Absolut spannend ist das Thema „Longevity“ oder besser gesagt, wie bleibe bzw. werde ich gesund alt. Hier unterstütze ich meine Klienten mit gewissen Hacks, Tests, Analysten, Screenings und Gesundheitscoachings.
Das ist eine schöne Frage. Also mich motivieren die Ergebnisse meiner Klienten. Sie werden besser, beweglicher und agiler. Und natürlich ist es die Neugier auf spannende Themen rund um Gesundheit und Fitness. Was kann ich als Trainer und Coach noch tun, um meine Klienten "besser" und "gesünder" zu machen.
Wie hältst du dich selbst fit?
Ja, ich bewege mich auf vielfältige Art und Weise. Ob auf der Erde, in der Luft oder auf dem Wasser. Ich nenne es eher Sympathikus- Aktivität. Zum Ausgleich meditiere ich, mache Yoga und befasse mich mit ZEN. Das sind dann eher Parasympathikus- Aktivitäten.
Welche sind deine Lieblingsübungen?
Lieblingsübungen gibt es für mich nicht. Ich habe auch kein Lieblingsessen.
Was hat dich zu diesem Beruf gebracht?
Das ist eine lange Geschichte. Eine ehemalige Schutzperson aus meiner Zeit als Personenschützer bei der Bundeswehr fragte mich: "Sag mal Marko, hast Du nicht Sport studiert?" Ich sagte: "Ja, das habe ich." Daraufhin sagte er: "Prima, meine Frau sucht einen Sporttrainer, der zu uns nach Hause kommt. Da ich Dich kenne und Dir vertraue würde ich mich freuen, wenn Du mit meiner Frau Sport machen könntest." Zu dieser Zeit war ich bei einem italienischen Trainingsgerätehersteller im Verkauf tätig. Die erste Klientin war mit mir zufrieden und hatte mich im Freundeskreis empfohlen. Das war 2006...und so fing es an.
Was motiviert dich an deinem Beruf?
Meine Motivation kommt von meinem inneren Trieb anderen Menschen etwas Gutes zu tun. Ich lerne interessante Persönlichkeiten kennen, darf menschliche Verhaltensweisen positiv verändern und erfahre dadurch sehr viel Dankbarkeit.
Was macht dir an deinem Beruf am meisten Freude?
Am meisten Freude macht mir die positive Veränderung meiner Klienten. Und das auf allen Ebenen: Körper, Geist und Seele.
Welche sind die schwierigsten Momente deiner Arbeit?
Um das zu verdeutlichen möchte ich Ihnen eine kurze Geschichte schildern. Eine Klientin entschloss sich, sich sechs Monate von mir persönlich betreuen zu lassen. Sie wollte 8 Kg Körpergewicht verlieren. Nach vier Wochen sagte sie zu mir, dass ihr Gewicht gleich geblieben ist. Daraufhin hatte sie keine Lust mehr, weiter zu machen. In diesem schwierigen Moment ist es meine Aufgabe, sie davon zu überzeugen, dass der Körper Zeit zur Umstellung benötigt. Schließlich kämpfte die Frau mit sich und machte weiter. Was glauben Sie? Ja, sie hat es geschafft.
Hattest du mal einen beruflichen Plan B – was wärst du sonst geworden?
Bisher habe ich in meinem Leben das getan, was mich antreibt, fordert und Freude macht. Vom Zimmermannsgesellen zum Marineelitesoldaten über Personenschützer bei der Bundeswehr bis zum Trainer und Coach.
Wie bleibst du fachlich auf dem aktuellen Stand?
Auch das ist eine sehr gute Frage. Andere Trainerinnen und Trainer sagen mir oft: "Marko, warum tust Du dir das an? Warum fährst Du schon wieder zur Fortbildung? Brauchst Du Fortbildungspunkte?" Und ich sage: "Ich will es einfach wissen. Mich interessieren die Zusammenhänge. Somit kann ich meinen Klienten einen Mehrwert geben. Punkte interessieren mich nicht."
Was macht für dich ein gutes Personal Training aus?
Das entscheiden meine Klienten. Beispielsweise betreue ich seit fast 19 Jahren eine Familie in Berlin und habe seit dem die Preise bei der Familie nicht erhöht. Das war und ist mein Dank für die Treue an die Klienten. Und was macht diese Familie? Sie erhöht die Preise jedes Jahr von selbst. DAS IST WERTSCHÄTZUNG.
Was geht mit gutem Personal Training leichter als alleine im Studio oder in der Gruppe?
