Absolut nicht, Sport gehört von klein auf fest zu meinem Tagesablauf.
Besonders spannend finde ich den Trend hin zur Biokinematik, die aktuell über den Hersteller Five auch in den großen Studioketten Einzug findet. Mit dieser Form des Muskellängentrainings lassen sich diverse Schmerzbilder gezielt therapieren. Vor allem die Tatsache, dass man dazu nichts anderes als zwei Therabänder benötigt, macht diese Form des Trainings immer und überall durchführbar.
Wie motiviert sich ein Personal Trainer selbst?
Meine Motivation ziehe ich im ersten Schritt aus den einzelnen Zielsetzungen meiner Klienten, im zweiten Schritt aus ihren kontinuierlichen Fortschritten, und zuletzt aus dem Erreichen ihrer Meilensteine. Es gibt kaum etwas Zufriedenstellenderes als zu sehen, wie die eigenen Klienten Fortschritte machen. Da ich natürlich auch täglich an mir selbst arbeite, gibt mir das fortlaufend die Motivation, meine eigenen gesammelten Erfahrungen weiterzugeben und so zu helfen. Dieses Gefühl ist mit nichts aufzuwerten!
Trainierst du in deiner Freizeit?
Ich trainiere selbst 6x die Woche. Dabei besteht meine Trainingswoche aus 5 Krafttrainingseinheiten mit jeweils 3 Stunden Gesamtvolumen, sowie einer Einheit bestehend aus Jogging oder Treppenläufen sowie Beweglichkeitstraining. Biokinematik ist dabei täglicher Bestandteil.
Welches sind deine Lieblingsübungen?
Meine Lieblingsübungen sind die erweiterten Verbundübungen im Kraftsport: Kreuzheben, Kniebeugen, Bankdrücken, Dips, Klimmzüge und Military Press.
Weshalb bist du Personal Trainer geworden?
In die Zeit der Gründung fällt die schwere Krankheit, die ich eingangs erwähnt habe. Die Diagnose war ein unglaublicher Schock: Rheuma. Vom Hausarzt zum Orthopäden, dann Termine für Röntgen und MRT. Mein Zustand verschlechterte sich. Ich konnte ohne Schmerzmittel keinen Schritt mehr machen und mir fehlte ein großes Stück Lebensqualität. Nach zahlreichen Besuchen bei Rheumatologen, Chiropraktikern, Osteopathen, Immunologen und sogar einem geistigen Heiler und immer noch ohne nachhaltigen Erfolg, entschied ich mich, die Sache selbst in Angriff zu nehmen.
Ich habe sehr viel recherchiert und bin schließlich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich meine Ernährung drastisch umstellen muss. Das funktionierte tatsächlich – nach drei Monaten konnte ich die Schmerzmittel absetzen. Dadurch wurde mir klar, was wirklich wichtig ist: Es geht darum, seinen Körper vollumfassend zu verstehen. Diese genaue Kenntnis des Körpers hilft mir heute bei der Arbeit. Ich wende das Wissen im Besonderen bei Schmerzthematiken sowie chronischen Krankheiten an. Es nützt mir aber in jedem Bereich.
Was motiviert dich bei dieser beruflichen Aufgabe?
Meine größte Motivation drückt bereits mein persönliches Credo aus: Heilen, helfen, verbessern. Wie bereits zuvor erwähnt, gibt es kaum etwas Schöneres, als Personen bei ihrer ganz persönlichen Problemstellung und Zielsetzung zu unterstützen und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Das i-Tüpfelchen sind dann die Fälle, die bereits fast den Glauben an sich selbst aufgegeben hatten und zuvor schon mehrere Instanzen teilweise erfolglos aufgesucht hatten. Diesen scheinbar "unlösbaren" Fällen weiterzuhelfen, zählt mit zu den schönsten Erfahrungen, die ich bisher sammeln durfte.
Was macht dir an deinem Beruf am meisten Freude?
Die größte Freude an meinem Beruf als Gesundheitsexperte liegt in der Möglichkeit, Menschen und ihr Leben nachhaltig positiv zu verändern!
Wie hältst du dich über die neuesten Entwicklungen und Trends im Bereich Sport auf dem Laufenden?
