Der schönste Lohn für einen Personal Trainer ist es, an der Entwicklung der Klienten maßgeblich mitbeteiligt zu sein. Die gesundheitlichen Fortschritte, verbesserte körperliche Fitness, mehr mentale Ausgeglichenheit und Zufriedenheit, einfach ein „mehr“ an ganzheitlichem Wohlbefinden geben zu können – das ist für mich die größte Motivation.
Es ist die Mischung aus allen Trainings-Elementen wie Beweglichkeit, Kraft, Koordination und Ausdauer. „Persönliches“ Training ist immer vollkommen individuell ausgerichtet, auf die eine Person und ihre derzeitige Verfassung mit allen Stärken und Schwächen. Also die Menschen dort abzuholen, wo sie sich momentan befinden. Ein Beispiel: Wenn der Klient heute sehr müde und abgeschlagen ist, mobilisieren wir mehr und gestalten das Training ruhiger, aber immer noch gewinnbringend und effektiv für ihn. Ich verstehe unter einem guten Personal Training auch mehr als professionell angeleitete körperliche Bewegung. Ebenso wichtig sind Impulse in den Bereichen Ernährung, Regeneration und Reflexion. Nur so können wir ganzheitlich gute Erfolge erzielen.
Was tust du für deine Entspannung und Regeneration?
Laufen…! Spaß beiseite, auch wenn mich ein moderates Lauftraining oftmals mehr entspannt als ein Abend auf dem Sofa: Ich liebe Spaziergänge oder Wanderungen in der Natur, Sauna, lesen und Zeit mit meiner Familie. Regelmäßiger und ausreichender Schlaf und eine ausgewogene Ernährung spielt für meine Erholung eine große Rolle. Auch Dehnungsübungen oder der Einsatz von Faszientools / Hypervolt helfen nicht nur meinen Klienten, sondern auch mir. Und ich genieße gerne ein gutes Essen, dazu darf es hin und wieder auch mal ein guter Wein oder dunkle Schokolade sein…
Welcher war dein größter Erfolg beim Training mit Kunden?
Am schönsten sind immer wieder die kleinen Erfolgsmomente, wenn Kunden und ich wahrnehmen dass das Energiefass viel voller ist als vor der Einheit, wenn sie mit einem ganz anderen Gesichtsausdruck und Wohlbefinden das Studio verlassen als sie es betreten haben. Oder wenn meine Klienten stolz ihre eigenen Fortschritte und Erfolge erkennen, und plötzlich selbst motiviert sind, weiter darauf aufzubauen.
Welche Rolle spielt Ernährung bei deinem Training?
Je nach Zielsetzung des Klienten eine mehr oder weniger große Rolle: Steht die Gewichtsabnahme im Vordergrund, wird uns das nur gelingen, wenn wir dem Bereich Ernährung viel Beachtung schenken. Vom Führen eines Ernährungsprotokolls über die Diagnostik und Auswertung verschiedener Blutparameter bis hin zum gezielten Ernährungscoaching setze ich viele Methoden ein. Der erste Schritt ist immer ein Bewusstmachen der bisherigen Gewohnheiten. Daraus leiten sich meist schon schnell umsetzbare Veränderungen ab, die dann in kleinen Schritten realisiert werden.
Welche digitalen Helfer (Apps, Online-Coaching, Wearables) setzt du im Training ein?
Sowohl beim Check-Up als auch in der Trainingsbegleitung nutze ich verschiedene digitale Helfer, z.B. um die Herzvariabilität und damit das Stresslevel zu messen oder die Ausdauerleistungsfähigkeit mittels Atemgasanalyse zu bestimmen. Live-Onlinetrainings sind inzwischen fester Bestandteil meines Repertoires, als Einzelstunde z.B. während Geschäfts- oder Urlaubsreisen oder hoch motivierend in Kleingruppen oder als kurze 30-Minuten-Einheiten. Ganz wichtig ist es mir, meine Klienten mit ihrem Training nicht alleine zu lassen. In Live-Videomeetings kann ich motivierend und korrigierend an ihrer Seite sein. Damit wird das eigenständige Training mithilfe unserer App „medo.coach“ gut umsetzbar. Außerdem gibt es sehr gute Apps, um z.B. den Schlaf oder die Ernährung zu tracken. Unter dem Strich bin ich überzeugt, dass digitale Helfer die persönliche Betreuung des Trainers sehr gut unterstützen, aber niemals ersetzen können.