Im Personal Training wird das Training genau auf die Person angepasst: auf den aktuellen Leistungsstand, die Ziele, mögliche Einschränkungen, Stresslevel, Regeneration und Alltag.
Leichter wird dadurch vor allem:
Dranzubleiben, weil es feste Termine, Verbindlichkeit und persönliche Begleitung gibt.
Richtig zu trainieren, weil Technik, Belastung und Übungsauswahl direkt korrigiert und angepasst werden.
Effizienter Fortschritte zu machen, weil nicht einfach irgendwas trainiert wird, sondern genau das, was zur Person und zum Ziel passt.
Überforderung oder Unterforderung zu vermeiden, weil Intensität, Pausen und Trainingsumfang individuell gesteuert werden.
Gesundheitliche Themen einzubeziehen, zum Beispiel Rücken, Gelenke, Stress, Schlaf, Herz-Kreislauf-Belastbarkeit oder Regeneration.
Gutes Personal Training macht den Weg klarer, sicherer und verbindlicher. Man spart Umwege, trainiert präziser und kommt leichter in eine echte, nachhaltige Veränderung.
Wie würdest du dich selbst beschreiben?
Aufrichtig, loyal, zuverlässig, naturverbunden und authentisch
Wofür engagierst du dich?
Seit dem Jahre 2007 engagiere ich mich ehrenamtlich als Spendensammler, Zuhörer und Coach in der Björn Schulz Stiftung. Benannt ist die Stiftung nach dem Sohn von Barbara und Jürgen Schulz. Björn erkrankte 1978 an Leukämie. Obwohl ein schwerer Rückfall nach den damals neuesten medizinischen Verfahren behandelt wurde, verstarb Björn im November 1982 im Alter von fast acht Jahren. Gemeinsam mit anderen Betroffenen gründeten Björns Eltern 1983 in Berlin den Verein Kinderhilfe - Hilfe für leukämie- und tumorkranke Kinder e.V. Das Anliegen des Vereins ist es, für die Eltern da zu sein, die die Diagnose Krebs für ihr Kind erfahren haben sowie für die Verbesserung der Behandlungs- und Betreuungsbedingungen krebskranker Kinder zu sorgen.
Wer hat dich beruflich oder sportlich geprägt?
Auf jeden Fall Hermann Hesse und Anton Tschechow.
Und natürlich Shaolin-Mönche, weil diese Menschen ein Leben führen, welches wir uns oft wünschen. Shaolin-Mönche sind innerlich zufrieden, geistig klar, gelassen und voller Selbstvertrauen. Darüber hinaus gibt es auch eine Situation im Film "Der Patriot" mit Mel Gibson, die mich sehr bewegt hat. Darin gab es eine Schlacht zwischen Engländern und Amerikanern, die für die Amerikaner schon fast verloren schien. Doch dann nahm eine einzelne Person die Fahne in die Hand und schrie: "Linie halten". Daraufhin rauften sich alle tapfer auf und die Schlacht konnte so gewonnen werden. Auch ich bin der Meinung, dass es sehr wichtig ist, im Leben die Linie zu halten. Damit meine ich, sich von niemandem einschüchtern zu lassen, sondern an seinem persönlichen Weg festzuhalten.
Nenne drei Eigenschaften, die voll auf dich zutreffen.
Zuverlässig, authentisch, empathisch
Deine drei größten Stärken?
Empathie, Aufrichtigkeit, Großzügigkeit
Was bringt dich zum Lachen?
Auch das wissen nur meine Klienten und meine Familie.
Welche Träume oder Ziele möchtest du noch erreichen?
Das ist mein Geheimnis.
Wie sieht für dich ein perfekter Sonntag aus?
Perfekt ist nichts für mich.
Wie sieht dein Traumurlaub aus?
Camping und Luxushotel
Was tust du für deine Entspannung und Regeneration?
Ich gehe regelmäßig zur Massage, in die Sauna und meditiere regelmäßig
Welche Musik läuft bei dir im Training?
Ich kann mich für fast jede Musik hinreißen lassen.
Dein Lieblingsfilm?
Wie bereits gesagt: Lieblingsessen, Lieblingsbuch, Lieblingsfilm etc. gibt es nicht für mich.
Was für Bücher liest du gerne?
Philosophie, Psychologie, Biohacking und alles über Longevity.
Wie motivierst du Kunden, die sich eher „schwer“ tun?
