Sport bei Krebs – ja oder nein? Diese Frage müssen sich leider sehr viele Menschen irgendwann mal stellen. So auch ich. Als Mensch und als Personal Trainerin. Hier meine Antworten auf einige Fragen, die hoffentlich auch andere ermutigen.
Plötzlich ist alles anders! Die Diagnose Krebs stürzt die meisten Menschen in eine große Verzweiflung und alles steht still. Die Endlichkeit des eigenen Lebens erzeugt Angst, Panik und Hilflosigkeit. Gleichzeitig beginnen unzählige Untersuchungen, Operationen und Therapien - kaum Zeit zum Luft holen und zum Verarbeiten der Diagnose.
Dann noch die Frage nach dem „Warum ich?“ und Fragen über Fragen, für die niemand wirklich Zeit hat. Ich habe selbst diesen Dschungel der Gefühle vor zwei Jahren durchlebt und weiß, wovon ich hier rede. Sport ist mein Beruf und mein Leben, aber Sport hat in dieser Zeit nochmal eine ganz andere wichtige Priorität bekommen.
Deshalb hier die Beantwortung einiger Fragen und ich möchte Sie dazu ermutigen, sportlich aktiv der Krankheit zu begegnen.
'Sport bei Krebs' ist kein Widerspruch. Heute weiß man, dass Sport die Heilungschancen bei Tumorerkrankungen verbessern kann. Moderater Sport macht die Therapie erträglicher. Sie sollte aber individuell auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Betroffenen zugeschnitten sein.
Sport hilft, die Nebenwirkungen von Krebstherapien messbar zu reduzieren und die Leistungsfähigkeiten zu erhöhen. Das zeigen auch viele aktuelle Studien. Während einer Chemotherapie sind Spaziergänge angesagt - oder aber auch Walking, Nordic Walking und, falls man sich so gut fühlt, auch leichtes Joggen. Alles angepasst an das jeweilige aktuelle Empfinden. Belastende Symptome während einer Strahlen- oder Chemotherapie, wie Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, sind durch regelmäßige Bewegung weniger stark. Mittlerweile sagen viele Onkologen, dass Sport genauso wichtig ist wie das Krebsmedikament.
Welche und wieviel Bewegung individuell sinnvoll ist, hängt von dem Menschen, der Erkrankung sowie der Behandlung ab. Und es hat auch damit zu tun, wie aktiv Sie bereits vor der Erkrankung waren. Das Gleichgewicht ist wichtig: Herausforderung ohne Überforderung!
Wenden Sie sich für Hilfe an Vereine, die auf onkologische Sporttherapie spezialisiert sind. Oder Sie wenden sich an die Deutsche Krebshilfe, die ein spannendes bundesweites Projekt„Bewegung gegen Krebs“ ins Leben gerufen haben.
Ebenso empfehlenswert: „Outdoor Against Cancer“, seit letztem Jahr aktiver Partner von PersonalFitness.de. Hier gibt es mehr Infos darüber.
Die Chancen stehen gut, dass Sie sich dadurch besser fühlen. Muskeln werden wieder aufgebaut und Sie kommen zu Kräften. Bei manchen Krebserkrankungen kann das Rezidivrisiko durch Sport gesenkt werden und Sie beugen weiteren Krebserkrankungen vor. Studien deuten darauf hin, dass dieser Effekt vor allem für Sport nach Brustkrebs, Darmkrebs und Prostatakrebs gelten kann.
Bewegung ist kein Ersatz für die Standardbehandlung, aber eine wichtige Ergänzung und Unterstützung auf dem Weg der Genesung. Mir hat die Bewegung schon bei meiner Chemotherapie sehr geholfen. Immer wenn mein Zustand gut war, bin ich in den Wald gegangen. Anfangs nur Spazieren, dann Nordic Walking und später dann wieder ein leichtes Intervalltraining. Und auch ein Muskelaufbautraining habe ich regelmäßig mit eingebaut. Für mich ist klar, dass ich deshalb relativ schnell wieder fit war und gut durch die Therapien gekommen bin. Es ist kein Spaziergang, aber man kann es schaffen! Ich möchte allen Erkrankten Mut machen auf dem Weg zu einem gesunden Leben!!
Diesen Artikel über „Erfahrungsbericht einer Personal Trainerin“ hat Maike Canzler geschrieben – Personal Trainerin aus Potsdam-Mittelmark.
Warum Kunden gerne mit Maike trainieren
Kunden berichten von beeindruckenden Fortschritten unter Maikes Training, besonders durch den Pilates Allegro Reformer. Viele loben ihre charmante und motivierende Art sowie ihre Fähigkeit, Kunden individuell zu fordern. Einige erwähnen deutliche Erfolge bei Gewichtsverlust und Schmerzreduktion. Kritikpunkte gibt es kaum, nur vereinzelt wird die Anstrengung des Trainings betont.
Seit 30 Jahren liegt der Schwerpunkt der Sportlehrerin darin, Neu- und Wiedereinsteigern dabei zu helfen, die Freude am Sport zu finden, auch wiederzufinden und längerfristig zu erhalten. Mit viel Erfahrung, Leidenschaft , Humor und Empathie unterstützt sie auch Menschen nach einer Verletzung oder Erkrankung, vor einem operativen Eingriff oder während einer belastenden Therapie dabei, möglichst viel Kraft und Energie zu erhalten oder zurückzubekommen.... mehr über den Trainer
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