Seit Ende 2019 sagt Ihnen die Lebensmittel-Ampel Nutri-Score, wie „gesund“ ein Produkt ist – aber Vorsicht: oft irreführend und nicht vollständig. Erfahren Sie, was die Ampel wirklich kann, wer sie vergibt und wie Sie sie sinnvoll nutzen können.
Was Sie gleich erfahren werden:
Seit Ende 2019 soll uns eine Ampel verraten, ob ein Lebensmittel eher gesund oder ungesund ist: der Nutri-Score. Doch was die Bundesregierung mit den besten Absichten eingeführt hat, damit es uns allen leichter fällt eine gesunde Wahl beim Kauf von Lebensmitteln zu treffen, kann aus Sicht von Verbraucherschützern oftmals irreführend sein. Was also kann der Nutri-Score und was kann er nicht? Die wichtigsten Fragen zur Lebensmittel-Ampel werden hier beantwortet:
Der Nutri-Score ist eine fünfstufige Farb- und Buchstaben-Skala mit "A" für Grün bis "E" für Rot zur Bewertung von verarbeiteten Lebensmitteln.
Frankreich führte im Jahr 2018 als erstes Land den Nutri-Score ein. In Deutschand gibt es die Lebensmittel-Ampel seit Ende 2019. Der Nutri-Score soll die Verbraucher zu bewussteren und vor allem gesünderen Entscheidungen bei der Wahl von verarbeiteten Lebensmitteln anregen. Ein Hintergrund für die Entwicklung dieses Instruments war eine Verbraucherumfrage. Sie hatte ergeben, dass die Verbraucher sich mehr Transparenz beim Kauf von Lebensmittelprodukten wünschen. In der Folge entschied sich die Deutsche Bundesregierung für dieses Nährwert-Logo. Die farbige Nährwertkennzeichnung soll ähnlich dem Verkehrsampelsystem auf einen Blick vermitteln, welche Produkte gesünder oder ungesünder sind.
Die Marke Nutri-Score ist in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union geschützt. Möchte ein Hersteller den Nutri-Score für seine Lebensmittelprodukte nutzen, muss er dies bei der Nationalen Agentur für öffentliche Gesundheit in Frankreich anmelden.
In Frankreich, Belgien und Deutschland ist der Nutri-Score bereits eingeführt worden. In Spanien und Portugal wird dies noch überlegt.
Orientiert man sich an den entsprechenden Apps, sind in Deutschland bislang rund 330.000 verarbeitete Lebensmittel mit dem Nutri-Score ausgezeichnet. Nur wenige Hersteller haben sich selbst verpflichtet, die Lebensmittel-Ampel zu nutzen.
Der Nutri-Score richtet sich nach Parametern, die etwas darüber aussagen, wie gesund oder ungesund ein Lebensmittel ist.
Ungünstig wirken sich auf den Nutri-Score folgende Faktoren aus:
Günstig wirken sich auf den Nutri-Score folgende Faktoren aus:
Werden hingegen die Anteile von Obst, Gemüse oder Nüssen verarbeitet – wie etwas in Sirup – wirkt sich dies wiederum negativ auf den Nutri-Score aus. Unbeachtet bleiben Zusatzstoffe wie etwa Konservierungsmittel und die Verwertung von tierischen Produkten.
Für die Bewertung werden schließlich die positiven und negativen Bewertungsanteile gegeneinander abgewogen.
Die Nutzung des Nutri-Scores ist freiwillig. Hat ein Hersteller sich aber für die Kennzeichnung entschieden, gilt dies für alle Lebensmittelprodukte des Unternehmens.
Die Kennzeichnung mit dem Nutri-Score überprüft die Nationale Agentur für öffentliche Gesundheit in Frankreich, die auch alle Anmeldungen für die Lebensmittel-Ampel überprüft.
Ganz so einfach wie es das Ampel-System vermuten lässt, ist eine gesunde Ernährung anhand des Nutri-Scores nicht. Beispiele: Ein Light-Getränk wird nach dem Nutri-Score mit "B" und damit gesünder bewertet als ein naturtrüber Apfelsaft, der aufgrund seines hohen Fruchtzuckergehalts nur ein mittleres "C" erhält. Tiefkühlpizza, die Spinat enthält, wird mit einem harmlosen "B" bewertet.
Zu den am meisten verbreiteten Apps zum Nutri-Score zählen folgende:
Der Nutri-Score ist leider keine zuverlässige Hilfe für die Wahl gesunder, verarbeiteter Lebensmittel. Sein Bewertungsschema kann sehr irreführend sein, wie an den Beispielen oben deutlich wurde. Außerdem werden Zusatz- und Konservierungsstoffe nicht in das Rating einbezogen. Aus diesen Gründen ist der Nutri-Score gerade für Hersteller interessant, die besonders viele Zusatzstoffe verwenden – ihre Produkte schneiden irrtümlich als gesund ab. Entsprechend werden diese und andere Aspekte von Verbraucherschützern stark kritisiert.
Wer sich gesund ernähren möchte, braucht weder den Nutri-Score noch muss er dafür Ernährungswissenschaftler sein. Der einfachste Weg dahin ist eine vollwertige, überwiegend pflanzliche Ernährung mit ganzheitlichen Nahrungsmitteln. Mit anderen Worten: Ein Apfel, eine Karotte oder ein vollwertiges Dinkelbrot brauchen keine Farbampel. Was es aber braucht, ist ein gesundes Bauchgefühl bei der Wahl natürlicher, gesunder Lebensmittel. Und je mehr wir dafür Apps und Systeme nutzen, desto weniger trainieren wir unser gesundes Bauchgefühl. Mit anderen Worten: Gesunde Ernährung könnte ganz einfach sein.
Mini-Plan: Setzen Sie diese Schritte 2–3 Mal pro Woche um: Ein Einkauf mit „3x Gemüse + 1 Hülsenfrucht“, ein Produktvergleich per Nutri-Score innerhalb einer Kategorie, und eine vollwertige Mahlzeit zu Hause. Testen Sie morgen eine Variante! ✅
Diesen Artikel über „Lebensmittelkennzeichnung“ hat David Bachmeier geschrieben – Personal Trainer aus Dingolfing-Landau.
Warum Kunden gerne mit David trainieren
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