Kann man als Familie zusammen ins Gym gehen? Klar! Aber ab welchem Alter dürfen Kids dort Sport machen? Und welche Übungen an Geräten und mit Gewichten passen perfekt? So baust du mit deinen Kindern eine passende Trainingsroutine auf.
Was du gleich erfahren wirst:
Grundsätzlich gilt hier: Jedes Fitnessstudio macht seine eigenen Hausregeln. Folgende Vorgaben gibt es häufig:
Was immer im Hinterkopf behalten werden sollte: Kinder lernen durch Beobachten und Nachahmen. Möchte man beim Sport seinem Kind ein tolles Vorbild sein, können Trainingseinheiten sehr gut nach Hause verlegt werden, während das Kind spielt, zum Beispiel. Dann kann man ab einem gewissen Alter (etwa 1,5 Jahre) Interesse erkennen und auch Kleinkinder spielerisch integrieren.
Natürlich sollte immer auf die Sicherheit geachtet werden und bei schwerem Equipment zum Beispiel eine Abtrennung des Raumes vorgenommen werden.
Alle Übungen, die für einen Erwachsenenkörper angemessen sind, können ebenso für Kinder genutzt werden. Hier ist ganz klar zu beachten, dass das Kind aus Sicherheitsgründen die Anweisungen befolgt. Auch sollte das Gewicht angepasst und langsam gesteigert werden, sodass keine Überlastung entstehen kann. Am besten startet man mit einem Personal Trainer, der oder die auf Fitness mit Kindern spezialisiert ist. So können Eltern dafür sorgen, dass ihre Kinder sicher und gesund trainieren.
Möglich wäre eine erste Einführung an geführten Geräten, die gängig im Fitnessstudio sind. Ein paar Beispiele:
Bei Interesse des Kindes und guter Übungsausführung sind auch freie Übungen mit der Langhantel und Kurzhantel denkbar. Hier sollte immer eine erfahrene Trainerin hinzugezogen werden.
Übungen, die als Team ausgeführt werden können, sind prädestiniert Spaß zu bringen, sich gegenseitig motivieren zu können und auch anstrengend genug zu sein, damit Fortschritte erzielt werden können.
Ein guter Tipp ist hier, sich zuerst an den Schwächen der Trainierenden zu orientieren. Kann zum Beispiel eine Partei (noch) keine Liegestütze, sollten (noch) keine Liegestütze auf dem Boden im Trainingsplan stehen. Stattdessen sind Vorübungen zu empfehlen, wie zum Beispiel Liegestütze auf den Knien, mit den Händen auf einer Erhöhung oder mithilfe eines Schlingentrainers.
Die Variante eines zeitbasierten Intervalls (z.B. ein Tabata) kann auch sehr interessant sein, da hier mit Musik gearbeitet wird und somit der Spaßfaktor groß ist.
Viele spielerische Elemente mit Hütchen oder Bällen helfen Kindern wunderbar bei der Hand-Augen-Koordination und bereiten schon früh auf mögliche sportliche Interessen vor.
Hier drei Übungen, die für einen Einsteiger-Trainingsplan geeignet sind:
Unterarmstütz mit gegenseitigem Abklatschen:
Der tote Käfer
Ausfallschritte mit dem eigenen Körpergewicht
Die Abfolge der Übungen können nun auf Wiederholungsbasis oder zeitbasiert gemacht werden. Weitere Übungen wie Kniebeugen, Hampelmann, seitlicher Unterarmstütz, Joggen oder Fast Feet können integriert werden.
Ein Wiederholungsbasierter Plan kann wie folgt aussehen: Jede Runde – einmal alle Übungen nacheinander durchgeführt – wird mit zehn bis 15 Wiederholungen pro Übung und Seite ausgeführt, je nach Leistungsstand.
Ein zeitbasierter Plan kann wie folgt aussehen: Jede Übung wird 20 bis 30 Sekunden ausgeführt, darauf folgt eine zehnsekündige Pause. Dann kann ein Timer auf 20 Minuten eingestellt. Es werden die vollständig abgeschlossenen Runden gezählt, die während der 20 Minuten abgeschlossen werden können.
