Was du gleich erfahren wirst:
- Warum ist mir sportliche und gesundheitliche Motivation so wichtig?
- Welchen Bezug habe ich persönlich zu Motivation im Bereich Training?
- Was nehme ich aus dieser Erfahrung als Sportler und Mensch mit?
- Was bringt uns dazu, etwas wirklich anzupacken?
- Welche Tipps helfen mit der Motivation?
- Wie kann die Mindset-Technik Reframing meine Motivation steigern?
- Helfen Trainingspartner bei der Eigenmotivation?
- Wie gehe ich als Sportler mit einer Verletzung um?
- Kann man die Prognosen der Ärzte übertreffen?
- Was hilft außerdem in der sportlichen Rehablilitierung?
- Welche Rolle spielt der eigene Wille bei der Rehabilitation nach Unfällen?
- Fazit
Warum ist mir sportliche und gesundheitliche Motivation so wichtig?
Ich bin Manuel Fuchs, 39 Jahre, leidenschaftlicher Outdoor-Sportler und Personal Trainer. Ursprünglich komme ich vom Leistungssport Tennis. 2003 konnte ich in Saarbrücken am Olympiastützpunkt mein Studium als Diplom-Fitnessökonom abschließen. Schon während dieser Ausbildung war ich vielerorts als Personal Trainer aktiv und habe mehrere Zusatzqualifikationen im Bereich Rehabilitation und Ernährung erworben. Derzeit unterrichte ich am IST Studieninstitut und der IST Hochschule für Management in München und zudem als Lehrer für Physiotherapie. Meine persönliche Leidenschaft gilt insgesamt einem gesunden Lifestyle, zu dem auch die Ernährung gehört. Durch meine Tätigkeit als Trainer war mir schnell klar: Um gesund alt zu werden und die Zeit hier auf Erden wirklich genießen zu können, muss ich in jungen Jahren einen soliden Grundstein dafür setzen.
Welchen Bezug habe ich persönlich zu Motivation im Bereich Training?
Am 23.2.2019 überraschte mich im Ammerwald beim Abstieg von einer Skitour eine Gleitschneelawine und riss mir buchstäblich den Boden unter den Füßen weg. Zwei andere Tourengeher starben, ich überlebte schwer verletzt. Es folgten Operationen an meinen mehrfach gebrochenen Beinen, Monate in Reha, im Rollstuhl, mühsames Laufenlernen und ein schmerzhafter Weg zurück in den Alltag. Für mich gab und gibt es seit dem Unfalltag immer nur eine Richtung: hin zu Gesundheit und wieder optimaler Fitness. Jeden Tag empfinde ich als Geschenk und bin dankbar dafür, was schon alles wieder möglich ist.
Was nehme ich aus dieser Erfahrung als Sportler und Mensch mit?
Seit dem Unfall bin ich nicht nur demütiger und bewusster dem Leben gegenüber eingestellt, sondern ich kann mich sehr gut in Patienten mit körperlichen Einschränkungen einfühlen. Ich möchte anderen Mut machen, sich nicht einem Leiden hinzugeben, sondern alles daranzusetzen, schnellstmöglich wieder auf die Beine zu kommen. Ich möchte sie begleiten, ihr Warum zu finden und Verantwortung für sich und ihre Gesundheit zu übernehmen. Egal, welche Art von Schicksal uns trifft – unser Körper ist ein Wunderwerk der Natur. Alles steht und fällt mit unserer inneren Haltung.
Was bringt uns dazu, etwas wirklich anzupacken?
Für mich war klar, dass ich eine zweite Chance bekommen hatte. Und jetzt wollte ich mein altes Leben, meine Gesundheit, meinen Sport wiederhaben – aber verbunden mit neuen Werten und mehr Bewusstheit für mein Leben. Erst wenn du merkst, dass du nicht unsterblich bist, fängst du an, alles dafür zu tun, dass du dein Leben genießen kannst, und alles daran zu setzen, damit es so bleibt oder wieder so wird. Die alte Weisheit stimmt: Ohne Gesundheit ist alles andere nichts.
Welche Tipps helfen mit der Motivation?
Zuerst muss sich jeder persönlich fragen: Was ist mein Ziel? Was treibt mich an? Was ist mein Warum? Und die Antworten am besten aufschreiben, um sie immer parat zu haben. Gerade zu Beginn ist es leicht, Energie für etwas Neues, Gewünschtes freizusetzen, da die Vorteile deutlich überwiegen. Irgendwann kommen wir an einen Punkt, wo die Nachteile langsam zu überwiegen scheinen. Das ist in der Realität natürlich gar nicht wahr, aber wir überlegen, ob wir unser Vorhaben nicht abwandeln oder aufschieben sollten.
Wie kann die Mindset-Technik Reframing meine Motivation steigern?
Da wir unser neues Vorhaben noch nicht fest in den Alltag integriert haben, brauchen wir eine Strategie, die unser Unterbewusstsein neu programmiert. Und zwar über das sogenannte Reframing: Wir packen alle positiven Konsequenzen unseres Handelns in einen neuen Rahmen. Wir erinnern uns, was am Anfang unser Warum war, und fragen uns, wie es sich anfühlen würde, wenn das Ziel bereits erreicht wäre.
Helfen Trainingspartner bei der Eigenmotivation?
Zu guter Letzt habe ich gemerkt, wie wichtig mein Umfeld für die Motivation ist. Suche dir Gleichgesinnte und verabrede dich zum Training. Suche dir Leute, die sich ebenfalls für eine gesunde Ernährung interessieren. Zu zweit oder in einer Gruppe motiviert man sich gegenseitig und hält deutlich länger durch. An dieser Stelle möchte ich mich bei meiner Freundin Franziska bedanken, die mich unendlich unterstützt hat und mir in den richtigen Momenten immer wieder Kraft gegeben hat.
Wie gehe ich als Sportler mit einer Verletzung um?
Ich glaube, für Sportler ist es besonders schwer, da wir von einem sehr hohen Level an Fitness kommen und nach einem heftigeren Unfall gefühlt ganz unten wieder anfangen müssen. Allerdings konnte ich mich immer auf meine Erfahrung, mein ausgeprägtes Körpergefühl und darauf, dass Training ein selbstverständlicher Teil meines Alltags ist verlassen. In der Reha habe ich viele Patienten schnell hinter mir gelassen. Man musste mich eher bremsen, damit ich nicht zu viel mache. Auch hier gilt: auf den Körper hören und in Absprache mit den Ärzten und Therapeuten die nächsten Steps planen. Eine Reha gibt nur den Startschuss für ein paar Wochen. Aber das Setting über Monate in den Alltag zu integrieren, das ist die Herausforderung. Ich kann nur empfehlen, möglichst interdisziplinär immer wieder für positives Input zu sorgen: ein Osteopath, ein guter Facharzt, ein guter Draht zur Krankenkasse und eine individuell abgestimmte Ernährung, um alle wichtigen Nährstoffe für die Heilung bereitzustellen.



