Verändert hat Sport mein Leben nicht, weil ich schon seit meiner ganz frühen Jugend Sport gemacht hatte. Mein Leben wäre aber ganz sicher anders verlaufen, als es ist und ich könnte nicht so positiv in meine gesundheitliche Zukunft blicken.
Absolut nein. Ich brauche einfach meine 3-5 Läufe in der Woche ansonsten spüre ich einfach, wie träge, antriebslos und müde ich ohne Sport werde.
Weshalb bist du Personal Trainer geworden?
Mich hat es schon vor vielen Jahren fasziniert, andere Menschen zu trainieren. In meiner eigenen Marathonzeit hatte ich mich intensiv mit Trainings- und Ernährungslehre auseinandergesetzt. So konnte ich mein Wissen und meine intensive, langjährige Erfahrung bei den Marathon-Vorbereitungen an andere Laufbegeisterter weitergeben und ihnen zu beachtenswerten, persönlichen Erfolgen verhelfen.
Unter anderem sind diese prägenden Erlebnisse und die Begeisterung meiner Trainees in meine Entscheidung, mich als Personal Trainer selbständig zu machen, mit eingeflossen.
Was macht dir an deinem Beruf am meisten Freude?
Da gibt es nicht nur die eine einfache, kurze Antwort. Es ist das „Gesamtpaket“, das man als Trainer oft geschenkt bekommt.
Es ist die Freude, die ich in den Augen meiner Klienten vor und nach dem Training sehe. Die Freude, mich zu sehen, aber auch die Freude vor unserem Training und nach unserem Training. Und das oft bei Menschen, die zuvor nie Sport gemacht haben und die immer ein Unbehagen in sich hatten, wenn dies ein Thema für sie werden sollte. Also Menschen vermitteln zu können, wie sehr Sport Freude macht, Leben verändern kann und nicht ausschließlich nur anstrengend und belastend ist.
Zum zweiten, Menschen auf dem Weg zu ihren Zielen unterstützen zu dürfen und auch hierbei das Glück zu sehen, das entsteht.
Nicht zuletzt erfüllen mich auch die intensiven, oft sehr persönlichen Gespräche, die wir führen und das Vertrauen und die Offenheit, die mir Klienten entgegenbringen. Denn Personal Training besteht in der Regel nicht nur daraus, sich einfach nur zum Sport zu treffen.
Gab es für dich mal einen beruflichen Plan B? Was wärest du statt Personal Trainer geworden?
(lacht) Ich habe den beruflichen Lebensweg “A“ nach rückblickend (zu) vielen unglücklichen Jahren in Controlling-Bereichen großer Unternehmen bereits hinter mir gelassen und meinen “Plan B“ mit der Selbständigkeit im Personal Training verwirklicht. Das ist das, was mir wirklich Sinn und Lebensglück gibt, wofür ich jeden Tag gerne aufstehe.
Welche Maxime oder Werte bestimmen dein Leben?
Da würde ich in erster Linie Respekt, Wertschätzung und Vertrauen, Zuverlässigkeit, Loyalität und Verbindlichkeit nennen. Dazu Familie und Humor, das ist mir wichtig.
Was hältst du für eine der genialsten Erfindungen?
Die Lenkrad-Heizung! (lacht).
Manche Menschen glauben, sie seien einfach nicht sportlich. Was rätst du diesen Kunden?
Ja, die Menschen gibt es, die leider aus den unterschiedlichsten Gründen nie einen Zugang zu Sport gefunden haben. Das hat für mich aber nichts mit Unsportlichkeit zu tun. Sportlich werden kann nahezu jeder Mensch. Wichtig ist, grundsätzlich offen zu sein für Veränderung und für ein notwendiges Verlassen der Komfortzone. Dann zeige ich oder einer meiner wunderbaren, erfahrenen Personal Trainer-Kolleginnen und -Kollegen, mit einem genau auf den jeweiligen körperlichen und mentalen Zustand abgestimmten, moderaten Training, wie sehr Sport Freude machen kann. Für viele zuvor vermeintlich unsportliche Menschen wurde und wird Sport so zu einem neuen, wichtigen Lebensinhalt.
Welches war dein schönster Moment im Umgang mit Kunden?
Der schönste Moment war, als mir ein Klient eines Tages strahlend sagte: “Benny, ich bin so dankbar dafür, dass ich Dich gefunden habe. Du bist eine unglaubliche Bereicherung für mein Leben!“. Diese Worte hatten mich damals sehr berührt, vergessen werde ich sie sicherlich nie mehr. Sie geben mir als Personal Trainer die Bestätigung, in Bezug auf die Berufswahl alles richtig gemacht zu haben.
Stress und Burnout: Welche Rolle spielen Themen wie Entspannung und Regeneration in deinem Training?
Mit Stress und Burnout hatte ich viele Jahre selbst zu kämpfen. Ich habe da, wenn ich es so formulieren darf, ausgeprägte praktische Erfahrungen gesammelt. Aber ich habe spät, aber immerhin auch den Weg heraus aus diesen Phasen gefunden.
Um anderen Menschen zu helfen, erst gar nicht in eine solche Situation zu gelangen, biete ich heute neben Personal Training auch Stressmanagement und Burnout-Prävention an. Ich weiß ganz genau, wie man sich fühlt. Und kenne den Weg aus diesem Hamsterrad.
Beschreibe das Spektrum deiner Trainingsformen und -Methoden.
Ich biete im Kern funktionelles Training (“Functional Training”) an, setze dafür, neben dem eigenen Körpergewicht, vielfältiges Trainingsequipment ein. Dazu gibt es weitere Spezialisierungen in den Bereichen Senioren-Sport, Golfsport-Athletiktraining oder Lauftraining.
Kommen Kunden wegen spezieller Probleme – physischen oder psychischen – zu dir? Was sind das für Themen?
Neben Personal Training ist Stressbewältigung und Burnout-Prävention ein weiterer Schwerpunkt. Um den tatsächlichen Stresslevel zu messen, führe ich bei diesen Menschen zunächst die HRV-/VNS-Messung durch - die Messung der Herzfrequenzvariabilität sowie die Analyse des vegetativen Nervensystems. Je nach Ausprägung wird dann durch individuellen Stressbewältigungsmethoden intensiver an der Reduzierung der Stressbelastung gearbeitet.
Was für Ziele haben deine Kunden typischerweise?
Die Ziele meiner Klienten sind ganz vielfältig. Oftmals geht es darum, teils massives Übergewicht zu reduzieren. In der Regel sind es aber Klienten, denen die Motivation fehlt, allein Sport zu treiben, die aber wissen, wie wichtig Training ist. Diese Klienten bleiben dann oft ein Leben lang. Aber auch Herzinfarkt-Patienten, die ihr Leben umstellen möchten sind dabei.
Benny, danke dir für das Interview. Wir von PersonalFitness wünschen dir weiterhin ganz viel Erfolg!
Die Betreuung umfasst nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch Geist und Psyche werden ebenfalls trainiert. Die Einheiten sind sehr abwechslungsreich, individuell abgestimmt, fordernd, aber niemals überfordernd, und der Spaß kommt auch nicht zu kurz. Kurz gesagt: ein stimmiges Gesamtpaket, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. DANKE, BENNY!