Was du gleich erfahren wirst:
Was hat Entspannung mit Gewichtsreduktion zu tun?
Ein Blick zurück in die Urzeit der menschlichen Entwicklung erklärt, weshalb Stress, Entspannung und Gewicht miteinander in Verbindung stehen. Unser urzeitliches physiologisches Prinzip ist so angelegt, dass bei Stress unser Sympathikus reagiert: Dieser Teil des vegetativen Nervensystems ist leistungssteigernd, verbraucht viel Energie und versetzt den Organismus bei Gefahr automatisch in Flucht- und Kampfbereitschaft. Es werden die Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol ausgeschüttet, die ein schnelles Reagieren mit viel Energie ermöglichen.
Das ist heute in unserer leistungsorientierten Gesellschaft immer noch so. Bei Stress wird automatisch die körperliche Stressantwort aktiviert. Nur, dass wir nicht mehr wie früher fliehen müssen, sondern meist vor dem Rechner im Büro oder Home-Office sitzen.
Bleiben wir nun in diesem Dauerstress ohne den Gegenspieler des Sympathikus, also den Parasympathikus, ausgleichend und beruhigend zum Zug kommen zu lassen, bringt uns dies in ein dauerhaftes ungesundes Ungleichgewicht. Stress führt zu einem dauerhaft erhöhten Cortisolspiegel – und der wiederum begünstigt eine Gewichtszunahme. Der Grund: Die chronisch verstärkte Cortisolproduktion lässt den Körper ständig die eigenen Fettdepots aufbauen. Stress kann also im wahrsten Sinne des Wortes dick machen.
Es ist also notwendig, mit Entspannungstechniken eine Balance zu schaffen, um wieder körpereigene Reserven aufzubauen, diverse Stoffwechselvorgänge anzukurbeln und zu regenerieren.
Weshalb ist die Regulation von Cortison für das Abnehmen wichtig?
Bei einer permanenten Aktivierung des Sympathikus, also dem aktivierenden Teil des vegetativen Nervensystems, wird immer zu viel an Cortisol ausgeschüttet. Die chronisch erhöhte Cortisolkonzentration führt zu einer verminderten Aufnahme von Zucker im Blut und in das Gewebe, so dass es zu einer dauerhaften Blutzuckererhöhung bis hin zu einem Diabetes mellitus kommen kann, sowie diverser weiterer stressbedingter Gesundheitsstörungen.
Um den Cortisolspiegel zu senken, empfiehlt sich ein moderates Ausdauertraining. Stark leistungsorientierten Menschen kann es aber sehr schwerfallen, auf diese Weise ihren Blutzuckerspiegel zu senken sowie Bluthochdruck und Übergewicht in den Griff zu bekommen. Dasselbe gilt für regelmäßige Entspannungsphasen, um einen stetig hohen Cortisolspiegel generell zu vermeiden.
Welche Gesundheitsstörungen können typischerweise stressbedingt sein?
Es können tatsächlich unzählige Erkrankungen mit Stress in Verbindung stehen. Um nur einige zu nennen:
- Bluthochdruck
- Hörsturz
- Schlafstörungen
- Blutfetterhöhung
- Erschöpfung (Burn-Out, Depressionen, Leistungsverlust)
- Herzinfarkt
- Übergewicht
Bei vielen dieser Erkrankungen kann mit Sport, Ernährung und regelmäßiger Entspannung positiv gegengesteuert werden – und das gilt eben auch bei Übergewicht.
Was hat guter Schlaf mit Gewichtsreduktion zu tun?
Im Schlaf kann sich unser Immun- und Hormonsystem regenerieren. Wenn aber vor lauter Stress des zurückliegenden Tages nur schwer in den Schlaf gefunden wird oder das Durschlafen nicht gelingen will, können Entspannungsübungen hilfreich sein.
Grundsätzlich und von Natur aus möchte der Körper durchschlafen. Wenn wir schlafen, schüttet er das Hormon Leptin aus und Gherlin wird unterdrückt. Leptin reguliert das Sättigungsgefühl. Liegt aber genau hier eine Störung aufgrund von Schlafproblemen vor, kann der hormonelle Gegenspieler aktiv werden und Hungergefühle verursachen.
Für die meisten Menschen sind sieben bis neun Stunden erholsamen Schlafs mit guter Qualität wichtig – auch, um ein gesundes Gewicht zu halten.
Welche systematischen Entspannungsformen gibt es?
Es wird grundsätzlich unter drei systematischen Entspannungsformen unterschieden: