Schauen wir uns doch mal an, was all das für Muskelmasse, Knochenstoffwechsel und Co. bedeutet. Denn daraus leitet sich ab, welche Rolle Fitness-, Kraft- und Ausdauertraining spätestens ab 50 plus spielen sollten.
Verminderter Energieverbrauch
Allgemein kommt es zu einem Rückgang des Grundumsatzes, zu einer Verminderung der körperlichen Aktivität, zu einer Abnahme der Muskelmasse und zur Zunahme des Körpergewichts. Autsch! Es verändert sich die Körperzusammensetzung. Die Abnahme der fettfreien Körpermasse (lean body mass = LBM) ist eine deutlich messbare Veränderung. Damit verbunden ist auch die Verminderung des Gesamtkörperwassers. Der Verlust an LBM wird durch Fetteinlagerungen kompensiert, so dass keine Reduktion des Gesamtkörpergewichts eintritt. Wie ärgerlich! Stattdessen nimmt der Fettgehalt des Körpers kontinuierlich zu.
Verlangsamte Verdauungstätigkeit
Wenn es um die Verdauung geht, lässt sich eine Abnahme der Speichelbildung, ein Rückgang der Magensaftsekretion, eine verminderte Fett- und Kalziumresorption und eine reduzierte Kohlenhydrattoleranz nachweisen. Beispielsweise nimmt das Gewicht von Leber und Nieren ab und deren Funktion verringert sich.
Sinkende Adaptionsfähigkeit
Festgestellt wurde ein abnehmender Geschmacks- und Geruchssinn, ein vermindertes Durstempfinden sowie zunehmende Kauschwierigkeiten und das vermehrte Auftreten von Krankheiten.
Knochenstoffwechsel / Osteoporose
Der Knochenstoffwechsel ist ebenfalls von altersbedingten Veränderungsprozessen betroffen. Der Knochenaufbau erfolgt ab der Kindheit und ist zwischen dem 30. und 35. Lebensjahr abgeschlossen. Ab da geht es bergab – wenn man der Natur freien Lauf lässt.
Arteriosklerose / Hypertonie
Arteriosklerose ist die Ursache der meisten Todesfälle in den Industrienationen. Mehr als 80 Prozent der atherosklerotischen-kardiovaskulären Erkrankungen treten nach dem 65. Lebensjahr auf. Bei der Hypertonie handelt sich sowohl um eine typische Ursache als auch um eine typische Folge der Atherosklerose.
Diabetes / Adipositas
Diabetes mellitus Typ 2 ist eine weitere typische Erkrankung älterer Menschen, die meist zwischen dem 50. und 65. Lebensjahr beginnt. Diese Erkrankung tritt meist mit Übergewicht auf, so dass eine Körpergewichtsreduktion durch eine geeignete Diät, verbunden mit gleichzeitiger körperlicher Bewegung, eine wichtige therapeutische Maßnahme darstellt. Ein weiteres Problem im Alter ist die Gewichtszunahme bis hin zur Adipositas. 40 Prozent der 55- bis 64-jährigen Männer und 30 Prozent der Frauen sind übergewichtig.



