Zu zweit ist schöner als alleine. Das gilt auch beim Sport. Wer es zeitlich schafft, gemeinsam mit seinem Partner oder einem Freund zu trainieren, kann sich auf eine Menge Vorteile freuen – sofern er ein paar wichtige Dinge beachtet. Die Vor- und Nachteile von Paartraining – und drei gute Paar-Übungen für Anfänger.
„Ein Date zum Sport treibt so manchen Kummer fort“ ... Neben Job und alltäglichen Pflichten bleibt vielen Paaren kaum noch Raum für eine gemeinsame Zeit mit einer gewissen Ruhe und "Intimität" für Gemeinsamkeiten. Sollte dann noch jeder für sich alleine trainieren, kann der Sport schnell den Rest der freien Zeit beanspruchen. Eine simple Alternative/Lösung ist ein partnerschaftliches Workout.
Gemeinsame Zeit = mehr Verbundenheit
Sind z.B. beide Partner im Beruf und Alltag sehr stark eingebunden, kann ein gemeinsames Training dabei helfen, wieder mehr zueinander zu finden. Glückshormone, die beim Sport ausgeschüttet werden, können die Verbundenheit zum Partner verstärken. Dies wirkt wiederum positiv auf die Psyche und lässt die „Alltagsproblemchen“ leichter und widerstandsfähiger bewältigen.
Motivation und Selbstvertrauen steigt
Das Selbstvertrauen steigt und schweißt zusammen. Das Gefühl, gemeinsam etwas zu erreichen, fördert zudem die Motivation für ein regelmäßiges Training - man „wächst“ zusammen. Es kann evtl. sogar die Effektivität eines/des Trainings verbessern, und der eine oder andere kann sogar vom Erfahrungsschatz des Partners profitieren.
Attraktivität
Wird der Sport auch aus ästhetischen Gründen absolviert - was meist der Fall ist -, finden sich zudem beide Partner weiter/wieder attraktiver. Das sorgt auch bei langjährigen Beziehungen weiterhin für frischen Wind...
Wettstreit
Natürlich kann auch ein kleiner sportlicher Wettbewerb zwischen den Paaren entstehen, da man sich ja gegenseitig zu Höchstleistungen antreibt. Andersherum kann dies aber auch gleichzeitig - bei dem einen oder anderen - einen gewissen Druck aufbauen, besser, schneller oder dünner zu sein als der andere. Ein zweischneidiges Schwert - siehe Risiken Frage 2.
Kurzum: Zusammentrainieren macht Spaß, ist gut für die Seele, man kann gemeinsam etwas erreichen, sich gegenseitig motivieren, Ärger und Stress vergessen lassen (kein Grübeln und Selbstbemitleiden). So vergehen die Trainingseinheiten wie im Flug ...
Aus meiner Erfahrung ist Paarsport am Anfang immer etwas holprig, weil beide Seiten meist verschiedene „Fitness-Level“ und Sportartfavoriten haben. Der eine läuft sehr gerne, der andere wiederum geht gerne ins Fitnessstudio etc. Es kommt äußerst selten vor, dass beide Partner gleich fit und leistungsfähig sind. Das wiederum sorgt für ein unangenehmes Gefühls-Wirrwarr.
Wenn man zudem noch einen Partner hat, der gern angibt und nur mit einem trainiert, weil er sich dadurch besser fühlt und das eigene Ego stärken will, wird das die Motivation des anderen schnell negativ beeinflussen.
Die Zeit mit dem Liebsten kann aber auch zum „Risiko“ werden. Wenn man ohnehin schon viel Zeit miteinander verbringt, kann gemeinsamer Sport auch eine gewisse „Überdosis“ verursachen. Das Training ist dann keine Möglichkeit z.B. zum „Stressabbau“ mehr, sondern eher eine zusätzliche psychische Belastung. Zudem gilt: Männer tendieren meist dazu, sich beim Sport als Experten zu betrachten und Frauen zu belehren. Kennt man ja: Wenn der eigene Partner etwas erklärt, wird man schneller pampig, als wenn die Verbesserungsvorschläge von einer neutralen Person kommen.