Generelle Grundregeln gelten für das Training:
Indem man selbst als Vorbild dient! Wenn Sport schon von klein auf durch die Eltern vorgelebt und spaßig gestaltet wird, ist es sehrt viel leichter, ein Kind mit zunehmendem Alter für Sport zu begeistern.
Kinder möchten rennen, sich bewegen und mit Gleichaltrigen interagieren, da kann das Fitnessstudio erstmal zu langweilig erscheinen. Daher gibt es wunderbare Kindersportangebote. Auf jeden Fall nicht zu früh in eine bestimmte Richtung drängen, sondern viel ausprobieren lassen!
Äußert das Kind aber Interesse am Fitnessstudio und spezifisch am Krafttraining, sollte man es immer unterstützen und anbieten, zusammen ein Probetraining zu machen.
Wie es so üblich ist, in einem bestimmten Alter sind die Eltern eher „uncool“: deshalb auch die Möglichkeit geben, nur mit einer Trainerin ein Probetraining zu machen oder vielleicht sogar gemeinsam mit Freunden des Kindes.
Kinder sind sehr ausdauernd und leistungsfähig, doch auch dies hat seine Grenzen. Tritt Unkonzentriertheit auf oder wird mehr herumgeblödelt als trainiert, ist es wohl Zeit, das Training zu beenden.
Ist das Kind abgeschlagen, müde, gereizt und hat keinen Spaß mehr am Sport, sollte man etwas runterfahren. Dazu kann auch gehören, mal eine Woche Pause zu machen.
Bewegung sollte jeden Tag stattfinden. Ausdauertraining kann bis zu sechsmal in der Woche betrieben werden, je nach Leistungsstand des Kindes und Intensität der Einheit. Je weniger anstrengend eine Trainingseinheit ist, desto häufiger kann trainiert werden.
Krafttraining für die allgemeine Fitness ist bis dreimal in der Woche ausreichend, bei ambitionierten Zielen auch bis fünf Trainings in der Woche.
Dabei sollte auch auf ausreichend Schlaf zur Regeneration geachtet werden. Die Regeneration nach dem Training ist ebenso essenziell wie das Training selbst. Bei der Ernährung gilt: ausreichend Proteine, viel Gemüse und komplexe Kohlenhydrate.
In erster Linie sollte der Spaß im Vordergrund stehen. Änderungen am Trainingsplan sollten vorgenommen werden, wenn Sport zu Stress führt. Das Kind von Beginn an in Entscheidungsprozesse miteinbeziehen und auch Entscheidungen treffen lassen, kann schon viel Positives bewirken und stärkt ach gleichzeitig das Selbstbewusstsein des Kindes. All diese Aspekte sind wichtig und können von Anfang an am nachhaltigsten integriert werden, wenn ein Personal Trainer im Boot ist.
Jedes Fitnessstudio arbeitet mit eigenen Hausregeln, was aber immer zu einem guten Miteinander gehört: saubere Turnschuhe, ein Handtuch, etwas zum Trinken. Viele Fitnessstudios bieten eigene Flaschen an und stellen Getränke zur Verfügung, je nach Vertragsoption.
Julia hat ihre Personaltrainer A-Lizenz 2017 an der SAFS&BETA Akademie gemacht und hier auch die Physio-Trainer Lizenz absolviert. Seit Dezember 2020 trainiert sie ihre Schützlinge im privaten Studio in Bad Homburg. Aufgrund der Passion von Julia, gerade Frauen den Vorteil von Krafttraining aufzuzeigen, ist sie bestrebt ihre Arbeit als Coach so persönlich und zielorientiert wie möglich zu gestalten. Sie bildet sich stetig zum Thema Biomechanik, Schmerzphysiologie weiter und arbeitet nach neuesten wissenschaftlichen Methoden und Erkentnissen... mehr über den Trainer