Personal Training ist kein Programm nach Schema F. Bei uns geht es nicht darum, in 4 Wochen x Kilo abzunehmen oder ein "Sixpack" zu bekommen. Wir begleiten unsere Klienten gemäß unserem Motto "30 Jahre 50 bleiben" langfristig und regelmäßig. Ein guter Personal Trainer geht intuitiv auf den momentanen Zustand des Klienten ein und kann auch mal spontan switchen: Wenn ich das Gefühl habe, dass eine regenerative Einheit und Mobilisationsübungen mehr angebracht sind als ein intensives Krafttraining, dann ändere ich den Plan. Dafür braucht es Empathie und Erfahrung.
Was geht mit gutem Personal Training leichter als alleine im Studio oder in der Gruppe?
Im Fitnesstudio oder Gruppentraining wird selten auf den Einzelnen eingegangen, und das Training zielt meist nur auf den körperlichen Bereich ab. Der aus meiner Sicht ganz große Vorteil von Personal Training ist die Individualität: ich kann mich als Trainer ganz auf meinen Gegenüber einlassen und das für ihn in diesem Moment optimale und effektivste Training gestalten - körperlich wie auch mental. Wir kennen die Stärken und Schwächen im Ist-Zustand des Klienten und sein individuelles Ziel. Dann kann ich aufgrund seiner Tagesform entscheiden, was ich für ein zielgerichtetes Training mit ihm heute mache.
Wie motivierst du Kunden, die sich eher „schwer“ tun?
Da ist mir das "Reiss-Profil" eine große Hilfe. Es bildet die 16 Lebensmotive ab die jeder in sich trägt, zum Beispiel Macht, Beziehung, Ordnung, Essen, Neugierde usw. So kann ich sehen, welche Motive dem Menschen besonders wichtig sind und entsprechend das Trainings-/Ernährungsprogramm gestalten: Braucht der Kunde mehr oder weniger Abwechslung, strenge Vorgaben oder Freiräume um selbst zu entscheiden. Mit dieser Strategie schaffen wir es, dass der Kunde seine wichtigsten Motive befriedigt und mit Leichtigkeit motiviert dabei bleibt.
Was sagst du Menschen, die glauben, sie seien einfach nicht sportlich?
Das habe ich schon oft gehört, vor allem von Frauen die meinen "nicht laufen" zu können. Meist stecken schlechte Erfahrungen in der Schulzeit dahinter. Doch wenn wir dann ein der Leistung angemessenes Training beginnen, ist es jedes Mal das Gleiche: In kurzer Zeit werden super Fortschritte erzielt und den Klienten macht das Training sogar Spaß! Nicht jeder muss einen Marathon laufen, um sportlich zu sein...
Welcher war dein größter Erfolg beim Training mit Kunden?
Da gibt es mehrere schöne Erlebnisse: Als ich einen Klienten zu seinem ersten Marathon auf Mallorca begleitet habe und er weinend vor Glück ins Ziel einlief. Oder wenn Kunden feststellen, dass sie keinen Bluthochdruck mehr haben, der Stent doch nicht eingesetzt werden muss, der Rücken wieder flexibel und schmerzfrei ist oder sie spüren, dass die Balance zwischen Beruf/Familie/Gesundheit wieder stimmt und sie sich viel zufriedener fühlen - das sind für mich die wahren Erfolge eines Trainers.
Was unterscheidet dich von anderen im Personal Training?
Zum Einen meine 20jährige Erfahrung als hauptberuflicher Personal Trainer und zum Anderen meine ganzheitliche Herangehensweise. Neben der Bewegung als Fundament spielen die Bereiche Ernährung, Regeneration und Bewusstheit eine große Rolle. Denn oftmals kann ein Thema nicht nur auf der körperlichen Ebene gelöst werden, sondern noch weitere Lebensbereiche berücksichtigt werden. Meine größte Stärke ist meine Intuition: sobald ein Klient zum Training erscheint, sehe ich was ihm heute gut tut.
Welche digitalen Helfer (Apps, Online-Coaching, Wearables) setzt du im Training ein?
Wir setzen digitale Tools schwerpunktmäßig in der Diagnostik ein, zu Beginn des Trainings und regelmäßig zur Prozesskontrolle. Dazu gehört z.B. die HRV-Messung zur Stressdiagnostik oder verschiedene Methoden um den Schlaf zu beobachten, das Schlafverhalten zu optimieren und die Regeneration zu fördern. Zudem nutzen wir gerne die App "medo.coach", mit der die Klienten begleitend zu unserem gemeinsamen 1:1-Training weitere auf sie abgestimmte Einheiten in Eigenregie trainieren können. Viele Klienten haben inzwischen auch die Vorteile vom Live-Online-Training entdeckt: Als Einzelstunde z.B. während Geschäfts- oder Urlaubsreisen oder hoch motivierend in der Kleingruppe und als kurze 30-Minuten-Einheiten über Video-Meetings.
Wie gehst du im Training mit Stress, Erschöpfung und Regeneration um?
Das wird immer wichtiger. Durch unsere Diagnostikmethoden und Gespräche mit den Klienten sehe ich, wie die Anforderungen und Belastungen immer höher werden. Sie müssen permanent erreichbar sein, schlafen wenig und oft schlecht, ernähren sich teilweise ungünstig. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist wenn der Körper auf Reserve läuft und man die Signale des Körpers nicht wahrnimmt. Seitdem hat der Bereich Regeneration einen extrem hohen Stellenwert. Es geht nicht immer um höher-schneller-weiter, sondern um eine ausgewogene Balance zwischen Bewegung, Ernährung, Erholung und Bewusstheit.
Was für Ziele haben deine Kunden typischerweise?
Zu Beginn sind es meist die Klassiker: allgemein fitter werden, den Rücken stärken, ein paar Kilos abnehmen, den Blutdruck senken. Manche streben eine Laufdistanz von 10 km bis Marathon an, als Einsteiger. Die dahinter liegenden, wirklich bedeutsamen persönlichen Motive stellen sich manchmal erst nach einiger Zeit heraus - und dann wird es richtig spannend und intensiv.
Welche Eigenschaften sind in diesem Beruf am wichtigsten?
Neben der selbstverständlich hohen Fach- und Sozialkompetenz ist für mich Empathie die wichtigste Eigenschaft. Um die Menschen genau da abholen zu können, wo sie gerade stehen. Klienten zu verstehen und zu motivieren, auch in schwachen Momenten oder wenn es mal im Job, in der Familie stressig ist. Also Menschen so zu gewinnen und zu begleiten, dass sie dabei bleiben, am Ziel festhalten und nicht abspringen, das macht den Unterschied aus.
Frank, danke dir für das Interview. Wir von PersonalFitness wünschen dir weiterhin ganz viel Erfolg!
Die Trainer Frank und Alexandra legen sehr viel Wert auf saubere Übungs- bzw. Bewegungs-Ausführung und setzen hierzu ihr tiefes und breites Wissen zielgerichtet und individuell abgestimmt auf unser jeweiliges körperliches und geistiges Tages-Bedürfnis ein – ohne dabei das übergeordnete Zielbild aus den Augen zu verlieren.
So wird man zwangsläufig vom Bewegungsmuffel zum Bewegungs- und Begegnungsfan: Beide Trainer schaffen es, uns zu pushen und holen uns in den Trainingseinheiten vollkommen aus dem stressigen Berufsalltag heraus in eine „Parallelwelt“ – das ist jedes Mal wie ein Reset-Moment und daher für uns aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.
Wir freuen uns auf viele weitere Jahre erfolgreichen gemeinsamen Trainings in der Schwabenmetropole!