Ein ganz alter Trend ist zurück: Training mit dem Hula-Hoop-Reifen. Und das kann krass viel Spaß machen. Aber ist es auch effektiv, wenn es darum geht, möglichst fix eine schlanke Taille zu bekommen?
Was du gleich erfahren wirst:
Der Hula-Hoop Trend ist schon lange hoch im Kurs und verspricht eine schmale Taille und einen muskulösen Bauch. Aber: Stimmen diese Aussagen und wie wendet man den Hula-Hoop Reifen richtig an?
Verschiedene Sportmediziner- und trainer, die auf das Hoolern spezialisiert sind, schwören auf den Trend und versprechen viele Vorteile für deine Fitness. So soll es ein super Ausdauertraining sein und deine Taille formen. Schauen wir uns diese Aussagen doch mal genauer an:
Durch die Innenseite des Hula-Hoop-Reifens wird dein Bindegewebe während der Ausführung massiert, was durchblutungsfördernd wirkt. Das wiederum hat einen positiven Einfluss auf dein Bindegewebe und dies kann nach einer gewissen Regelmäßigkeit optisch straffer wirken. Durch die notwendige Körperspannung während des Trainings aktivierst du deinen Bauchmuskel sowie Gesäß- und Rückenmuskulatur. Bis hierhin klingt alles prima! Aber: Deine Taille wird sich nicht stark verändern, da die Kontraktionspanne des Muskels zu gering ist, um so eine Veränderung hervorzurufen.
Wenn deine Hauptintention eine optische Veränderung sein soll, würde ich dir von diesem Trend abraten, da es nicht dafür geeignet ist. Zudem kam die Diskussion auf, ob das Ganze auch gesund für die inneren Organe ist. Mehrere Frauen berichteten von Blutergüssen und Schmerzen im Bereich der Nieren. Dieses wurde medizinisch untersucht. Das Ergebnis: Zu langes Hoolern kann kontraproduktiv sein. Eine Möglichkeit, um blaue Flecken und Verletzungen beim Hula-Hoop-Training zu vermeiden sind auch die sogenannten Bauchweggürtel. Als eine gesunde und ausreichende Kontraktionsphase empfehle ich eine Zeitspanne von maximal fünf Minuten täglich.
Mit verschiedenen Größen und Formen des Hula-Hoop-Reifens kann das Training variieren. Immer mehr Firmen kommen auf neue Ideen, diesen Reifen zu gestalten. Das klassische Modell hat eine wellenartige Form und soll eine massierende Wirkung haben. Leider hält sich immer noch eisern der Mythos, dass man Fett einfach wegmassieren kann. Leider geht das nicht. Auch Cellulite verschwindet durch Massage nicht, da eine mechanische Stimulation die Fibroblasten nicht dazu aktivieren kann, mehr Kollagen und Elastin zu produzieren, um so das Bindegewebe zu stärken.
Der Aufbau des Reifens ist extrem weit und locker. Beim Ausführen der Übung benötigt man viel Schwung aus dem Hüftbereich. Es gibt eine relativ neue Variante mit einem enganliegenden Reifen, an dem eine Art Kette plus Gewicht hängen. Dieses Gewicht schleudert man im Kreis und muss somit den Bauch- sowie die Gesäßmuskulatur ganz anders anspannen. Rein aus der sportwissenschaftlichen Sicht macht diese Variante mehr Sinn, da du weder einen intensiven Druck auf die inneren Organe ausübst noch dein Bindegewebe extrem belastest.
Jede Bewegung ist wertvoll und gut, aber sie soll natürlich auch einen gewissen Effekt in kurzer Zeit erzielen – genau das ist hier nicht garantiert. Dennoch hat jeder von uns an unterschiedlichen Dingen Spaß und sollte sich auch daran orientieren. Wenn du etwas verändern möchtest und Spaß am Hoolern hast, dann empfehle ich dir eine Kombination aus Kraft- und Ausdauerübungen.
Mit Hoolern allein wirst du nicht schnell ans Ziel einer sichtbaren körperlichen Veränderung kommen. Dennoch ist jede Bewegung wertvoll und sollte nicht kleingeredet werden. Mit einer ganzheitlichen Kombination aus verschiedenen Aktivitäten sehe ich das Hooler-Training als spaßige Ergänzung inklusive einer Verbesserung des Körpergefühls. Und das ist schon eine Menge! Achte auf die Intensität und leg los. Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit deinem Hoola-Hoop-Reifen und natürlich schöne Erfolge!
Mareike Köhler ist diplomierte Gesundheitstrainerin sowie zertifizierte Personal Trainerin. In der Zeit zwischen 2012 und 2015 studierte Mareike an der IST Hochschule in Düsseldorf und arbeitete parallel dazu als Fitness- und Groupfitness Trainerin. Im Jahr 2019 entschied sie sich, ihre Leidenschaft in eine Selbstständigkeit umzuwandeln, um ihren Mitmenschen helfen zu können. Seitdem arbeitet sie als erfolgreiche Personal Trainerin und konnte bereits vielen Menschen helfen sich zu verändern!... mehr über den Trainer