Alles über die Vermeidung von Sportverletzungen

Freizeitsport Alles über die Vermeidung von Sportverletzungen

Es passiert immer wieder: kleine schmerzhafte Unfälle beim Sport. Dies geschieht vor allem, wenn man sich zu sehr beim Sport verausgabt und seinen aktuellen Trainingszustand unterschätzt. Hier die besten Tipps gegen Sportverletzungen.

Was du gleich erfahren wirst:

Was sind die häufigsten Sportverletzungen?

Grundsätzlich müssten wir bei Verletzungen noch zwischen Sportarten und den jeweiligen Strukturen unterscheiden (Knochen, Sehnen, Bänder, Muskelgewebe). Die Klassiker der typischen Sportverletzungen sind aber sicherlich Verletzungen der Muskulatur (Muskelfaserrisse), des Bandapparats (Außenband-/Kreuzbandriss), Prellungen und Knochenbrüche. In Ballsportarten (z.B. Basketball) wäre unter anderem der Außenbandriss als sehr häufige Sportverletzung zu erwähnen. Noch mehr Infos über die großen Risikofaktoren beim Freizeitsport gibt es hier. 

Unterscheidet sich die Zahl und Häufigkeit von Sportverletzungen im Freizeit- und Profisportbereich?

Ein schnelles Überfliegen der ersten wissenschaftlichen Artikel besagt, dass im Freizeit- und Profisportbereich kein nennenswerter Unterschied festzustellen ist. Einer besseren körperlichen Verfassung (Profis) bei der sportlichen Betätigung stehen viel höhere Intensitäten gegenüber. In der Regeneration jedoch gibt es deutliche Unterschiede. Aufgrund der besseren körperlichen Verfassung und professioneller medizinischer Betreuung erholen sich Profisportler deutlich schneller von Verletzungen als Freizeitsportler.

Was sind die größten Risikofaktoren im Freizeitsport?

  • Ein unzureichendes Warmup bereitet den Körper mangelhaft auf die anstehende Belastung vor
  • Überbelastung bzw. das Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit ist ein weiteres Problem und sorgt für Konzentrationsmangel, Überlastung und ermüdungsbedingte Verletzungen
  • Mangelhafte Regeneration, sei es das „drüber trainieren“ bei einem Muskelkater oder das viel zu frühe Wiedereinsteigen nach einer Verletzung

Inwiefern beeinflusst das Alter das Risiko, sich zu verletzen?

Das Alter spielt eine entscheidende Rolle, da viele Strukturen im Körper nicht mehr dieselbe Funktionalität und Leistungsfähigkeit haben. Sei es der Knochen, Stabilisationsfähigkeit der Bänder oder z.B. die Dämpfungsfähigkeit der Bandscheiben.

Verlängerte Regenerationszeiten, die oft nicht eingehalten werden, sind eine zusätzliche Belastung für den Körper. Dementsprechend kann man ableiten, dass Regeneration und Belastungssteuerung im Alter von großer Relevanz ist.

Inwiefern beeinflusst der Fitnessstatus das Risiko, sich zu verletzen?

Kleinere Ungenauigkeiten, wie z.B. ein nicht perfekt getroffener Ball beim Tennis oder ein leichtes Umknicken beim Joggen, können in der Regel durch z.B. stärkere Bandstrukturen und eine leistungsfähigere Muskulatur ausgeglichen werden.

Gleichzeitig betreiben fittere Personen ihren Sport auch mit einer höheren Intensität. Das kann unter Umständen das Verletzungsrisiko erhöhen. Allerdings sollte man hier berücksichtigen, dass Intensität immer relativ zum jeweiligen Status des Trainierenden ist.

Mit zunehmendem Trainings“alter“ könnte man ins Feld führen, dass eine ausgereiftere Technik und das bessere Körpergefühl bzgl. Belastung und Erholung das Verletzungsrisiko reduziert.

Inwiefern beeinflusst der Lebensstil das Risiko, sich zu verletzen?

Der Lebensstil kann das Verletzungsrisiko enorm minimieren. Hier ein paar einflussreiche Stichpunkte, die meiner Meinung nach unter den Aspekt „Lebensstil“ fallen: Schlafdauer, Trinkmenge, Ernährung, Alkohol, Rauchen. Diese Liste könnte man noch viel weiterführen, würde hier allerdings den Rahmen sprengen.

5 Tipps, um als Freizeitsportler unabhängig vom Equipment Sportverletzungen zu vermeiden

Strikt vermeiden ist schwierig, aber es gibt viele kleine Tipps, mit denen man das Verletzungsrisiko mindern kann:

  1. Hör auf deinen Körper
  2. Versuche nur dann Sport zu treiben, wenn du dich 100% fit fühlst
  3. Ausreichend schlafen, genug trinken (vor allem im Sommer), ausgewogen ernähren
  4. Kenne deine Limits aber sei dir auch bewusst, dass du trainierst um deine Limits zu verschieben
  5. Wärme dich vernünftig auf (passend zur Intensität der jeweiligen Sporteinheit)
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