Was, wenn Ihr nächstes Training wie Urlaub wäre? Trainings-Retreats sind nicht nur eine schöne Auszeit, sondern der Geheimtipp gegen Plateaus und für nachhaltige Veränderungen – mental wie körperlich. Entdecken Sie hier, worin Retreats normalen Gym-Besuchen überlegen sind.
Was Sie gleich erfahren werden:
Ehrlich gesagt, dieses Wort hat mich schon immer ein wenig genervt: Retreat! Für mich ist das nichts Neues. Toll klingt es und trendig. Es gibt Retreats in zig Varianten. Und es schießen immer mehr wie Pilze aus dem Boden, jedenfalls bei uns in der Schweiz. Aber was ist ein guter Retreat, was soll es leisten?
Ein Retreat bedeutet für mich, bewusst einen Startzeitpunkt zu setzen und bereit zu sein, etwas ändern zu wollen. Es heisst: Rückzug, Auseinandersetzung, konkretes und bewusstes Arbeiten an sich und dem gewählten Thema. Kein Trend oder etwas chilliges und cooles, sondern das Zulassen von Veränderung. Ein Retreat sollte einen wertvollen Impuls geben, der meinen Kunden hilft, ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Mein Rat: Bitte seien Sie es sich Wert, auch in einem Retreat auf die Qualifikationen der durchführenden Trainer oder Coaches zu achten.
Ein Retreat für persönliches Training ist viel mehr als nur ein Ortswechsel oder ein Trainingslager. Es ist eine bewusste Auszeit vom Alltag. Von Verpflichtungen, Alltagsroutinen und dem gewohnten Umfeld. Genau dieser Abstand gibt Raum für echte Veränderung. Ein Retreat kann in einer Berghütte, an einem See, in einem Seminarhaus oder an einem anderen ruhigen Ort stattfinden. Naturnah ist für mich immer die beste Möglichkeit. Entscheidend ist nicht der Luxus, sondern die Atmosphäre. Es sollte Ruhe bieten und die Möglichkeit, sich voll und ganz auf sich selbst zu konzentrieren.
In meinem Ansatz sind drei zentrale Themen im Mittelpunkt eines Retreats: Entspannung, Bewegung bzw. Training und vor allem die jeweilige persönliche Entwicklung. Entspannung heisst dabei nicht nur relaxen und chillen, sondern gezielte und bewusste Regeneration durch z. B. Atem- und Achtsamkeitsübungen, Naturerlebnisse oder bewusste Ruhephasen. Die Trainingssequenzen sind individuell abgestimmt und fordern den Körper auf gesunde und bewusste Weise heraus. Gleichzeitig geht es dabei um mentale Stärke, Selbstreflexion und Klarheit der Ziele.
Ein Retreat verbindet Körper, Geist und Seele in einem ganzheitlichen Konzept. Die Teilnehmer bekommen die Möglichkeit, ihre Gewohnheiten zu hinterfragen, neue Perspektiven zu gewinnen und was für mich am wichtigsten ist, sich selbst bewusster wahrzunehmen. Das alles ohne Ablenkung, Alltag, die Arbeit oder gewohnte soziale Verpflichtungen. Nur so entsteht ein geschützter Raum für die persönliche Entwicklung. Ein Retreat ist somit kein Entkommen von allem, sondern ein bewusster Schritt zu mehr Klarheit, Energie und innerer Balance. Eine Investition in sich selbst, die weit über die jeweiligen Trainingseinheiten hinausgeht.
Ein Fitnessstudio bietet Strukturen, Geräte und auf Wunsch einen Personal Trainer, der wiederum die Sicherheit einer professionellen Betreuung bietet. Dennoch ist das Training im Gym in der Regel eingebettet in unseren Alltag. Und nach dem Training geht es wieder zurück in gewohnte Muster – samt beruflichem Stress, familiären Verpflichtungen und digitalen Ablenkungen. Und genau hier liegt der wichtige Unterschied zu einem Retreat. In einem Retreat wird der Alltag bewusst mal abgekoppelt. So entsteht ein intensiverer Fokus auf das gesetzte Ziel und den persönlichen Entwicklungsprozess.
Im Fitnessstudio trainieren Sie meist ein bis zwei Stunden und kehren danach direkt in den Alltag zurück. Im Retreat hingegen wird der gesamte Tagesablauf auf das Training, die Regeneration und Ihre persönliche Entwicklung ausgerichtet. So wird es ein Ganzes. Schlaf, Ernährung, Bewegung und mentale Arbeit sind miteinander verbunden. Diese Gesamtheit der ganzen Faktoren erhöht die potenzielle Wirkung erheblich.