Ich versuche zuerst zu verstehen, warum sich jemand schwer tut. Oft liegt es nicht an fehlender Disziplin, sondern an Überforderung, schlechten Erfahrungen, zu hohen Erwartungen oder einem Alltag, der wenig Raum lässt.
Dann mache ich den Einstieg so niedrigschwellig wie möglich. Kleine, erreichbare Schritte sind mir wichtiger als ein perfekter Plan. Wenn jemand merkt: „Das schaffe ich“, entsteht Motivation oft von selbst.
Ich arbeite viel über positive Erfahrung: Der Kunde soll spüren, dass Bewegung nicht bestrafend sein muss, sondern Kraft, Energie und Selbstvertrauen geben kann. Gleichzeitig bin ich verbindlich und klar. Ich begleite, strukturiere und erinnere daran, warum wir angefangen haben.
Für mich geht es nicht darum, jemanden kurzfristig anzutreiben, sondern eine stabile innere Motivation aufzubauen. Also: weniger Druck, mehr Klarheit, realistische Ziele und regelmäßige Erfolgserlebnisse.
Was sagst du Menschen, die glauben, sie seien einfach nicht sportlich?
Ich sage ihnen meistens: Das ist kein festes Persönlichkeitsmerkmal. Viele Menschen haben einfach nie die richtige Form von Bewegung für sich gefunden oder schlechte Erfahrungen mit Sport gemacht.
Nicht jeder muss „sportlich“ im klassischen Sinne sein. Es geht nicht darum, sich mit anderen zu vergleichen oder irgendeinem Ideal zu entsprechen. Es geht darum, den eigenen Körper besser kennenzulernen, Vertrauen aufzubauen und Schritt für Schritt zu merken: Ich kann etwas verändern.
Oft fangen wir sehr niedrigschwellig an. Wenn jemand spürt, dass Bewegung gut tut, dass Kraft zurückkommt, dass der Rücken weniger belastet ist oder der Alltag leichter fällt, verändert sich das Selbstbild.
Niemand ist „unsportlich“ geboren. Viele Menschen brauchen nur den passenden Einstieg, die richtige Begleitung und ein Training, das zu ihrem Körper und ihrem Leben passt.
Welcher war dein größter Erfolg beim Training mit Kunden?
Ein Mann, der sich mit dem Po auf die Fersen setzen konnte. Zuvor konnte er max. einen Kniestand. Oder eine Frau, die jetzt aufrichtig das Studio betritt. Die Körperhaltung war komplett aus dem Lot. Ohne mentale Arbeit hätte ich kaum Erfolg gehabt.
Was unterscheidet dich von anderen im Personal Training?
Ich glaube, was mich unterscheidet, ist die Verbindung aus klassischem Personal Training, moderner Gesundheitsdiagnostik und einem sehr langfristigen Blick auf Gesundheit.
Bei mir geht es nicht nur darum, jemanden „fit zu machen“ oder ein Training möglichst hart zu gestalten. Ich schaue genauer hin: Wie belastbar ist jemand wirklich? Wie gut regeneriert der Körper? Welche Rolle spielen Stress, Schlaf, Stoffwechsel, Herz-Kreislauf-System, Beweglichkeit und Alltag?
Durch Themen wie HRV, VO₂max, BioAge-Analyse, Regeneration und Longevity kann ich Training sehr individuell steuern. Gleichzeitig bleibt es praktisch und menschlich: Der Kunde soll verstehen, was wir tun, warum wir es tun und wie es im Alltag wirkt.
Ich arbeite sehr persönlich, klar und nachhaltig. Mein Ziel ist nicht kurzfristige Motivation, sondern echte Veränderung: mehr Kraft, mehr Energie, bessere Belastbarkeit und langfristige Gesundheit.
Welche digitalen Helfer (Apps, Online-Coaching, Wearables) setzt du im Training ein?
Ich setze digitale Helfer dort ein, wo sie wirklich sinnvoll sind und dem Kunden mehr Klarheit geben. Dazu gehören zum Beispiel Wearables zur Messung von Herzfrequenz, Schlaf, Aktivität, HRV oder Belastungssteuerung.
Gerade Werte wie Ruhepuls, Herzfrequenzvariabilität, Trainingsbereiche oder Regeneration können helfen, Training besser anzupassen. Man sieht dann nicht nur, was im Training passiert, sondern auch, wie gut der Körper Belastung verarbeitet.