Die perfekte Lösung ist dann aber nicht unbedingt der Verzicht auf partnerschaftliches Training.
Das Hinzuziehen einer fachkundigen dritten Person in Form eines professionellen Personal Trainers ist eine gute Idee und aus meiner Erfahrung langfristig der richtige Weg. Der Trainer kann so die Bedürfnisse beider Partner besser berücksichtigen, sowohl Stärken wie auch Schwächen. Zudem kann er beide Seiten richtig motivieren und einen Trainingsplan erstellen der beiden Seiten gerecht wird.
Hier hängt vieles davon ab, ob sie/er grundsätzlich eher ein extrovertierter oder introvertierter Typ ist. Aber auch das Trainingsumfeld spielt eine große Rolle. So ist der eine dankbar für etwas Ablenkung und einen kleinen Plausch beim Sport, und für den anderen kann ein Workout eher etwas „Meditatives“ sein. Oder aber ein Mix von beidem - je nach Tagesform und Trainingsplan (wie z.B. bei mir).
Also sollte man sich vorab immer die Frage stellen, wann ist es sinnvoll, mit dem Partner zu schwitzen - und wann besser allein. Wie viel Zeit steht „uns“ zur Verfügung? 1-2 mal die Woche oder 3-4 mal die Woche etc. bei wenigen Trainingseinheiten? Über diese Dinge sollte man vorher gut nachdenken. Und je mehr Trainingseinheiten, desto mehr Spielraum für ein gemeinsames Training.
Ein weiterer Stolperstein könnte auch sein, wie fokussiert/ernst nimmt jeder das einzelne Training. Treibt man Sport nach dem Motto 'Ich muss ja was für meine Gesundheit tun' (Gewissen beruhigen), oder spult man sein Training einfach nur ab? Aber will man wirklich etwas erreichen und nimmt die Trainingseinheit ernst und ist konzentriert dabei, sollten beide schon stimmig und fokussiert dabei sein (abwägen + Tagesform).
Für Einzelkämpfer mit Kopfhörer im Ohr oder denjenigen, der gerne alleine loslegt, ohne feste Verabredungen, ist Paartraining sicherlich nicht geeignet. Aber auch hier gibt es Vorteile. Man kann sein Workout zu 100 Prozent den eigenen Bedürfnissen, Ressourcen und Ziele(n) anpassen.
Um das tägliche Training zu einer Art Ritual werden zu lassen und in den normalen Tagesablauf zu integrieren, sollte sich Beide einen festen Zeitpunkt für das gemeinsame Training suchen. Schön wäre, während des persönlichen Trainings ungestört zu sein, um die Trainingszeit effektiv nutzen zu können (Kinder, etc. ...?). Auch hier stellt sich natürlich die Frage, wie viel Zeit steht Beiden gleichzeitig zur Verfügung. 1-2mal wäre hier ein guter Anfang und dann schauen, wie sich dass gemeinsame Training entwickelt.
Zudem sollte man an diese Entscheidung völlig egoistisch herangehen und auf seinen Körper hören. Man sollte sich immer fragen: „Was ist am besten für mich? Welcher Sport macht mir heute am meisten Spaß?“
ABER einmal die Woche ein fester/gemeinsamer Sporttermin ohne „Leistungsdruck“ = „hormoneller“ Spaß (Glückshormone) wäre sicherlich für jedes Paar lohnenswert.
Oder man trainiert gemeinsam und doch getrennt
Eine Möglichkeit Paar-Sport zu betreiben und den eigenen Bedürfnissen gerecht zu werden, ist die Wahl unterschiedlicher Disziplinen. Schätzt der eine Partner ein intensives Workout, während der andere sich lieber mit statisch/dynamischen Übungen ohne Zeitlimit beschäftigt, trainieren beide dennoch gemeinsam zumindest am gleichen Ort.
Der Vorteil liegt darin, dass der Sport an sich als gemeinsame Aktivität empfunden wird und dabei keinerlei negative Gefühle in Bezug auf den Partner aufkommen können.