Eine Informationsquelle stellt der tägliche Austausch mit Athleten auf Leistungsniveau aus den unterschiedlichsten Sportarten dar, darunter u.a. Bodybuilding, Gewichtheben, Powerlifting, Fußball, Downhill Mountainbiking und Crossfit. Den größten fachlichen Input ziehe ich aus dem Eigenstudium von Fachliteratur, sei es aus persönlichen oder kundenbezogenen Problemstellungen, oder aber auch aus purem Interesse. Informationen über die neuesten Trends sammle ich in einschlägigen Magazinen aus den Bereichen Gesundheit, Training & Ernährung, darunter dem Trainer, dem Functional Training sowie dem Paracelsus Magazin.
Was macht für dich ein gutes Personal Training aus?
Personal Training muss vor allem individuell sein, und auf die jeweiligen Problemstellungen und Zielsetzungen so detailliert wie möglich eingehen. Die Fachkompetenz des jeweiligen Trainers natürlich vorausgetzt.
Welche Maxime oder Werte bestimmen dein Leben?
Dazu zählen unter anderem Kontrolle, Gesundheit und Weisheit.
Nenne drei Eigenschaften, die voll auf dich zutreffen.
Dazu zählen in jedem Fall Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit.
Deine drei größten Stärken?
Dazu zähle ich Strukturiertheit, Reflexion und Empathie.
Was tust du für deine Entspannung und Regeneration?
Als Grundvoraussetzung für Regeneration erachte ich ausreichend Schlaf und die bestmögliche, nicht belastende Ernährung, sprich großteils frei von tierischen Produkten. Hinzu kommen tägliche Wechselduschen und Faszienpflege, regelmäßige Basenbäder sowie Besuche in meiner Infrarot-Kabine.
Was für Bücher liest du gerne?
Ich höre am Liebsten Bücher, da mir zum Lesen häufig die Zeit fehlt, am Besten noch zusammengefasst von der App Blinkist. Es sind dann aber immer Bücher aus den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Training, Finanzen, Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität.
Dein Lieblingsbuch?
Denke nach und werde reich von Napoleon Hill.
Wie motivierst du Kunden, die sich eher „schwer“ tun?
Mir ist klar, dass der Weg zum eigenen Wohlbefinden für viele mit Vorurteilen gepflastert ist. Die Menschen denken an Wunderpillen, Diäten oder geheime Übungen, die das blaue vom Himmel versprechen. Ich habe es mir daher zur Aufgabe gemacht, mit diesen Vorurteilen aufzuräumen. Mein Motto: Den Wunschkörper erreichen – ohne Verzicht oder Unmengen an Sport. Mein Coaching ist daher einen direkter und intensiver Dialog, der den Persönlichkeitsstil meines Gegenübers von Beginn an in die Wahl der umgesetzten Methodik mit einfließen lässt. Ein maßgeschneiderter Lösungsansatz eben!
Manche Menschen glauben, sie seien einfach nicht sportlich. Was rätst du diesen Kunden?
Derartig negativ behaftete Glaubenssätze räume ich mit extremen Negativbeispielen aus dem Weg: Ich hatte einen Klienten, der mit 222 Kilogramm Körpergewicht zu mir kam. Mit einem solchen Gewicht ist man im Grunde nicht mehr alltagsfähig. Man kann kaum noch etwas machen, außer einkaufen zu gehen. An sportliche Aktivitäten ist da gar nicht zu denken. Wir haben uns in diesem Fall für eine drastische Gewichtsreduktion entschieden. Das musste sein, um zunächst einen Punkt zu erreichen, von dem aus es weitergehen konnte. Er hat innerhalb von 29 Wochen 66 Kilogramm abgenommen. Ein Gewicht von 156 Kilogramm ist bestimmt nicht wenig, aber die Energie kommt zurück. Man hat wieder Freude an der Bewegung. Es ist möglich, Sport zu treiben. Damit hatten wir eine Basis für den Erfolg. 66 Kilo: Das nenne ich einen großartigen Einstieg hin zu mehr Bewegung und Alltagsfähigkeit!
Welches war dein größter Erfolg beim Training mit Kunden?
