Ganz klar: nein! Mir würde einiges fehlen – von den gesundheitlichen Folgen ganz zu schweigen.
Aktuell probiere ich mich in sportlichen Wettkämpfen aus. Ganz oben auf meiner Liste stehen Hyrox, Deadly Dozen und Spartan Races.
Ich finde es außerdem gut, dass die Menschen wieder mehr rauskommen. Sei es für den Firmenlauf, einen Mammutmarsch oder eines der zahlreichen sportlichen Events hier in Leipzig.
Gibt es für dich eine Sportart, die die Welt nicht braucht?
Ich denke, jede Sportart hat ihre Daseinsberechtigung. Die wichtigere Frage ist vielmehr: Ab wann ist eine Sportart zu gefährlich, um sie zu rechtfertigen? Meiner Meinung nach gibt es da schon ein paar, bei denen mir persönlich das Verletzungsrisiko einfach zu hoch wäre.
Wie motiviert sich ein Personal Trainer selbst?
Das Training mit meinen Kunden motiviert mich ungemein. Vor allem, wenn wir gemeinsam Erfolge feiern. Das motiviert mich dann direkt wieder, auch meine eigenen Ziele zu erreichen.
Ergänzend dazu liebe ich es, mich mit anderen Sportlern und/oder Trainern auszutauschen. Danach bin ich auch immer extrem motiviert.
Trainierst du in deiner Freizeit?
Definitiv. In den Wintermonaten trainiere ich hauptsächlich im Fitnessstudio. Da absolviere ich drei bis vier Einheiten pro Woche. Im Sommer verlagert sich der Fokus nach draußen. Dann bin ich ein- bis zweimal im Gym und mache dafür viel Cardio, also Radfahren, Joggen und Schwimmen.
Ab und zu spiele ich auch spontan mit Freunden Fußball, Tischtennis im Park oder bin digital im E-Sports unterwegs.
Welches sind deine Lieblingsübungen?
Ich mag Bankdrücken sehr. Ansonsten alles, was mit dem eigenen Körpergewicht trainiert werden kann, wie zum Beispiel Klimmzüge, verschiedene Liegestütz-Varianten oder Burpees.
Weshalb bist du Personal Trainer geworden?
Ich möchte Menschen helfen, einen Mehrwert für die Gesellschaft bieten, selbstständig und eigenverantwortlich arbeiten und Abwechslung im Arbeitsalltag haben. Außerdem liebe ich Sport, mehr muss man, glaube ich, nicht sagen.
Was motiviert dich bei dieser beruflichen Aufgabe?
Ich liebe es, verschiedene Persönlichkeiten kennenzulernen und mit ihnen gemeinsam auf ihre Ziele hinzuarbeiten. Ich lerne gerne immer wieder etwas Neues und mag auch die Organisation drum herum. Dazu gehört, wie ich die Trainings lege, wie ich gute Pläne schreibe und wie ich mich und meine Arbeit organisiere.
Was macht dir an deinem Beruf am meisten Freude?
Das Lächeln im Gesicht meiner Kunden, wenn sie nach einem schlechten Tag eine gute Trainingseinheit mit mir hatten und wieder lachen können.
Welches sind die schwierigsten Momente deiner Arbeit?
Auf jeden Fall die Büroarbeit und das Zeitmanagement.
Gab es für dich mal einen beruflichen Plan B? Was wärest du statt Personal Trainer geworden?
In meiner beruflichen Laufbahn habe ich schon vieles ausprobiert. Mit meinem Bachelor of Arts in Game Design hätte ich auf jeden Fall einen Plan B im kreativen Bereich. Vielleicht wieder in der Games-Branche oder als Grafikdesigner. In der Vergangenheit hat sich für mich jedoch gezeigt, dass Büroarbeit nichts für mich ist. Vielleicht sollte ich also etwas mit viel Bewegung machen?
Wie hältst du dich über die neuesten Entwicklungen und Trends im Bereich Sport auf dem Laufenden?
Ich nehme regelmäßig an Weiterbildungen zu den verschiedenen Themen teil. Außerdem habe ich einiges an Fachliteratur, die ich entweder schon gelesen habe oder die noch auf meiner To-do-Liste steht. Der Austausch mit anderen Trainerkollegen ist außerdem unheimlich wertvoll.
Was macht für dich ein gutes Personal Training aus?
Empathie und Verständnis. Neben all den fachlichen Dingen ist es mir wichtig, dass meine Klienten das Gefühl haben, dass ich sie verstehe. Dass ich auf ihrer Höhe bin und sie nicht von oben herab beurteile.
Was kann mit einem guten Personal Trainer leichter erreicht werden als allein im Gym oder in einer Gruppe?
Individuelle Ergebnisse. Ein Trainer, der sich zu 100 % um dich kümmert, kennt dich genau. Er weiß, wie er dich motivieren kann, was du brauchst, um deine Ziele zu erreichen, und wo deine Schwächen liegen.
Es lohnt sich immer, mit einem Experten zusammenzuarbeiten, auch außerhalb des Sports. Warum also nicht hier mit einem Profi zusammenarbeiten?
Welche Maxime oder Werte bestimmen dein Leben?
1. Freiheit: Die Möglichkeit, mein Leben selbst gestalten zu dürfen, ist unglaublich wertvoll, und dafür bin ich sehr dankbar.
2. Selbstverwirklichung: Ich glaube, um glücklich zu sein, ist es wichtig, dass wir die Dinge im Leben tun, die uns wirklich Spaß machen und uns erfüllen.
3. Disziplin: Wenn man fokussiert ist und dranbleibt, kann man Dinge schaffen, die vorher als unmöglich galten.
Was ist dir in deinem Leben wichtig?
Gesundheit ist mir enorm wichtig, vor allem, weil ich weiß, wie es ist, wenn man nicht gesund ist. Freiheit und Selbstverwirklichung tragen maßgeblich zu meinem Glück bei. Und natürlich meine Freunde und Familie, die mich unterstützen.
Wie würdest du deinen Charakter beschreiben?
Ich bin eher ein ruhiger Typ.
In Eins-zu-Eins-Situationen fühle ich mich am wohlsten und kann meine Stärken ausspielen.
Ich bin empathisch, kann Probleme gut analysieren und Lösungen entwickeln.
Ich bin ein guter Zuhörer und verstehe dich und deine Probleme. Gleichzeitig scheue ich aber auch nicht davor zurück, die unangenehmen Fragen zu stellen, vor denen du dich selbst vielleicht versteckst.
Wofür engagierst du dich?
Das Leben anderer Menschen durch mehr Bewegung bereichern.
Wofür würdest du dich gern mehr engagieren?
Soziale und politsche Tehmen. Vor allem im Kulturbereich würde ich mich mehr engagieren, wenn die Zeit es hergeben würde.
Welche Musik hörst du?
Ich kann den meisten Genres etwas abgewinnen. Am meisten höre ich Rock und Punkrock, aber auch andere Genres wie Soundtracks, Rap, Hip-Hop, Metal und Pop sind in meinen Playlists vertreten.
Dein Lieblingsfilm?
The Gentleman - Guy Ritchie
Justin, danke dir für das Interview. Wir von PersonalFitness wünschen dir weiterhin ganz viel Erfolg!
Die Übungen sind abwechslungsreich und haben mein Körpergefühl in der kurzen Zeit deutlich verbessert. Ich bin dankbar, ihn zu kennen, nicht nur als Trainer, sondern auch als Mensch