Was du gleich erfahren wirst:
Welche gesundheitlichen Gefahren gibt es beim Home-Workout?
Im Home-Workout kann die Verletzungsgefahr deutlich erhöht sein. Einer der wichtigsten Gründe hierfür: Es fehlt ein Trainer oder zumindest ein Trainingspartner, der auf mögliche Fehler beim Training hinweisen und korrigierend eingreifen kann. So können Symptome wie zum Beispiel ein sogenanntes Belastungsknie auftreten. Übertreibt man die Herausforderung, kann es auch zu einer Überlastung des Herz-Kreislauf-Systems kommen und im Extremfall sogar ein Kreislaufzusammenbruch die Folge sein.
Auf welche Übungen sollte ich beim Home Workout verzichten?
Ist man sich bei einer Übung unsicher bei der Ausführung, sollte sie erst einmal vom Trainingsplan verschwinden. Erst wenn die korrekte Ausführung geklärt ist und die körperlichen Voraussetzungen gegeben sind, sollte es wieder losgehen mit der entsprechenden Übung.
Auch ist Vorsicht geboten bei allen Übungen, die eine erhöhte Verletzungsgefahr mit sich bringen können und bei denen ich mich in der Ausführung unsicher fühle. Das kann beispielsweise für Übungen gelten, die mit zusätzlichen Gewichten über Kopf oder nur mit einer Hand ausgeführt werden. Auch sollten Anfänger sehr herausfordernde Übungen wie einen Kopf- oder Handstand nicht ohne einen Trainingspartner üben.
Was kann schiefgehen beim Training mit Videos?
Ein typisches Problem beim Training mit Videos ist, dass das Programm meinem Leistungsstand nicht angemessen ist. Es kann zu leicht oder zu schwer sein. In beiden Fällen eine eher entmutigende, frustrierende Erfahrung. Hat man eine Übung nicht ganz richtig verstanden, muss man im Video immer wieder zurück- und vorspulen, was schlichtweg nervig ist und einen schnell aus dem Trainingsfluss bringen kann. Und auch hier gilt: Wer allein trainiert, hat niemanden dabei, der ihn korrigieren könnte.
Was sollte ich beim Training zu Hause vermeiden?
Man sollte sich auf keinen Fall selbst überschätzen. Stattdessen sollte man sein Leistungsniveau realistisch einschätzen und mehr auf die Qualität statt Quantität setzen. Will heißen: besser die Übungen richtig ausführen als den nächsten persönlichen Trainingsrekord anstreben. Als Einstieg in das Home-Workout wäre deshalb eine Leistungsanalyse zu empfehlen, auf deren Basis ein Profi dann einen individuellen Trainingsplan zusammenstellen kann.
Gestalte deine Übungen nicht zu komplex, also mit zu vielen verschiedenen Elementen und nicht zu schwierig hinsichtlich des Trainingsreizes.
Man sollte es auch vermeiden, jeden Tag zu trainieren, denn der Körper braucht zwischen den Trainings Pausen zur Regeneration.
Nr. 1 der größten Fehler beim Home-Workout plus Tipp
Ablenkung zählt neben der Überforderung sicher zu den typischen und häufigsten Problemen beim Home-Workout. Schließlich ist man ja zu Hause, wo häufig der Partner oder sogar Kinder in unmittelbarer Nähe sind. Nimm dir deshalb bewusst die Zeit und Ruhe für dein Training und kündige es auch ganz direkt, am besten mit dem jeweiligen Zeitrahmen an. Danach sind dann wieder der Partner oder Kids dran. Und das Handy sollte für diese Zeit natürlich auf leise gestellt oder, besser noch, im Flugmodus sein.
Nr. 2 der größten Fehler beim Home-Workout plus Tipp
Eine mangelhafte Technik ohne Korrektur ist die Nr. 2 der größten Fehler. Tipp: Such dir im Vorfeld heraus, welche Übungen du ausführen möchtest und mache dir noch einmal bewusst, worauf du dabei besonders achten willst. Du kannst dich auch einfach mal mit dem Handy beim Training filmen und das Video anschließend selbst oder mit einem Profi analysieren. Ansonsten ist auch ein Spiegel beim Training schon eine Hilfe, um Fehler zu erkennen.
Nr. 3 der größten Fehler beim Home-Workout plus Tipp
Beim Training zu Hause wird leider oft auf ein Warm-up und Cool-down verzichtet und sofort mit der Kräftigung begonnen. Ein großer Fehler! Tipp: Betrachte das Warm-up und Cool-down nicht als Zeitverschwendung, denn jeweils zwei bis drei Minuten reichen vollkommen aus. Wer diese Elemente in sein Training einbaut, leitet es optimal ein und sorgt für einen super Abschluss. Der Effekt: Die Leistung ist deutlich verbessert.
Fazit
Ein Home-Workout hat einen unschlagbaren Vorteil: zeitliche Flexibilität. Man kann das Training einfach zwischendurch mal einbauen ohne sich auf den Weg zum Fitnessstudio machen zu müssen. Oft lässt sich der Schweinehund im Home-Workout etwas leichter besiegen. Aber es hat auch seine Tücken: Es fehlen die Kontrolle und Korrektur von Außen. Wer aber ein paar Regeln und Tipps befolgt, kann im Home-Workout eine gute Ergänzung zum Training im Studio oder mit dem Personal Trainer haben.