Was Du gleich erfahren wirst:
- Was ist Muskelkater?
- Wann entsteht Muskelkater?
- Wie lange dauert ein Muskelkater?
- Was hilft gegen Muskelkater?
- Ist Muskelkater gefährlich?
- Kann man trotz Muskelkater weiter trainieren?
- Muss man mit Muskelkater anders trainieren als sonst?
- Ist es gefährlich trotz Muskelkater Sport zu treiben?
- Ab wann sollte man mit Muskelkater zum Arzt gehen?
- Hilft Magnesium gegen Muskelkater?
- Fazit
"Erst wenn du Muskelkater hast, hast Du richtig trainiert", diesen Spruch haben die meisten von uns schon als Jugendliche gehört. Nach dem Motto: "Nur was weh tut, tut auch gut!" Was steckt eigentlich dahinter? Und ist jetzt eine Zwangspause nötig?
Was ist Muskelkater?
Zunächst einmal: Muskelkater ist meist völlig harmlos. Als Muskelkater bezeichnet man einen Schmerz nach einer starken Belastung der Muskeln. Der Muskel hat dann feine Risse bekommen. So kann nach und nach Wasser eindringen. Auf diese Weise schwillt er an und dehnt sich: Und schon ist der typische Schmerz des Muskelkaters da.
Wann entsteht Muskelkater?
Muskelkater entsteht durch Überbeanspruchung. Zum Beispiel, wenn wir ungewohnte sportliche Bewegungen ausführen oder unser Training zu schnell steigern. Natürlich muss der Muskelkater nicht immer mit Sport in Verbindung stehen. Hast Du schon mal einen Umzug mit gefühlten 100 Kisten gemacht oder nach einigen Monaten wieder ein halbes dutzend Fenster geputzt? Eben.
Wie lange dauert ein Muskelkater?
Meist kommen die Schmerzen schon am ersten Tag oder wenige Tage nach dem Sport. Der Schmerz ist übrigens ein Zeichen dafür, dass die feinen Muskelrisse am Heilen sind. Die Schmerzen nehmen nach den ersten beiden Tagen in der Regel schon wieder ab. Nach einer Woche bis zehn Tagen sollte es sich dann aber auch erledigt haben mit dem Muskelkater.
Was hilft gegen Muskelkater?
Wenn der Schmerz erst einmal da ist, heißt es vor allem: schön locker bleiben! Also, starke Belastungen der betroffenen Muskeln sollten Sie ein paar Tage vermeiden. Wer mehrfach die Woche trainiert, dem fällt gerade das häufig nicht leicht. Aber da musst Du jetzt durch. Eine kurze Trainingspause macht jetzt also Sinn. Selbst Massagen helfen nicht, sie können die geschundene Muskulatur zusätzlich reizen.
Einige weitere Tipps gegen Muskelkater:
- Medikamente braucht man bei einem Muskelkater meist nicht. Entzündungshemmende Mittel sollten nur zum Einsatz kommen, wenn die Schmerzen wirklich stark sind.
- Sportsalben fördern unter anderem die Durchblutung und regen so die Reparaturprozesse des Körpers an.
- Ätherische Öle können ebenso helfen, Beispiel: Arnika.
- Mach nach dem Sport im Gym einige Saunagänge oder nimm zuhause in der Badewanne ein entspannendes Bad. Denn: Wärme hilft gegen Muskelkater.
- Kalte Duschen oder Wechselduschen können die Schmerzen lindern. Sogar ein Bad im kalten Wasser oder sogar in Eiswasser wirkt. Weshalb? "Weil der Muskel dadurch nachweislich schneller regeneriert", erklärt der Physiotherapeut der Fußballnationalmannschaft, Klaus Eder.
- Lässt sich der Muskelkater mit Ernährung bekämpfen? Das nicht, aber Du kannst ihm mit einer kohlenhydrat- und eiweißreichen Ernährung vorbeugen. Denn: Kohlenhydrate und Eiweiß unterstützen die Regeneration der Muskulatur.
- Trink viel, wenn Du Muskelkater hast, möglichst elektrolythaltige Getränke, also Natrium- und Kaliumhaltiges.
Wer nach einer Trainingspause vorsichtig wieder einsteigt, kann vom Muskelkater sogar profitieren. Denn die Muskeln haben dabei etwas gelernt: "Wenn sie nach etwa zehn Tagen wieder dem gleichen Reiz ausgesetzt werden, tritt der Muskelkater schon nicht mehr so doll in Erscheinung. Beim dritten Reiz ist der Körper in der Regel der Belastung angepasst. Man spürt keinen Reiz mehr, da der betroffene Muskel sich auf einem ganz anderen Niveau befindet als vor dem Reiz", erklärt der Sportwissenschaftler und -Therapeut Andreas Klose im "Zeit Online"-Interview.
Der beste Schutz gegen Muskelkater sei deshalb Muskelkater, so Andreas Klose. Es stimmt also durchaus, dass Sport mal ein bisschen weh tun darf.
Ist Muskelkater gefährlich?
Muskelkater ist nichts Schlimmes. Sollte er nach einer Woche bis zehn Tagen nicht weg sein, sollten Sie aber einen Arzt aufsuchen.
Kann man trotz Muskelkater weiter trainieren?
Für starke Belastungen heißt es bei Muskelkater erst einmal: stopp! Schließlich liegt eine Verletzung vor, eine kleine zwar nur, aber immerhin. Die Muskelfasern müssen erst einmal wieder von körpereigenen Prozessen repariert werden. Ihr Standard-Programm solltest Du jetzt also nicht durchführen. Und für Leistungssteigerungen ist es erst recht nicht die richtige Zeit. Mit einem kaputten Auto würdest Du ja auch nicht unbedingt über die Alpen fahren.



