Die Professionalisierung des Muskelaufbaus kann man als Bodybuilding bezeichnen und in diesen Kreisen galt lange: „Nur Fleisch macht Fleisch!“. Doch ist dieses Mantra noch gültig? Da sich immer mehr Menschen dem veganen Lifestyle verschreiben, geht es in diesem Artikel um das Thema, wie man als Veganer Muskeln aufbaut.
Immer mehr Menschen leben eine vegane Vision und möchten trotzdem ihre körperlichen Ziele erreichen. Mein Ansatz ist stets, ethische und ideologische Grundsätze zu ignorieren und jede Frage aus fachlich korrekter Sicht eines Coaches präzise zur Zufriedenheit meiner Klienten beantworten zu können. Wie Du Deine Lösung für veganen Muskelaufbau findest, stelle ich Dir in diesem Artikel vor. Folgendes wirst du gleich erfahren:
Natürlich kannst Du als Veganer/in effektiv Muskeln aufbauen. Es gibt einiges zu beachten, aber unüberwindbare Hürden – wie es manche Fleischesser darstellen – gibt es nicht.
Der Körper benötigt zum Muskelaufbau neben einem Kalorienüberschuss die passenden Baustoffe: Aminosäuren. Diese Aminosäuren sind chemisch identisch, das bedeutet: Es ist egal, ob eine Aminosäure aus einer tierischen oder pflanzlichen Quelle stammt. Dein Körper kann es schlicht nicht unterscheiden und es gibt dabei keine Qualitätsunterschiede.
Ein Training ist ein Training, ganz egal ob Du Dich vegan oder konventionell ernährst. Ob Du Ausdauer-, Teamsport oder Krafttraining betreibst spielt dabei keine Rolle. Du kannst Dein Training ohne Einschränkungen wie alle anderen absolvieren.
Hier treten tatsächlich die ersten Unterschiede zwischen veganer Ernährung und Ernährungsformen mit tierischen Nahrungsmitteln auf. Rein pflanzliche Lebensmittel enthalten nämlich kein komplettes Aminosäuren-Profil. Doch der Körper benötigt Aminosäuren zum Muskelaufbau. Dabei ist es wichtig, sich regelmäßig mit allen Aminosäuren zu versorgen. Tierische Lebensmittel enthalten immer alle Aminosäuren, während pflanzliche Quellen hier Lücken aufweisen. Diese Hürde lässt sich jedoch einfach lösen: Wer pflanzliche Lebensmittel zu einer Mahlzeit kombiniert oder sich über den Tag mit vielen verschiedenen Proteinquellen versorgt, ist trotzdem vollständig mit allen nötigen Aminosäuren versorgt.
Tatsächlich wird Phytohormonen nachgesagt, den Muskelaufbau bei Männern durch die Nachbildung östrogenähnlicher Strukturen zu hemmen. Diese können durch erhöhte Aufnahme von Sojaprodukten im Körper imitiert werden. Wenn Du als Veganer/in also Bedenken hast oder bereits ein erhöhter Östrogenspiegel festgestellt wurde, kannst Du Sojaprodukte meiden.
Wie bereits erläutert ist es klug, zur Vervollständigung Deines Aminosäuren Profils pflanzliche Proteinquellen zu kombinieren. In diesem Zusammenhang ist es meist nötig, seine Eiweißaufnahme gegenüber tierischer Ernährung etwas höher gestalten zu müssen, um die gleiche Menge bestimmter Aminosäuren aus pflanzlichen Nahrungsquellen zu erhalten. Als Richtwert kannst Du mit ca. 10% Mehrbedarf beginnen zu rechnen.
Proteinreiche vegane Lebensmittel sind vor allem Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und rote Linsen. Ebenfalls kannst Du zu Sojaprodukten greifen, die einen hohen Proteinanteil aufweisen können. Aus der Sparte der Nüsse und Kerne sind Mandeln mit dem größten Eiweißanteil versehen.
Fette und Kohlenhydrate können bei veganem Muskelaufbau deshalb problematisch werden, weil es kaum pflanzliche, magere Proteinquellen gibt. Das bedeutet, dass Du bei Aufnahme von Eiweiß als Baustoff Deiner Muskeln ebenfalls jede Menge Energie in Form von Kohlenhydraten und Fetten zu Dir nimmst. Da Muskelaufbau häufig mit dem Wunsch eines eher niedrigen Körperfettanteils einhergeht, solltest Du also stets die „Protein zu Fett“- und „Protein zu Kohlenhydrat“-Ratio eines Lebensmittels im Auge behalten. Für eine garantiert magere Supplementierung von veganen Eiweißquellen hat die Nahrungsergänzungsindustrie mittlerweile hochwertige Proteinpulver entwickelt, die dem Aminosäuren-Profil eines tierischen Eiweiß Pulvers in nichts nachstehen.
Eine vegane Ernährung bringt aus physiologischer Sicht immer eine Unterversorgung mancher Nährstoffe mit sich. Neben einigen B-Vitaminen und Spurenelementen ist auch Protein ein häufig außer Acht gelassener Faktor. Protein ist für Muskelaufbau jedoch unerlässlich. Zudem könnte auch die Kollagensynthese (Haut, Haare, Gelenke) betroffen sein. Am besten lässt Du Dich einmal im Jahr von Deinem Arzt auf alle wichtigen Parameter testen.
Vegan und Muskelaufbau? Kein Problem! Auch wenn Du als Veganer/in einiges beachten solltest wenn Du Muskeln aufbauen willst: Geht nicht, gibt´s nicht! Kombiniere regelmäßig Deine Proteinquellen und achte darauf, dass Du genug Eiweiß zu Dir führst. Willst Du gleichzeitig schlank und in Form bleiben, greife zu mageren Proteinquellen oder teste doch mal einen veganen Eiweiß Shake. Grundsätzlich gilt allerdings: Unter Anleitung eines Personal Trainers trainiert es sich natürlich auch als Veganer/in effektiver und besser ...!
Diesen Artikel über „Ernährungstipps“ hat Chris Geis geschrieben – Personal Trainer aus München.
Warum Kunden gerne mit Chris trainieren
Chris' Training begeistert mit viel Energie und positiver Atmosphäre. Kunden berichten von signifikanten körperlichen Veränderungen, wie einem Gewichtsverlust von bis zu 18 Kilo und der Beseitigung von Schmerzen. Die Einheiten sind geprägt durch Eigeninitiative und Engagement Chris'. Seine Methoden führen nicht nur zu Fitnesszielen, sondern verbessern auch die Lebensqualität nachhaltig.
Über 25 Jahre im Leistungs- und Breitensport machen Chris Geis, Master Personal Trainer, zum leidenschaftlichen und professionellen Ansprechpartner im Bereich Abnehmen, Figur und Stoffwechsel. Sein Ziel ist es, Menschen, die gesund abnehmen und ihre Figur nachhaltig verbessern wollen, individuell zu begleiten. Als ehemaliger Gesundheits- und Krankenpfleger und Ausbilder in der Sportorthopädie, Ernährungstrainer und Gesundheitsberater kennt er den menschlichen Körper in allen Facetten und weiß, wie Sie funktionieren.... mehr über den Trainer
Schon mal Personal Training probiert?