Für Sportanfänger eignet sich Paartraining nicht unbedingt. Hier ist aus sportlicher Sicht ein Einzeltraining die bessere Wahl, weil man seinen Körper und die eigenen Grenzen erst einmal ohne Druck von außen kennenlernen und sich eine Grund-Fitness aufbauen kann. So kann man vermeiden, dass man sich „bloßstellt“ oder überfordert fühlt.
Ich praktiziere das so: Treten Paare an mich heran, weil sie gemeinsam trainieren wollen, schlage ich ihnen vor, erst einmal einige Trainingseinheiten einzeln zu absolvieren. So lerne ich die Stärken/Schwächen, aber auch den einzelnen Menschen, besser kennen. So lassen sich die folgenden Trainingseinheiten besser gestalten. Die Übungen werden dann so angepasst, dass beide gut mit einander harmonieren - mit der Erkenntnis aus den Einzelstunden. Meist wird es dann ein Mix aus richtigem 1:1 Personal Training und Paartraining. Das heißt zum Beispiel 2 mal alleine und einmal gemeinsam.
1. Paartraining-Übung für Rücken & Schulter
Begeben Sie sich in den Schneidersitz. Halten Sie Ihre Wirbelsäule lang und aufrecht. Bringen Sie Ihre Arme in den rechten Winkel, die Handflächen zeigen nach oben. Ihr Partner übt nun individuell viel oder weniger Druck aus. Drücken Sie gegen den Widerstand Ihres Partners die Arme nach oben. Bei der Abwärtsbewegung ziehen Sie gegen den Widerstand des Partners die Arme aus dem breiten Rückenmuskel (Latissimus) nach unten.
2. Paartraining-Übung für Beine & Po - Partner Kniebeugen
Stellen Sie Gesicht zu Gesicht mit zwei Armlängen Abstand gegenüber auf. Gehen Sie langsam nach unten (70-80° Kniewinkel oder, wenn man etwas geübter ist, unter 90° Kniewinkel) in die Kniebeuge. Den Oberkörper und die Wirbelsäule stabil halten. Dann wieder in die Ausgangsstellung zurück und die Knie in der oberen Position nicht ganz durchdrücken.
3. Paartraining-Übung für den Bauch
Häufig stellt das reine Körpergewicht einen zu hohen Trainingswiderstand dar. Konsequenterweise kann die Übung dann nicht oder nur bewegungseingeschränkt durchgeführt werden. Zur Widerstandserleichterung setzen Sie ein Tube („Gummiband“) mit zwei Griffen ein. Partner A hält im stehen das Tube in der Mitte, während Partner B auf dem Boden liegt (Matte) und beiden Enden des Tubs greift. Nun kann der Übende mit Unterstützung des Partners und des Tubes (verschiedene Stärken) die Bewegung sicher, effektiv und schwungfrei ausführen, ohne sich zu verletzen.
Diesen Artikel über „Paartraining“ hat Stefan Krause geschrieben – Personal Trainer aus Potsdam.
Warum Kunden gerne mit Stefan trainieren
Viele loben Stefans fachliche Kompetenz und seine Fähigkeit Dysbalancen zu erkennen wodurch Schmerzen wie Rückenprobleme Schulter- und Laufbeschwerden schnell verschwanden. Häufig wird betont Stefan gebe konkrete Hausaufgaben Übungen Atem- und Ernährungstipps die sich gut im Alltag umsetzen lassen. Einige berichten von messbaren Erfolgen wie wieder schmerzfreiem Laufen zurückgewonnener Feinmuskulatur und mehr Lebensqualität durch beständige Kontrolle und beharrliche Anleitung.
Mein Name ist Stefan Krause. Ich liebe es, Menschen zu inspirieren und für sie intelligente Fitness- und Gesundheitslösungen zu entwickeln, die mehr bewegen als nur ihre Muskeln. Aus meinen sportlichen Anfängen in Berlin Grünau und Potsdam habe ich gelernt, dass Teamarbeit uns stärker macht. Nach dem Fall der Berliner Mauer eröffnete sich mir die Möglichkeit, die Zügel selbst in die Hand zu nehmen und ein begeisterter Coach zu werden. Das Leben bietet uns viele Optionen. Diese zu erkunden, ist eine echte Leidenschaft von mir.... mehr über den Trainer
Schon mal Personal Training probiert?