Verspannter Nacken, steife Hüften – Sie arbeiten am Rechner und kennen das auch? Dann ist es Zeit für den 6‑Minuten‑Flow. Er kann die größten Büro‑Baustellen lösen – ganz ohne Geräte und jederzeit, selbst zwischen zwei Meetings.
Was Sie gleich erfahren werden:
Viele von uns sitzen an Arbeitstagen zu viel und zu lange. Dabei sind wir Menschen nicht für sitzende Tätigkeiten gemacht. Unser Körper braucht Bewegung, und dies auch im Büro! Kleine Mobility-Routinen können dabei helfen, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. Ein Personal Trainer stellt für Sie einen individuellen Trainingsplan zusammen, mit dem Sie Ihre Ziele am besten erreichen.
Oft sind es die kleinen Dinge, die eine große Wirkung haben können. Das trifft auch bei Problemen mit Nacken und Hüfte oft zu. Kleine Übungen als kurzer 6-Minuten-Block können schon reichen, um den meisten Problemen im Schulter-Nacken-Bereich und im Hüftbereich vorzubeugen. Meine Erfahrung als Personal Trainer und Berater im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) zeigt dies immer wieder. Eine kurze "Bewegte Pause" hilft Wunder und löst auf einfache Art und Weise die Muskulatur. Nur welche Übungen eignen sich da am besten?
Am effektivesten sind dafür Übungen, die unsere Hüfte öffnen, den Bereich der Brustwirbelsäule mobilisieren und unseren Schulter-Nacken-Bereich lockern. Hier ein kurzes Programm dazu:
1. Hüfte (2 Min.)
Hüftbeuger-Stretch – 45 Sek. pro Seite:
Hüftkreise im Stehen – 30 Sek.:
2. Brustwirbelsäule, BWS (2 Min.)
BWS-Rotation im Stehen – 30 Sek. pro Seite:
"Brustöffner" an der Stuhllehne – 1 Min.:
3. Nacken (2 Min.)
Seitliche Dehnung – 30 Sek. pro Seite:
"Nacken-Reset" – 2 X 30 Sek.:
Wichtig ist, dass Sie eine Routine entwickeln. Dies ist nur ein Beispiel, wie so ein Ablauf aussehen kann.
Eine Routine muss sich über einen längeren Zeitraum entwickeln. In der Regel benötigen wir mehrere Wochen, bis wir eine Routine fest in den Alltag eingeführt haben.
Dies ist sehr individuell zu beantworten. Aber grundsätzlich kann man sich hier an die 45-10-5-Formel halten. Maximal 45 Minuten am Stück sitzen, danach 10 Minuten stehen und 5 Minuten bewegen.
Leider ist dies im Tagesgeschäft nicht immer umsetzbar, daher gilt: Versuchen Sie, sich alle zwei bis drei Stunden für fünf bis zehn Minuten zu bewegen. Das beugt nicht nur Verspannungen vor, sondern kurbelt auch den Stoffwechsel an und versorgt den Körper mit mehr Sauerstoff. Mehr Sauerstoff sorgt dafür, dass wir konzentrierter arbeiten können.
Tatsächlich können wir sehr viele Übungen direkt und ohne weitere Hilfsmittel am Schreibtisch ausführen. Denn alles, was wir für die Übungen brauchen, bietet bereits unser Körper. Seien Sie bei der Auswahl der Übungen kreativ, hören Sie auf Ihren Körper. Was tut Ihrem Körper gut? Was eher nicht? Seien Sie achtsam mit sich selbst.
Hier eine kleine Auswahl an Übungen, die direkt am Schreibtisch umgesetzt werden können:
Übungen für Hüfte und unteren Rücken
1. Sitzender Hüftbeuger-Stretch
2. Knie zur Brust (im Sitzen)
3. Beckenkippen
4. Seitneigen im Sitzen
Übungen für die Brustwirbelsäule (BWS)
1. BWS-Rotation im Sitzen
2. "Brustöffner"
3. Katzenbuckel/Hohlkreuz im Sitzen
4. Armkreisen
Übungen für den Nacken
1. Seitliche Dehnung
2. "Doppelkinn"-Bewegung
3. Rotation Nacken
4. Schulterheben ("Shrugs")
Übungen für Schultern und Arme
1. Wandfreie "Wandengel"
2. Trizeps-Stretch
3. Handgelenk-Mobilisation
Beine und Kreislauf
1. Wadenheben
2. Sitzendes Beinheben
3. Marschieren am Platz
Probieren Sie sich durch die Übungen und picken Sie sich Ihre Lieblingsübungen heraus. Aus diesen Übungen können Sie sich Ihre eigene Bewegungsroutine für das Büro entwickeln.
Hier kann man sich an fünf einfache Punkte halten, damit kann oft schon eine Vielzahl von Beschwerden beseitigt werden.
Position des Schreibtisches
Stellen Sie Ihren Schreibtisch im 90-Grad-Winkel zum Fenster auf: So vermeiden Sie, geblendet zu werden.