Ein weiteres Plus ist die persönliche und individuelle Betreuung. In einem Retreat begleite ich meine Teilnehmer. Übungen werden angepasst, Fortschritte direkt besprochen und mentale Blockaden, auch Traumata, thematisiert. Diese sehr tiefe Begleitung ist in einem regulären Studio nicht möglich. Zudem trägt die besondere Umgebung – oft in der Natur – zu Motivation, Kreativität und innerer Ruhe bei.
Es entsteht dabei Abstand vom Gewohnten. Das lässt mehr Offenheit für neue Impulse zu. Veränderungen werden nicht nur angesprochen, sondern bewusst erlebt. Ein Retreat schafft somit die perfekte Basis, um nachhaltige Fortschritte einzuleiten – körperlich und mental.
Durch festgefahrene Routinen entstehen oft Blockaden, Stagnation und mentale Grenzen. Menschen trainieren über Monate oder Jahre nach fast gleichen Mustern und der Körper passt sich an. Die Fortschritte verlangsamen sich deshalb und die Motivation sinkt. Die Folgen sind Selbstzweifel oder negative Glaubenssätze wie "Ich schaffe das nicht" oder "Weiter komme ich sowieso nicht" usw. Genau hier setzt ein Retreat an.
Der bewusste Abstand zur gewohnten Umgebung bietet Platz für neue Perspektiven. Alte Muster werden durchbrochen. Körperlich und mental. Neue Trainingsmethoden und Reize und gezielte Impulse bringen Energie in den Prozess. Der Körper reagiert auf die veränderten Belastungen, und der Klient öffnet sich für neue Möglichkeiten.
Der Retreat gibt mir gezielt Zeit, individuelle Blockaden zu analysieren. Die Ursachen liegen oft nicht nur am Trainingsplan, sondern im Mindset, in der Stressbelastung oder den unklaren Zielen. In Gesprächen, Reflexionsübungen und gezieltem Training werden diese Themen bewusst gemacht und bearbeitet. Der Abstand schafft Klarheit und Teilnehmer gewinnen eine andere Sicht auf ihr bisheriges Training. So entwickeln sie ihre Potenziale.
Weil Fortschritte wieder spürbar werden, steigt die Motivation. Klar definierte Ziele geben Orientierung und mehr Sicherheit. Ein Retreat kann somit wie die Löschen-Taste des Keyboards eines Rechners wirken. Alte Gewohnheiten werden durchbrochen und neue Strategien entwickelt. So werden Sie mit frischer Energie in die nächste Trainingsphase starten.
Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle in einem Trainings-Retreat. Ohne eine gesunde und nachhaltige Küche macht für mich ein Retreat keinen Sinn. Das intensive Training fordert den Körper. Die Muskeln, der Stoffwechsel und das Nervensystem benötigen ausreichend Energie und hochwertige Nährstoffe, um leistungsfähig zu bleiben und sich optimal zu regenerieren. Deshalb ist die Ernährung bewusst ein fundamentaler Bestandteil, der in das Gesamtkonzept integriert ist.
Während des Retreats achte ich auf eine nährstoffreiche, ausgewogene und bedürfnisgerechte Verpflegung. Je nach Trainingsintensität werden Kohlenhydrate, Proteine und gesunde Fette individuell angepasst. Ebenso wichtig sind Mikronährstoffe, ausreichend Flüssigkeit und eine sinnvolle Mahlzeitenstruktur und deren Planung. Mein Ziel ist es nicht, kurzfristige Diäten zu integrieren, sondern ein nachhaltiges Verständnis für gesundes Essen zu vermitteln.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei mir auf der Regeneration. Nach intensiven Trainingseinheiten benötigt der Körper Baustoffe für Muskelreparatur und Energie. Gleichzeitig spielt die Ernährung eine grosse Rolle für die Konzentration, die Schlafqualität und Stimmung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen im Retreat direkt erleben, wie stark sich eine bewusste Ernährung auf die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden auswirkt.
Besonders wichtig ist mir die Alltagstauglichkeit. Neues soll auch nach dem Retreat regelmäßig durchführbar sein. Ich möchte einfache Strategien entwickeln, praktische Tipps und realistische Umsetzungsmöglichkeiten für zuhause. Es soll deutlich aufgezeigt werden, dass gesunde Ernährung nicht kompliziert sein muss. Und Ausreden zählen nicht mehr. Auch kleine Anpassungen können große Wirkung zeigen. Der Retreat soll als Lernfeld dienen. Die Teilnehmer nehmen nicht nur neue Energie mit, sondern auch gezieltes, neues Wissen und umsetzbare Routinen für ihren Alltag.
Der Weg ist das Ziel und ein Retreat ist für mich der beste Weg, mit meinen Klienten gezielt und bewusst die gesteckten Ziele zu erreichen.