Zusätzlich nutze ich digitale Tools, um Trainingsfortschritte zu dokumentieren, Gesundheits- und Leistungsdaten auszuwerten und Entwicklungen sichtbar zu machen. Bei Bedarf kann auch Online-Begleitung sinnvoll sein, zum Beispiel für Rückfragen, Dienst- und Urlaubsreisen oder Anpassungen zwischen den persönlichen Einheiten.
Wichtig ist mir aber: Die Technik ersetzt nicht den persönlichen Blick. Apps und Wearables liefern Daten – die eigentliche Arbeit besteht darin, diese Werte richtig einzuordnen und daraus sinnvolle Entscheidungen für das Training abzuleiten.
Was für Ziele haben deine Kunden typischerweise?
Die Ziele meiner Kunden sind sehr unterschiedlich, haben aber meistens einen gemeinsamen Kern: Sie möchten sich wieder leistungsfähiger, gesünder und wohler im eigenen Körper fühlen.
Typische Ziele sind mehr Kraft, bessere Ausdauer, Gewichtsreduktion, weniger Rücken- oder Gelenkbeschwerden, bessere Beweglichkeit und mehr Energie im Alltag. Viele kommen auch mit dem Wunsch, wieder regelmäßig ins Training zu finden und eine klare Struktur zu bekommen.
Ein weiterer großer Bereich ist Prävention. Viele Kunden möchten frühzeitig etwas für ihre Gesundheit tun, ihre Belastbarkeit verbessern, ihren Stoffwechsel optimieren oder langfristig vital bleiben.
Gerade im Bereich Longevity geht es oft nicht nur um ein kurzfristiges Fitnessziel, sondern um die Frage: Wie bleibe ich möglichst lange körperlich und mental leistungsfähig?
Für mich ist wichtig, aus einem allgemeinen Wunsch ein konkretes, realistisches Ziel zu machen. Dann kann Training messbar, sinnvoll und nachhaltig aufgebaut werden.
Welche Eigenschaften sind in diesem Beruf am wichtigsten?
In diesem Beruf sind für mich Aufmerksamkeit, Verbindlichkeit, Zuverlässigkeit und echtes Interesse am Menschen am wichtigsten.
Natürlich braucht man ein gutes Verständnis für Training, Anatomie, Belastungssteuerung, Regeneration und Gesundheit. Als Personal Trainer und Coach solltest Du sehr genau beobachten können: Wie bewegt sich jemand? Wie belastbar ist die Person heute? Wo braucht sie Unterstützung, Korrektur oder auch mal mehr Zurückhaltung?
Genauso wichtig sind Empathie und Kommunikation. Jeder Mensch bringt andere Ziele, Erfahrungen, Grenzen und Alltagsbedingungen mit. Ein guter Trainer sollte zuhören können, motivieren, klar führen und gleichzeitig individuell reagieren.
Außerdem sind Verlässlichkeit und Verantwortungsbewusstsein unabdingbar. Kunden vertrauen einem ihre Gesundheit, ihre Zeit und oft auch persönliche Themen an. Damit sollten wir professionell umgehen.
Für mich ist die wichtigste Eigenschaft, Menschen langfristig begleiten zu können: mit Klarheit, Geduld, Fachwissen und der Fähigkeit, sie genau dort abzuholen, wo sie gerade stehen.
Wie läuft ein typisches Erstgespräch oder eine Probestunde bei dir ab?
Ein typisches Erstgespräch beginnt bei mir immer mit einem persönlichen Kennenlernen. Mir ist wichtig zu verstehen, wer vor mir steht: Welche Ziele hat die Person, welche gesundheitlichen Themen gibt es, wie sieht der Alltag aus, wie viel Stress ist da, wie ist der aktuelle Trainingszustand und was hat bisher vielleicht nicht funktioniert?
Danach schaue ich mir in der dreistündigen Eingangsdiagnostik Bewegung, Haltung, Belastbarkeit und grundlegende körperliche Muster an. Es geht nicht darum, jemanden direkt zu überfordern, sondern ein realistisches Bild zu bekommen: Wo steht die Person gerade und was ist ein sinnvoller nächster Schritt?
Am Ende besprechen wir gemeinsam, was aufgefallen ist, welche Ziele realistisch sind und wie ein individueller Trainingsweg aussehen könnte. Für mich soll der Kunde nach der Eingangsdiagnostik vor allem Klarheit haben: Wo stehe ich, was brauche ich und wie kann Training für mich sinnvoll, sicher und wirksam werden?
Trainierst du Frauen in besonderen Lebensphasen wie Schwangerschaft oder Wechseljahren?
