Was du gleich erfahren wirst:
Woher können Schulterschmerzen allgemein kommen?
Schulterschmerzen gehören zu den häufigsten Gelenkbeschwerden. Da in der Schulter auf engstem Raum viele Muskeln, Bänder, Sehnen, Schleimbeutel und Knochen zusammenarbeiten, können die Beschwerden verschiedene Gründe haben.
Meistens entstehen Schulterschmerzen unterhalb des Knochens, der das Schulterdach bildet (Acromion). Dann werden sie oft Impingement-Syndrom genannt. Andere Ursachen von Schulterschmerzen können zum Beispiel eine Schultersteife oder eine Arthrose sein.
Schmerzen unter dem Schulterdach können innerhalb eines halben Jahres wieder abklingen, aber auch länger andauern. Bis sich die Beschwerden bessern, ist es sinnvoll, belastende Armbewegungen zu vermeiden.
Woher können Schmerzen am Schulterdach kommen?
Der Raum unter dem Schulterdach kann sich durch Knochenwucherungen, Verschleiß oder kalkartige Ablagerungen in der Sehne des Obergrätenmuskels verengen. Weitere Ursachen sind zum Beispiel ein entzündeter Schleimbeutel oder ein hakenförmiges Schulterdach, bei dem der Knochenfortsatz des Schulterblatts stärker nach unten gekrümmt ist als normal. Zudem kann es durch schwache oder zu einseitig belastete Muskeln zu Verkürzungen der Bänder und Sehnen der Gelenkkapsel kommen.
All diese Veränderungen können dazu führen, dass Teile der Schultersehnen und der Schleimbeutel zwischen dem Oberarmkopf und Schulterdach eingeklemmt werden, wenn man den Arm anhebt.
Warum schmerzen Schultern nachts?
Schmerzen unter dem Schulterdach treten häufig an der Außenseite der Schulter auf. Sie machen sich vor allem beim seitlichen Anheben des Arms bemerkbar. Manchmal nehmen die Schmerzen zu, wenn man nachts auf der betroffenen Schulter liegt. Der Schmerz kann einen dann aus dem Schlaf holen.
Kann man mit Schulterschmerzen trainieren?
Bei akuten Schulterschmerzen wird empfohlen,
- die Schulter zu schonen und vor allem keine Arbeiten oder Sportarten auszuüben, bei denen der Arm über Kopf angehoben wird,
- die Schulter zu kühlen,
- die Schmerzen bei Bedarf mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln wie Ibuprofen zu lindern. Sie sollten aber nicht länger als 1 bis 2 Wochen eingesetzt werden. Bei starken Schmerzen kommen auch Kortisonspritzen infrage.
Die Schulter zu schonen, heißt nicht, sie ruhigzustellen – im Gegenteil: Durch eine gezielte Physiotherapie kann die Schulter mithilfe verschiedener Übungen nach und nach wieder beweglich gemacht und gestärkt werden.
Welche Art von Training hilft bei Schulterschmerzen?
Die Schulter sollte zwar geschont werden – dennoch ist es wichtig, sie weiter zu bewegen. Eine Ruhigstellung kann die Muskulatur schwächen und auch dazu führen, dass die Schulter steif wird. Eine einfache Übung zur schonenden Mobilisierung der Schulter ist zum Beispiel:
- sich mit dem schmerzfreien Arm an einem Tisch oder Stuhl festhalten
- den Oberkörper etwas vorbeugen und den anderen Arm herunterhängen lassen
- dann den ganzen Arm sanft kreisen oder hin und her pendeln lassen
Wann ist bei Schmerzen eine Schulter OP nötig?
Eine Operation der Schulter bietet bei Schmerzen unter dem Schulterdach keine großen Erfolgsaussichten. Aussagekräftige Studien haben gezeigt, dass Eingriffe zur Beseitigung einer Enge unter dem Schulterdach meist nicht besser helfen als eine Behandlung, bei der die Studienteilnehmer nur denken, sie würden diesen Eingriff erhalten. Weil jede Operation auch Risiken hat und zu anderen Schulterproblemen führen kann, sollte ein Eingriff immer gründlich bedacht werden.
Was sind die besten bewegungstechnischen Maßnahmen, um Schulterschmerzen zu verringern?
Schulter schrittweise entlasten
Hier finden Sie einfache Maßnahmen, mit denen Sie Ihre Schulter im Alltag sanft bewegen und stärken können. Wichtig: Bleiben Sie im schmerzarmen Bereich und vermeiden Sie ruckartige Überkopfbewegungen.
- Pendelübung: So geht’s: Halten Sie sich mit der gesunden Hand an Tisch oder Stuhl fest, beugen Sie den Oberkörper leicht vor und lassen Sie den betroffenen Arm locker hängen. Schwingen Sie ihn klein und sanft vor und zurück. Das lockert die Schulter und kann Steifheit vorbeugen. Wenn nötig, bewegen Sie nur wenige Sekunden.
- Schulterblatt zusammenziehen: So geht’s: Sitzen oder stehen Sie aufrecht, ziehen Sie beide Schulterblätter langsam nach hinten unten und lösen Sie wieder. Das stärkt die Haltung und entlastet die Schulter. Achten Sie darauf, nicht ins Hohlkreuz zu fallen.
- Wandabstand halten: So geht’s: Stellen Sie sich mit dem Rücken an eine Wand, Ellbogen locker am Körper, und heben Sie die Arme nur so weit, wie es angenehm ist. Das verbessert die Beweglichkeit. Stoppen Sie bei stechendem Schmerz.
- Seitlage vermeiden: So geht’s: Schlafen Sie möglichst nicht auf der schmerzenden Schulter und legen Sie ein Kissen unter den Arm. Das kann nächtliche Schmerzen reduzieren. Testen Sie verschiedene Lagerungen.
Anwendungstipp: Probieren Sie diese Übungen 2–3 Mal pro Woche für wenige Minuten. Wenn die Schmerzen stark sind oder länger anhalten, lassen Sie die Schulter ärztlich abklären.
Erstellt mit Unterstützung von KI aus dem Inhalt des Beitrags. Unsere Tipps ersetzen keine persönliche Beratung. Umsetzung auf eigene Verantwortung.