Meine bevorzugten Sportarten sind aktiv neben dem Yoga auf jeden Fall Grappling und Surfen. Beides erfüllt mich mit großer Freude und Begeisterung, und jedes Training zeigt mir, welch großen Nutzen mir die körperliche Bewegung bringt, wie viel Spaß sie bringen kann und wie viel Potenzial ich noch habe, über mich hinauszuwachsen.
Passiv schaue ich ebenfalls vorwiegend Grappling-Events, sowie gelegentlich MMA und Surf-Wettkämpfe.
Ein Leben ohne Sport kann ich mir absolut nicht vorstellen. Es sind nicht nur die körperlichen Veränderungen und Benefits, die der Sport mit sich bringt, sondern auch die mentale Stärke, die innere Ruhe nach jedem Training und der Ausgleich zum Alltag, der mich immer wieder aufs Neue überzeugt. Die Menschen, mit denen ich den Sport gemeinsam zelebriere, machen ebenso einen wichtigen Teil des Trainings, aber auch meines Lebens aus, und ich liebe die Herausforderung an mich selbst, jeden Tag etwas besser zu werden – auf und neben der Matte.
Trainierst du in deiner Freizeit?
Ich trainiere jeden Tag, und eine direkte Grenze ziehe ich oft gar nicht. Neben meinen Yogakursen, die ich mehrmals pro Woche unterrichte, verfolge und vertiefe ich täglich meine eigene Yogapraxis – um meinen Schülern und Kunden noch effektiveren, besseren und gezielteren Unterricht bieten zu können, aber auch, um mich selbst jeden Tag neu zu fordern und fitter zu werden –, trainiere ein- bis zweimal täglich Grappling und ergänze das Ganze noch mit etwas Kraft- und Ausdauertraining, um jeden Bereich gut abzudecken. Im Prinzip besteht ein großer Teil meines Tages aus Sport, entweder aktiv oder passiv, und es ist aus meinem Leben absolut nicht wegzudenken.
Welches sind deine Lieblingsübungen?
Im Yoga sind meine Lieblingsübungen der Halbmond, das Dreieck und alle Umkehrhaltungen, an denen ich mich sehr gerne probiere und neu herausfordere – es macht so viel Spaß, über Kopf zu sein. :)
Was motiviert dich bei dieser beruflichen Aufgabe?
Meine Motivation für meine Arbeit als Personal Trainer und Yogalehrerin sind die lieben Menschen, die jeden Tag zu mir kommen mit Verspannungen, Kraftlosigkeit und fehlender Begeisterung für eine Sportart, und dann entspannt, fit und voller Freude meine Yogastunde wieder verlassen. Ich liebe die Arbeit mit Menschen, mit dem menschlichen Körper und mit ganz vielen verschiedenen Typen, die mich immer wieder vor Herausforderungen stellen und auf deren Bedürfnisse ich ganz individuell eingehen kann, wobei ich jedes Mal etwas dazulerne.
Gab es für dich mal einen beruflichen Plan B? Was wärest du statt Personal Trainer geworden?
Ich habe sehr lange als Lektorin und Übersetzerin gearbeitet, bzw. tue es jetzt immer noch, wenn auch eher sporadisch wenige Stunde pro Woche. Dieser Bereich ist ganz anders, doch auch das Sprachliche daran mag ich sehr. Nur würde mir die viele Bewegung bei einem reinen Bürojob inzwischen zu sehr fehlen, daher ist es für mich perfekt so, wie es ist.
Was kann mit einem guten Personal Trainer leichter erreicht werden als allein im Gym oder in einer Gruppe?
Zunächst ist da einmal der Zeitfaktor. Wer fest im Berufsleben steht oder eine Familie zu versorgen hat, wer seinen Tag gut durchplanen muss, um alles unter einen Hut zu bekommen, der weiß, wie wichtig ein gutes Zeitmanagement und Effizienz sind. 1:1-Sessions sind effektiv und bringen in kurzer Zeit sicht- und fühlbare, gute Ergebnisse.
Denn die Zeit, die wir uns selbst schenken, um fit zu werden, dem Körper etwas Gutes zu tun und unsere Gesundheit zu unterstützen, ist kostbar und ein großartiges Geschenk an uns selbst.
Ein weiterer, sehr großer Benefit ist die Individualität: in der Gruppe geht man vielleicht schneller unter und die Bedürfnisse werden nicht immer optimal angesprochen; im Personal Training legen wir genau die Ziele fest, die Herangehensweise an diese und schauen, wie wir das Training exakt an das anpassen können, was jede und jeder Einzelne mitbringt an Voraussetzungen, Wünschen und Möglichkeiten. Passgenau zugeschnitten ist das Training so besonders effektiv und effizient, und Erfolge können schneller erreicht werden.
Hast du ein Vorbild? Gibt es jemanden, den du bewunderst?
Ich bewundere Bethany Hamilton. Sie ist Surferin und wurde als Teenagerin beim Surfen von einem Hai angegriffen, wodurch sie einen Arm verlor. Sie hat sich innerhalb kurzer Zeit zurückgekämpft und gezeigt, dass sie durch dieses Ereignis nicht nur mental viel stärker geworden ist, sondern auch mit nur einem Arm sowohl in Big Waves surfen als auch an großen Wettkämpfe teilnehmen kann – kurz, sich also absolut nicht davon abbringen lässt, ihren Traum weiterzuleben und alles dafür zu tun, wie schwer und herausfordernd es auch sein mag. Sie ist eine wahre Kämpfernatur und lässt sich nicht kleinkriegen, eine echte Inspiration für mich.
Wie sieht für dich ein perfekter Sonntag aus?
Gemütlich aufstehen, etwas Yoga und Meditation, gemeinsames Frühstück, gutes Training, leckeres, selbstgekochtes Abendessen. :)
Was tust du für deine Entspannung und Regeneration?
Natürlich auch Yoga! Ansonsten gehe ich auch sehr gerne in die Sauna oder ins Kältebad, ins Schwimmbad oder relaxe irgendwo am Wasser.
Für die mentale Entspannung meditiere ich oder mache Atemübungen.
Manche Menschen glauben, sie seien einfach nicht sportlich. Was rätst du diesen Kunden?
Weiter ausprobiere, bis sie eine Sportart gefunden haben, die ihnen gefällt und ihnen Spaß macht. Sich motivierende Trainer oder/und Trainingspartner suchen. Nicht aufgeben und selber immer wieder daran erinnern, warum Sport so wichtig ist und welche Ziele sie erreichen möchten.
Erfolg findet zu einem großen Teil im Kopf statt – welche mentalen Techniken setzt du ein oder empfiehlst du?
Auf jeden Fall Meditation! Damit kann man so viel mehr erreichen, als man für möglich hält.
Ganz gleich ob als Tool für mentale Entspannung und innere Ruhe, als Ausgleich zum Stress im Alltag, als Hilfsmittel, um mit herausfordernden oder emotional geladenen Situationen besser umzugehen, oder als Fokus für die Aktivierung der inneren Stärke und Disziplin, Meditation kann in so vielen Lagen helfen und ist eine super Ergänzung zum körperlichen Training.
Was hältst du von vegetarischer oder gar veganer Ernährung?
Ich ernähre mich vegan, achte dabei auf einen guten Nährstoffhaushalt und habe keine Mangelerscheinungen durch diese Form der Ernährung.
Verena, danke dir für das Interview. Wir von PersonalFitness wünschen dir weiterhin ganz viel Erfolg!