Natürliche Fasern bringen mehr Leistung

Wolle als Sportkleidung Natürliche Fasern bringen mehr Leistung

Die Natur punktet mal wieder: Sportbekleidung aus Wolle ist der Kunstfaser deutlich überlegen. Tests zeigen, dass Sportler in Funktionswäsche aus Wolle sogar mehr Leistung bringen.

Kunstfasern galten lange als DIE Fasern für Sportbekleidung. Vor allem, weil sie unangenehme Schwitzfeuchtigkeit rasch und effektiv von der Haut wegtransportieren, meinten die Experten. Allerdings stimmt dies offenstlich nicht ganz. Der Grund: Textilexperten haben festgestellt, dass Wolle sogar besser von störender Schwitzfeuchtigkeit befreit.

Was du gleich erfahren wirst: 
Wie reguliert Wolle die Wärme beim Training?
Wie beeinflusst Wolle beim Schwitzen den Transport der Feuchtigkeit?
Wie vermeidet man, dass die Wollkleidung juckt?
Was sind die besten Gründe zum Tragen von Wolle beim Training?

Wie reguliert Wolle die Wärme beim Training?

Wolle transportiert nicht nur Feuchtigkeit ab, sondern wärmt zugleich, weil sie durch die Aufnahme von Feuchtigkeit Wärme abgibt. Das bedeutet, dass selbst ein durchgeschwitztes Woll-T-Shirt noch wärmt. Außerdem nimmt Funktionswäsche aus Wolle auch bei mehrmaligem Tragen keinen Körpergeruch an.

Wie beeinflusst Wolle beim Schwitzen den Transport der Feuchtigkeit?

Es wurde festgestellt, dass Versuchspersonen in Wollwäsche größere Ausdauerleistung erbringen als mit Polypropylen-Shirts. Das lässt sich damit erklären, dass Wollwäsche die Temperaturregulation sehr gut beherrscht. Die Natur selbst sorgt für diese Eigenschaften der Wolle.

Wie beeinflusst Wolle beim Schwitzen den Transport der Feuchtigkeit?

Die Struktur der Eiweißfasern zeichnet sich nicht nur allein durch Elastizität, Zugfestigkeit und Bauschigkeit aus. Sie können auch bis zu 30 % des Eigengewichts als Wasser und Dampf aufnehmen, ohne dabei feucht zu werden.

Wie vermeidet man, dass die Wollkleidung juckt?

Wer verhindern will, dass der Sportspaß durch unangenehmes Kratzen beeinträchtigt wird, sollte sich auf Bekleidung mit Merinowolle beschränken. Durch die feinen Fasern, die typisch für diese Wolle ist, fällt der unangenehme Nebeneffekt weg. 

Was sind die besten Gründe für Sportkleidung aus Wolle?

  • Feiner, seidiger Griff
    Die Fasern der feinsten Merino-Wollen haben nur einen Durchmesser von ca. 16 Mikron (0,016 mm). Zum Vergleich: Das menschliche Haar hat ca. 100 Mikron.

  • Thermo-Regulierung
    Die Wollstoffe schaffen ein körperähnliches Mikroklima. Dieses verhindert, dass Kälte im Winter oder Hitze im Sommer an den Körper gelangt.

  • Feuchtigkeitstransport
    Die Faseroberfläche, Schuppe genannt, ist hydrophob. Das bedeutet, dass Feuchtigkeit abgewiesen wird. Diese verdunstet oder, wenn dies z.B. wegen einer weiteren Bekleidungsschicht nicht möglich ist, sie wird von dem umgekehrt hydrophilen Faserinneren aufgenommen. Die Wollfaser kann Feuchtigkeit bis zu 1/3 des eigenen Gewichtes aufnehmen, ohne sich dabei nass anzufühlen.

  • Atmungsfähigkeit
    Die Atmungsfähigkeit der Wollgestricke wird durch die schuppige Faseroberfläche, durch die natürliche Faserkräuselung sowie durch die Dampfdurchlässigkeit moderner Fasern erzeugt.

  • Antibakterielle Eigenschaft
    Die Wolle besteht aus Protein. Dadurch bindet sie u.a. auch viele Viren und Bakterien und hemmt ihre Zersetzung oder Vermehrung. Deswegen riecht ein Wollkleidungsstück auch nach mehrmaligen Tragen nicht.

    Foto: iStockphoto

Mitmachbox: Sportlich mit Merino – warm, trocken, geruchsfrei ?

  • So geht’s… Ziehen Sie für Ausdauertraining (Joggen/Walken) ein Merino-Baselayer an und testen Sie es auch unter einer Jacke. Das stärkt… Ihre Temperaturregulation – Sie bleiben warm, auch wenn das Shirt feucht wird. Tipp: Eine dünne Lage (150–180 g/m²) reicht oft; wechseln Sie die Außenschicht, nicht das Merino.
  • So geht’s… Planen Sie Ihre Pausen: Nach intensiven Phasen Jacke kurz öffnen, damit Feuchte entweichen kann. Das stärkt… das trockene Mikroklima auf der Haut und verhindert Frieren. Sicherheit: Bei Wind/Regen sofort wieder schließen, Merino isoliert auch feucht.
  • So geht’s… Nutzen Sie Merino bei Intervallen oder Bergauf-/Bergab-Passagen. Das stärkt… Ihre Ausdauerleistung, weil Merino Schwitzen puffert und Überhitzung dämpft. Tipp: Leichte Mütze/Socken aus Merino ergänzen den Effekt.
  • So geht’s… Tragen Sie Ihr Merino-Shirt 2–3 Einheiten ohne Waschen, nur auslüften. Das stärkt… Hygiene und Nachhaltigkeit – die Proteinfasern hemmen Gerüche. Sicherheit: Bei empfindlicher Haut auf „Merino extrafein“ achten (ca. 16–18 Mikron).
  • So geht’s… Kombinieren Sie Merino als erste Schicht mit einer winddichten, nicht zu engen Außenschicht. Das stärkt… Feuchtigkeitstransport und Atmungsfähigkeit. Tipp: Im Sommer leichte Merino-Mischung, im Winter etwas schwerere Qualität wählen.

Mini-Plan: Testen Sie Merino 2–3 Mal pro Woche bei Ihren Einheiten. Starten Sie morgen mit einem leichten Baselayer, lüften Sie ihn nach dem Training und prüfen Sie, wie warm und geruchsfrei er bleibt. Danach eine Variante mit Mütze oder Socken ausprobieren.

Erstellt mit Unterstützung von KI aus dem Inhalt des Beitrags. Unsere Tipps ersetzen keine persönliche Beratung. Umsetzung auf eigene Verantwortung.