Höhe des Tisches
Zwischen Ihrem Oberschenkel und der Unterseite des Tisches sollte mindestens eine Faust Platz haben.
Die Unterarme sollten locker auf der Tischplatte aufliegen können und einen 90-Grad-Winkel zu den Oberarmen bilden.
Höhe des Schreibtischstuhls
Sie sollten so entspannt sitzen können, dass Ihre Oberschenkel mindestens 90 Grad zu Ihrem Oberkörper stehen.
Ihre Füße sollten komplett auf dem Boden aufstehen, ansonsten eine Fußbank verwenden.
Einrichtung des Bildschirmes
Der Abstand vom Gesicht zum Bildschirm sollte mindestens 50 cm betragen: Je größer der Bildschirm, desto größer der Abstand.
Der Bildschirm sollte frontal vor Ihnen stehen.
Bei der Arbeit mit zwei Bildschirmen sollte der "Hauptbildschirm" frontal ausgerichtet sein, der "Nebenbildschirm" in einem leichten Winkel zu dem Hauptbildschirm. Sollten beide gleichermaßen genutzt werden, wird die Kante zwischen Beiden frontal ausgerichtet
Tastatur und Maus
Tastatur und Maus sollten so platziert werden, dass die Unterarme noch ein wenig auf der Tischplatte liegen und die Handgelenke locker aufliegen.
So lange Sie nicht mit Handgelenkspolstern arbeiten, bleiben die Füßchen der Tastatur eingeklappt.
Arbeiten Sie mit "Ergonomischen Mäusen". Mit diesen beugen Sie Problemen, wie Mausarm oder Ähnlichem vor.
Bei der Arbeit an einem Steharbeitsplatz, bleiben fast alle oben genannten Punkte gleich. Einzig die Einstellung der Tischhöhe variiert. Achten Sie hierbei darauf, dass die Höhe so gewählt wird, dass die Ellenbogen wieder einen 90-Grad-Winkel aufweisen und dabei die Schultern locker nach unten hängen können.
In beiden Fällen sollte man als Erstes auf das Wundermittel Bewegung zurückgreifen. Studien zeigen, dass Bewegung bei leichten Schmerzen wie ein Schmerzmittel wirken kann. Entscheidend an der Stelle ist, dass Sie auf Ihren Körper hören. Wie stark ist der Schmerz? Hilft mir diese Bewegung gerade, damit der Schmerz weniger wird oder ist eher das Gegenteil der Fall?
Bewegung fördert die Durchblutung und kurbelt den Stoffwechsel an. Das kann helfen, schmerzverursachende Verspannungen zu lösen.
Bei einem Gefühl der Steifheit, verhält es sich ganz ähnlich. Bewegung hilft,zu lockern und zu lösen. Gesteigerte Durchblutung führt zur Entspannung der Muskulatur und wirkt somit aktiv gegen die Steifheit der Muskulatur.
Somit lässt sich sagen: Wenn wir schon beim Gefühl der Steifheit beginnen aktiv zu werden, müssen Schmerzen erst gar nicht auftreten. Noch besser wäre es, schon vorbeugend damit zu beginnen. Am besten geht das natürlich mit einem Profi an Ihrer Seite.
Quellen:
Li Y, Yan L, Hou L, Zhang X, Zhao H, Yan C, Li X, Li Y, Chen X, Ding X. Exercise intervention for patients with chronic low back pain: a systematic review and network meta-analysis. Front Public Health. 2023 Nov 17;11:1155225. doi: 10.3389/fpubh.2023.1155225. PMID: 38035307; PMCID: PMC10687566.
Mini-Plan: Führen Sie die 6-Minuten-Routine 2–3 Mal täglich aus und prüfen Sie die 45-10-5-Formel über eine Woche. Starten Sie morgen mit einer Runde nach dem ersten Kaffee ☕.
Diesen Artikel über „Büro-Mobility in 6 Minuten“ hat Eric Wehner geschrieben – Personal Trainer aus Dresden.
Warum Kunden gerne mit Eric trainieren
Viele loben Erics präzise Anamnese und seine Fähigkeit Trainingspläne individuell anzupassen. Häufig wird betont, dass er fordernd aber nie überfordernd trainiert und dabei Geduld sowie Einfühlungsvermögen zeigt. Einige berichten von schnellen Fortschritten wie mehr Energie weniger Nacken‑ und Schulterschmerzen verbesserter Körperspannung und nachhaltigem Gewichtsverlust. Mehrere heben Erics Flexibilität und Praxisnähe hervor.
Eric Wehner wusste früh, dass Disziplin und Struktur nicht im Widerspruch zu Leichtigkeit stehen müssen. Nach seinem Studium an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement und mehreren Jahren als Studioleiter in Dresden hat er erkannt: Wer viel Verantwortung trägt, braucht ein Training, das genauso klar, effizient und zielgerichtet ist wie sein Alltag. Heute unterstützt er als Personal Trainer Berufstätige und Führungskräfte dabei, körperlich fit und mental ausgeglichen zu bleiben – mit System, Verstand und Leidenschaft... mehr über den Trainer
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