Aber Vorsicht: Ein Retreat bietet lediglich Unterstützung und gibt Werkzeuge an die Hand. Es ist kein einmaliges Event für kurzfristige Euphorie, sondern ein gezielter Impuls für langfristige Veränderung. Die Nachhaltigkeit entsteht aber nicht automatisch. Sie hängt davon ab, wie bewusst die erarbeiteten Inhalte in den Alltag integriert und bewusst gelebt werden. Genau hier liegt mein Fokus. Ein Retreat soll auch zu mehr Eigenverantwortung führen.
Während des Aufenthalts, entwickeln wir individuelle Trainings- und Ernährungspläne sowie Strategien zur Entspannung und Stressregulation sowie mehr Schlaf im Alltag. Die Konzepte sind praxisnah gestaltet und auf die Lebensrealität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgestimmt. Ich kann als Personal Trainer nicht mein Idealbild 1:1 auf die Klienten übertragen. Das Ziel soll sein, neue Gewohnheiten aufzubauen, die auch zuhause Bestand haben. Der Weg ist das Ziel und der Retreat zündet den bewussten Start oder Wendepunkt des Weges.
Die gemeinsame und intensive Zeit ermöglicht tiefere Erkenntnisse und stärkere bewusste und emotionale Verankerung. Viele Teilnehmer berichten, dass sie nach dem Retreat strukturierter, motivierter und zielorientierter handeln. Und das Umgehen mit den Misserfolgen fällt auch leider. Wir sind keine Maschinen. Wir machen auch Fehler und der innere Schweinehund macht sich immer wieder mal bemerkbar.
Dauerhafte Nachhaltigkeit entsteht zudem durch Selbstverantwortung. Im Retreat lernen die Teilnehmer, ihre Bedürfnisse besser wahrzunehmen und realistische Ziele zu setzen. Auch eigenständig Entscheidungen zu treffen gehört dazu. Es geht nicht um Abhängigkeit von Betreuung, sondern um die Hilfe durch Selbsthilfe. Für mich ist es immer toll, wenn meine Kunden meine Hilfe nur noch selten oder gar nicht mehr benötigen.
Zum Schluss ist mir wichtig zu sagen: Ein Retreat ist kein kurzfristiger Motivationsschub oder eine trendige Veranstaltung, sondern eine Investition in unser Bewusstsein und unseren Körper. Wer die gewonnenen Erkenntnisse aktiv weiterführt und auch mal ohne Stress die Makel oder Ausrutscher zulässt, kann nachhaltig körperliche Fortschritte, mentale Stärke und mehr Lebensqualität entwickeln. Perfekt werden wir alle nie sein, aber gesünder und bewusster leben ist kein Hexenwerk. Es braucht einfach Offenheit, eine gesunde Disziplin und auch das Zulassen von neuen Wegen. Ein Retreat bietet somit eine große Chance, einen bewussteren Weg zu gehen und die gesteckten Ziele zu erreichen. Am effektivsten geling das mit einem Personal Trainer, der sich auf diese Themen spezialisiert hat.
Mini-Plan: Führen Sie dieses Mini-Retreat 2–3 Mal pro Woche durch. Prüfen Sie nach 2 Wochen Fortschritte und erwägen Sie Beratung durch qualifizierte Coaches oder Anbieter für ein begleitetes Retreat.
Diesen Artikel über „Innerer Wandel“ hat Markus Portmann geschrieben – Personal Trainer aus Zuchwil.
Warum Kunden gerne mit Markus trainieren
Kunden berichten, dass Markus ein effizientes und effektives Training bietet, das an die individuellen Grenzen angepasst ist. Besonders geschätzt wird seine Fähigkeit, Trainingspläne spezifisch auf den ausgeübten Sport sowie saisonale Gegebenheiten anzupassen. Teilnehmer loben Markus offene Art und sein breites sportliches Wissen, was das Training nicht nur zu einem gesundheitlichen Ausgleich macht, sondern auch Spaß bereitet. Ein Chirurg hebt hervor, durch regelmäßiges Training mit ihm eine Bandscheibenoperation vermieden zu haben.
Markus erkundete als Physiotherapeut und Sportler immer wieder seine Grenzen. Ein Unfall wurde zum Wendepunkt und brachte ihn dazu, seine Ambitionen neu einzuordnen. Er erkannte den Wert seines Körpers neu und entwickelte daraus einen Trainingsstil, der Extreme in harmonische Stärke übersetzt. Heute begleitet er als Experte für körperliche und mentale Resilienz Führungskräfte und Menschen ab 40, die ins innere Gleichgewicht kommen wollen. Klar, empathisch – und mit seiner ansteckenden Gelassenheit, die vieles leichter macht.... mehr über den Trainer
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