Wie gehst du im Training mit Stress, Erschöpfung und Regeneration um?
Eine ebenso wichtige wie das Training an sich. Am Ende jeder Trainingseinheit läuten wir bereits den Regenerationsprozess ein, zum Beispiel über muskuläre Entspannungstools oder Atemübungen. Was zudem viele nicht wissen: Die Anpassungsreaktion des Körpers auf einen Trainingsreiz findet nicht während des Trainings statt, sondern in der Phase der Regeneration zwischen den Einheiten! Umso wichtiger ist es, für sich passenden Strategien zur Entspannung und Erholung zu finden. Ich kenne das aus eigener Erfahrung und unterstütze meine Klienten dabei, ihre individuellen Lösungen im Alltag zu integrieren und umzusetzen. Beim Begriff Burnout bin ich vorsichtig, denn hier muss Training und Therapie ganz klar voneinander abgegrenzt werden. Ich kann nur auf Symptome achten und bei Bedarf auf psychologische Betreuung verweisen, d.h. ich bin als Trainerin rein präventiv tätig und nicht therapeutisch.
Was sind deine wichtigsten Erkenntnisse der letzten Jahre?
Es ist nie zu spät für eine Veränderung – und die beginnt immer bei mir selbst. Der wichtigste erste Schritt ist die Bewusstheit: Wer bin ich, wo stehe ich gerade – und wo möchte ich hin? Idealerweise leite ich eine Veränderung ein, bevor der Leidensdruck zu groß wird.
Was für Ziele haben deine Kunden typischerweise?
Für gewöhnlich einfach nur (wieder) fitter zu werden, ein paar Kilos zu verlieren und sich insgesamt wohler und energiegeladener zu fühlen. Es ist mit meine Aufgabe als Trainerin, diese Vision zu konkretisieren und gemeinsam mit den Klienten motivierende Zwischenziele zu finden. Von alleine würden die meisten (fast) nicht in Bewegung kommen, gemeinsam entdecken wir oft ungeahnte Potenziale in jedem Einzelnen.
Welche Tipps gibst du Kunden, damit gesunde Ernährung im Alltag dauerhaft funktioniert?
Das wichtigste aus meiner Sicht ist, dass gesunde Ernährung ohne große Disziplin-Anstrengung funktionieren muss. Strenge Dogmen, strikte Verbote oder langfristiger Verzicht klappt auf Dauer nicht. Vor allem es gibt nicht „die eine richtige Ernährungsweise“. Jeder ist individuell veranlagt und braucht für sich passende Strategien und Gewohnheiten, die sich gut anfühlen, nur dann geht der Plan von innen heraus motiviert auf. Auf grundlegende Maßnahmen wie Mahlzeiten zählen und Essenspausen einlegen, den Eiweißanteil erhöhen und möglichst Kohlenhydrate reduzieren und eine pflanzenbasierte Kost als Hauptbestandteil der Ernährung wählen, gehen wir im Ernährungscoaching Schritt für Schritt ein. Ein kleiner Tipp für alle leitet sich aus der 80/20-Regel ab: Wenn 80% der Mahlzeiten gesund gestaltet werden, machen die restlichen 20% „kleine Sünden zum Genuss“ nicht viel aus.
Alexandra, danke dir für das Interview. Wir von PersonalFitness wünschen dir weiterhin ganz viel Erfolg!
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