Ja, grundsätzlich begleite ich auch Frauen in besonderen Lebensphasen wie Schwangerschaft, nach der Geburt oder in den Wechseljahren – immer mit dem nötigen Respekt für die jeweilige Situation und die individuellen Voraussetzungen.
In solchen Phasen verändert sich der Körper stark. Deshalb geht es nicht darum, einfach ein normales Training durchzuziehen, sondern Belastung sinnvoll anzupassen. Themen wie Stabilität, Beckenboden, Rücken, Haltung, Kraftaufbau, Regeneration, Energielevel, Schlaf, Stress und hormonelle Veränderungen spielen dabei eine große Rolle.
Gerade in den Wechseljahren kann gezieltes Krafttraining sehr wertvoll sein, um Muskelmasse, Knochengesundheit, Stoffwechsel und allgemeine Belastbarkeit zu unterstützen. Auch Ausdauer, Beweglichkeit und Regeneration werden individuell gesteuert.
In der Schwangerschaft oder nach der Geburt arbeite ich besonders vorsichtig und angepasst. Wenn medizinische Fragen bestehen, ist für mich klar: Dann gehört die Abstimmung mit Ärztin, Arzt oder Hebamme dazu.
Mein Ziel ist, Frauen in diesen Lebensphasen nicht zu überfordern, sondern ihnen Sicherheit, Kraft und Vertrauen in den eigenen Körper zu geben.
Wie sieht Training mit Kunden 60+ bei dir aus?
Training mit Kunden ab 60 ist bei mir sehr individuell und vor allem sehr sinnvoll aufgebaut. Mir geht es nicht darum, jemanden in ein junges Fitnessschema zu pressen, sondern Kraft, Beweglichkeit, Gleichgewicht, Koordination und Ausdauer so zu trainieren, dass es im Alltag wirklich hilft.
Gerade ab 60 werden Themen wie Muskelmasse, Knochengesundheit, Sturzprophylaxe, Gelenkbeweglichkeit, Herz-Kreislauf-Belastbarkeit und Regeneration immer wichtiger. Deshalb arbeite ich viel mit funktionellen Übungen: sicher aufstehen, stabil gehen, Treppen leichter bewältigen, den Rücken entlasten, die Haltung verbessern und wieder mehr Vertrauen in den eigenen Körper bekommen.
Das Training ist dabei nicht automatisch „leicht“. Es ist angepasst, kontrolliert und progressiv. Auch ältere Kunden dürfen und sollen Kraft aufbauen, nur eben mit einer guten Steuerung, sauberer Technik und einem klaren Blick auf gesundheitliche Voraussetzungen.
Mir ist wichtig, dass meine Kunden spüren: Es ist nie zu spät, stärker, beweglicher und belastbarer zu werden. Training ab 60 bedeutet für mich Lebensqualität, Selbstständigkeit und langfristige Gesundheit.
Wie machst du den Trainingsfortschritt deiner Kunden sichtbar und messbar?
Ich mache Trainingsfortschritt auf mehreren Ebenen sichtbar. Natürlich gibt es klassische Werte wie Kraftentwicklung, Beweglichkeit, Ausdauer, Körperzusammensetzung oder Leistungsdiagnostik. Je nach Ziel arbeite ich auch mit Messungen wie VO₂max, Herzfrequenzbereichen, HRV, BioAge-Analyse oder anderen Gesundheits- und Belastbarkeitswerten.
Genauso wichtig ist für mich aber der Fortschritt im Alltag: Hat jemand weniger Schmerzen? Kommt er leichter die Treppe hoch? Schläft er besser? Hat er mehr Energie? Kann er Belastung besser wegstecken? Bleibt er regelmäßiger dran? Das sind oft die Werte, die für Kunden wirklich spürbar sind.
Ich dokumentiere den Ausgangspunkt, setze realistische Zwischenziele und überprüfe regelmäßig, was sich verändert hat. So wird Training nicht nur ein Gefühl, sondern nachvollziehbar: Der Kunde sieht, dass sich etwas entwickelt – körperlich, mental und im Alltag.
Für mich ist Fortschritt nicht nur mehr Gewicht oder mehr Wiederholungen. Fortschritt bedeutet, dass jemand belastbarer, beweglicher, leistungsfähiger und sicherer im eigenen Körper wird.
Wie hilfst du Kunden, die Trainingserfolge langfristig zu halten und in den Alltag zu integrieren?
Ich versuche von Anfang an, Training nicht als kurzfristiges Projekt zu sehen, sondern als etwas, das realistisch in den Alltag passen muss. Der beste Trainingsplan bringt nichts, wenn er dauerhaft nicht umsetzbar ist.