Mein größter Erfolg bei einem meiner Klienten war bis dato das Abstellen einer Schwangerschaftsvergiftung und Bluthochdruck sowie eine Gewichtsreduktion in Höhe von 10 Kilogramm, und das innerhalb von nicht ganz 3 Monaten.
Was unterscheidet dich von anderen Personal Trainern?
Da kann ich mehrere Punkte nennen. Zum einen geht es ganz klar darum, ob der Anbieter Ergebnisse vorweisen kann. Es müssen seriös präsentierte Resultate sein. Wichtig ist dabei die Frage nach der langfristigen Zusammenarbeit mit den Klienten. Ein tolles Ergebnis nach drei Monaten ist keine schlechte Sache. Aber: Man möchte wissen, wie es nach ein oder zwei Jahren aussieht. Der langfristige Erfolg ist ein handfestes Qualitätsmerkmal.
Es ist eine gute Idee, genau darauf zu hören, was einem der jeweilige Anbieter erzählt. Pauschalisierende Aussagen sind ein schlechtes Zeichen. Ich habe bereits darauf hingewiesen, dass man mit Standardprozessen und Baukastensystemen nicht weit kommt. Die Beratung muss auf die Person zugeschnitten sein. Natürlich gibt es ein spezifisches Fachwissen, das ein Trainer benötigt, um eine Situation beurteilen zu können. Die Lösungsansätze sind allerdings immer individuell. Ein guter Berater versucht deshalb, so viel wie möglich über den Klienten herauszufinden. Er hört seinem Kunden intensiv zu. Wenn ein Anbieter einem ein System aufzwingen will, sollte man lieber Abstand nehmen.
Schließlich kann man nur jedem Klienten raten, auf Zertifizierungen zu achten. Die Begriffe Ernährungsberater und Personal Trainer sind in Deutschland nicht rechtlich geschützt. Sie erfordern nicht unbedingt eine Ausbildung. Jeder kann sich so nennen, ohne eine Kontrolle fürchten zu müssen. Es ist ein boomender Markt, da möchten manche Leute absahnen, ohne groß in ihr Know-how zu investieren. Zertifizierungen, die beispielsweise vom TÜV nach sorgfältiger Prüfung vergeben werden, machen da einen Unterschied.
Beschreibe das Spektrum deiner Trainingsformen und -Methoden.
Je nach Zielsetzung und persönlicher Problemstellung können Trainings-, Beratungs- oder Coachinginhalte aus meinem Leistungsportfolio variabel gestaltet werden: Personal Training, Körperformung, Ernährungsberatung & -therapie, Bewegungs- & Schmerztherapie sowie Trainings-, Ernährungs-, Schmerz- & Mental Coaching.
Trainings- und Beratungsmöglichkeit besteht vor Ort im Check Point Fitness in Dingolfing, auf Wunsch gerne auch beim Klienten zu Hause. Standortunabhängig für Online Personal Training, zur Körperformung, Ernährungsberatung & -therapie sowie für Trainings-, Ernährungs-, Schmerz- & Mental Coaching auch online via Zoom, Skype, FaceTime oder per Telefon.
Kommen Kunden wegen spezieller Probleme – physischen oder psychischen – zu dir? Was sind das für Themen?
Menschen, die zu mir kommen, haben in der Regel bereits schlechte Erfahrungen mit anderen Anbietern gemacht. Natürlich gab es da auch bereits den ein oder anderen Versuch, die Sache auf eigene Faust anzugehen. Klar, im Internet findet man Anleitungen für alles Mögliche. Erfolge stellen sich dabei höchstens kurzfristig ein. Das führt dann zu Frustrationen. Die Menschen verlieren ihre Selbstachtung. Aus diesem Grund ist das Thema, mit dem sie zu mir kommen, häufig sehr emotional behaftet. Die Themen reichen dann von Gewichtsreduktion über Muskelaufbau, weiter zu chronischen Schmerzen und chronischen Krankheiten bis hin zu psychischen Problemstellungen, auf die ich im Rahmen meines Mental Coachings gemeinsam individuelle Lösungsansätze erarbeite.
