5. Er regelmäßig Tests- und Retests mit relevanten Zielparametern seines Kunden durchführt.
  6. Die rechtlichen Grundlagen der Selbstständigkeit beherrscht.
  7. Das Ziel seines Kunden immer im Focus behält.

Richtlinien des Bundesverbands Personal Training als Berufsordnung

Gemeinsam mit dem Bundesverband Personal Training e.V. wurden 2013 ethische Grundsätze für die Arbeit als Personal Trainer definiert, eine sogenannte „Berufsordnung“. Jeder ernsthafte Personal Trainer sollte sich diese aushängen und danach handeln. Und jeder Kunde sollte darauf achten, ob nach diesem Kodex gearbeitet wird. Hier geht’s zur Berufsordnung.

Bieten sich unfertig ausgebildete Instruktoren ihren Kunden zu früh als Personal Trainer an, schaden sie der Branche enorm. Kollegen sagen mir auch aus genau diesem Grund: „Ich bin gar kein klassischer Personal Trainer mehr!“  

Qualität definiert die Nomenklatur

Andererseits ist die Antwort, auf die Frage ob Personal Training tot ist: Nein.

Nämlich dann, wenn ich sehe, wie beseelt, begeistert und umfassend ausgebildet wiederum andere Kollegen an die Sache herangehen, einem inneren Kompass folgen und genau diesen benötigten Geist der Excellenz, Engagement, Ernsthaftigkeit sowie Esprit aus den 90ern in die 2020er Jahre tragen.

Quo Vadis?

Mein Fazit: Für mich ist die Personal Trainer Branche derzeit definitiv an einem Scheideweg. Zwischen „marktschreierisch-egogetrieben“ und „hoch engagiert-professionell und bescheiden“, den Kunden und seine Aufgaben stets im Fokus. Deshalb ist es gerade in Zeiten von „Constant Posing“ auf Instagram und einer derzeit durchschnittlichen Aufmerksamkeitspanne von 10 Sekunden besonders wichtig, dass wir jetzt, richtig, und laut jene Kollegen ehren, die engagiert unser Berufsbild erfolgreich in die kommende Dekade führen werden.

Qualitätsgarantie für Personal Training

Aus diesem Grund ist der NEOS Award, mit seinem steten Ringen und Suchen nach höchster Qualität und Performance, so immens wichtig für PersonalFitness.de und den gesamten, sich gerade im Umbruch befindlichen Personal Training Sektor. Branchenrelevante Veranstaltungen wie diese zeigen, dass wir auch die leisen Töne guter Arbeit schätzen, promoten und unterstützen, sowie stets strengstes Qualitätsmanagement betreiben! Immer mit dem Fokus dem Kunden und uns selbst mehr Spaß an einem gesunden und selbstwirksamen Leben zu ermöglichen. Nachhaltig!

Feiere beim NEOS Award mit uns die besten Personal Trainer 2019

Wer wissen möchte, welche Personal Trainer dieses Jahr beim NEOS Award am 15. Juni 2019 bei der Personal Trainer Conference in Mainz zu den besten drei ihrer Kategorie gewählt werden, erfährt hier mehr!

Du willst als Personal Trainer mit uns die Besten unserer Branche ehren? Dann buche deine Teilnahme mit dem Code unseres nächsten Newsletters von dem 19. Mai 2019 und du bekommst 30 Euro Rabatt!

Cyrus Knorn - Personal Trainer Hamburg

Cyrus Knorn

Cyrus, der "Profiler," erkannte schon früh die Kraft guter Geschichten. Nach 25 Jahren und über 1000 betreuten Trainern ist er heute dein Experte für Profilgestaltung und Selbstvermarktung. Er verantwortet das Qualitätsmanagement und die Freischaltung neuer Trainer. Offen, direkt und humorvoll liebt er es, mit dir deine beste Erfolgsgeschichte zu schreiben – spannend wie ein Krimi. Kontakt: [email protected]

 

Unser Qualitätsanspruch
Wir überprüfen alle Qualifikationen unserer Personal Trainer

Individuelle Angebote
Passend zu deinen Wünschen und Budget

Happiness Garantie
Unzufrieden? PersonalFitness findet eine Lösung für dich

Höchste Kundenzufriedenheit
5,0/5 Google Business Profile