Deshalb schaue ich mit meinen Kunden sehr genau: Wie sieht der Alltag aus? Wo gibt es Zeitfenster? Was ist auch in stressigen Phasen machbar? Und welche kleinen Routinen können helfen, damit Bewegung nicht immer neu verhandelt werden muss?
Mir ist wichtig, dass Kunden verstehen, warum sie etwas tun. Wenn jemand spürt, dass Training nicht nur im Studio wirkt, sondern im Alltag mehr Energie, weniger Beschwerden, bessere Haltung, besseren Schlaf oder mehr Belastbarkeit bringt, wird es viel leichter, dranzubleiben.
Langfristiger Erfolg entsteht für mich durch den Aufbau von Identität, klare Struktur, regelmäßige Anpassung und Eigenverantwortung. Ich begleite die Kunden so, dass sie nicht dauerhaft abhängig von mir sind, sondern lernen, ihren Körper besser einzuschätzen und Training als festen Bestandteil ihres Lebens zu integrieren.
Wie häufig und wie lange trainieren deine Kunden typischerweise mit dir?
Das ist sehr unterschiedlich und hängt immer vom Ziel, vom Ausgangspunkt und vom Alltag der jeweiligen Person ab. Typischerweise trainieren viele Kunden ein- bis zweimal pro Woche mit mir. Einige kommen auch drei Mal pro Woche zu mir.
Für manche ist eine Einheit pro Woche ideal, um eine klare Struktur, Kontrolle und regelmäßige Anpassung zu haben. Andere brauchen zwei Einheiten pro Woche, gerade wenn sie schneller Fortschritte machen wollen, gesundheitliche Themen mitbringen oder mehr Verbindlichkeit benötigen.
Eine Trainingseinheit kann 30, 45 oder 60 Minuten dauern. Es gibt auch Paare, die 90 Minuten bei mir sind. In dieser Zeit geht es nicht nur darum, Übungen abzuarbeiten, sondern gezielt an Technik, Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer, Stabilität und Belastbarkeit zu arbeiten.
Viele Kunden bleiben über einen längeren Zeitraum, weil es nicht nur um ein kurzfristiges Ziel geht, sondern um nachhaltige Veränderung. Am Anfang ist die Begleitung oft enger, später kann man die Abstände auch anpassen, wenn mehr Eigenständigkeit entstanden ist.
Für mich ist entscheidend, dass die Frequenz realistisch ist. Training muss so geplant sein, dass es zum Leben des Kunden passt und langfristig durchgehalten werden kann.
Marko, danke dir für das Interview. Wir von PersonalFitness wünschen dir weiterhin ganz viel Erfolg!
Besonders beeindruckend ist sein tiefgehender, strukturierter Ansatz: Themen wie Atmung, HRV, VO₂max und Stoffwechselprozesse werden nicht nur berücksichtigt, sondern sinnvoll in das Gesamtkonzept integriert. Ebenso wichtig ist Marko der schrittweise Aufbau der Belastbarkeit – angefangen bei gezieltem Kraft-Ausdauer-Training zur Anpassung von Sehnen, Bändern und Muskulatur bis hin zu sauberem, professionellem Krafttraining auf hohem Niveau. Alles ist logisch aufeinander aufgebaut, messbar und nachhaltig.
Was für mich den größten Mehrwert darstellt: Dank Marko habe ich keinerlei Mental Load mehr. Ich muss mich nicht mit der Auswahl von Übungen, der Einstellung von Maschinen oder Trainingsentscheidungen beschäftigen. Marko führt einen sicher, strukturiert und mit absoluter Klarheit durch jede Einheit. Dadurch entsteht Vertrauen – und genau dieses Vertrauen macht echte Fortschritte möglich. Ich trainiere jetzt ca. 8 Monate mit Marko und freue mich sehr darüber, denn die Erfolge sind objektiv messbar, spürbar im Alltag und motivierend. Gleichzeitig macht das Training Spaß, weil Marko es versteht, Professionalität mit Empathie, Ruhe und Präzision zu verbinden. Man fühlt sich jederzeit abgeholt und gefordert – aber nie überfordert.
Wer einen Trainer sucht, der nicht kurzfristige Effekte, sondern nachhaltige Entwicklung, Gesundheit und Leistungsfähigkeit in den Mittelpunkt stellt, ist bei Marko Hübner in den besten Händen. Eine klare Empfehlung auf höchstem Niveau