Wenn jemand aber die Schwelle zu mir übertreten hat, liegt der Vorteil bereits bei mir. Die Leute merken schnell, dass ich wirklich weiß, wovon ich spreche. Ich habe das Know-how, ihnen beim Erreichen ihres Wunschkörpers zu helfen. Das funktioniert tatsächlich. Dazu zeige ich ihnen gern Fälle von Klienten, die dieses Vorhaben mit meiner Hilfe bereits erfolgreich in die Tat umgesetzt haben.
Was für Ziele haben deine Kunden typischerweise?
Die Ziele reichen von der Erreichung eines bestimmten Körpergewichts über das Erreichen einer optischen Körperformung bis hin zu allgemeiner und sportlicher Leistungssteigerung. Aufgrund meiner eigenen Vita mit der Diagnose Rheuma und Sportinvalide haben Klienten häufig auch das Ziel, ihre chronische Krankheit zu kurieren und ihre individuellen Schmerzzustände in den Griff zu bekommen. Wie man an diesen Ausführungen bereits merkt, betreue ich inzwischen fast alle Themenfelder im Kontext der menschlichen Physis.
Welche Eigenschaften zeichnen einen top Trainer aus?
In meinen Augen zeichnet einen Top Trainer das Bestreben aus, dem Gegenüber ein grundlegendes Verständnis dafür zu vermitteln, welche Stellschrauben man drehen muss, um ans Ziel zu gelangen. Was den Körper betrifft, hängt alles mit allem zusammen. Ich möchte den Menschen das System Körper mit all seinen Einflussfaktoren näherbringen. Sie sollen später auch ohne mich erfolgreich an ihrer Zielsetzung arbeiten können. Und da ich selbst eine schwere Krankheit aus eigener Kraft überwunden habe, sehe ich meine Mission in einer selbstbestimmten Gesundheit und Fitness für jeden Menschen. Wenn der Trainer dieses Bestreben dann auch noch mit langfristigen Transformationen und Referenzen seiner Klienten belegen kann, darf er sich durchaus als Top Trainer bezeichnen.
Ich will in sechs Wochen eine top Figur haben. Wie schaff ich das mit dir?
Der erste Schritt ist die Ermittlung der Höhe der Kalorienzufuhr. Dazu wird mithilfe einer App genau Tagebuch geführt. Das geht über eine ganze Woche. Kaum jemand weiß, was er da Tag für Tag zu sich nimmt. Die Zufuhr festzuhalten, ist eben auch wichtig für die Schaffung eines Ernährungsbewusstsein. Im Anschluss wird der tatsächliche Bedarf ermittelt. Aus diesen Informationen ergeben sich bereits die möglichen Lösungsansätze.
Wenn es zu Beginn um eine starke Gewichtsabnahme geht, ist das für die meisten Menschen gut in den Alltag einzubauen. Die ersten Tage sind gewiss nicht leicht, aber es gibt eben auch keinen großen Mehraufwand, der die täglichen Abläufe stört. Im Gegenteil: Man muss weniger einkaufen, weniger kochen und weniger abwaschen – das ist doch eine gute Nachricht!
In der zweiten Phase, wenn Bewegung und Ernährung ihr Gleichgewicht finden müssen, ist es nicht so sehr eine Frage der Disziplin. Man muss sich vielmehr vom Wiegen und Notieren lösen. Ich bezeichne das als intuitives Essen. Man braucht das richtige Gefühl. Dann wird der Alltag nicht zum Problem und es besteht auch nicht die Gefahr, in eine Essstörung zu rutschen.
David, danke dir für das Interview. Wir von PersonalFitness wünschen dir weiterhin ganz viel Erfolg!
Besonders schätze ich, dass David sich immer Zeit für alle Fragen nimmt und komplexe Zusammenhänge verständlich erklärt. Sein fundiertes Fachwissen gibt einem sofort das Gefühl, in guten Händen zu sein. Gleichzeitig begegnet er einem auf Augenhöhe und hört wirklich zu. Man merkt, dass ihm die Menschen und ihre Gesundheit am Herzen liegen. David hat immer ein offenes Ohr und steht einem mit Rat und Tat zur Seite. Wer eine kompetente, individuelle und ganzheitliche Ernährungsberatung sucht, ist bei ihm definitiv richtig!