Indoor-Cycling ist nicht gleich Indoor-Cycling: Die recht junge Variante Peloton® begeistert weltweit schon rund eine Million Menschen mit einem Mix aus Radsport für zu Hause und Virtual-Reality-Erlebnis in der Community. Kein Wunder, dass eine der größten Stärken von Peloton® Motivation ist.
Was du gleich erfahren wirst:
Der Begriff Peloton® beschreibt im Radsport das Hauptfeld der Fahrer. Bei der relativ neuen Sportart Peloton® ist daraus der große Bildschirm geworden, mit dem die Indoor Cycling Bikes ausgestattet sind. Auf den Displays, die mit dem Internet verbunden sind, sieht der Sportler die ausgewählten Kurse. Diese neueste Variante des "Radsports für zu Hause" ist in den USA, Kanada und Großbritannien mit rund einer Million Abonnenten schon recht groß. In Deutschland findet Peloton® zunehmend Verbreitung.
Wer keine Zeit für den Besuch eines Fitnessstudios und eines Indoor-Cycling-Kurses findet, für den kann Peloton® eine Alternative sein. Radfahren als Outdoor-Sport ist in vielen Städten eher gefährlich als vergnüglich, und die Radwege sind entsprechend: Auch hier bietet sich Peloton® für ein Radtraining zu Hause an. Eine gewisse Vielseitigkeit des Systems kann motivierend wirken – und Couch-Potatoes mobilisieren.
Peloton® verknüpft sportlichen Ehrgeiz und Trainingslust mit sozialer Interaktion und einem Wettbewerbsgedanken. Auf diese Weise verbindet Peloton® den wachsenden Fitness-Markt mit dem riesigen Social-Media-Markt. Peloton® bietet Menschen mit wenig Zeit eine bequeme Möglichkeit, zu Hause ohne Anfahrtsweg zu trainieren und – sofern gewünscht – ein soziales sportliches Erlebnis zu haben. Über die Bestenliste kann man sich dabei auch mit anderen Sportlern messen.
Ähnlich wie beispielsweise bei Netflix oder Amazon Prime speisen sich die Peloton®-Videos für die unterschiedlichen Kurse aus einer Datenbank. Das Prinzip heißt daher: Video on Demand. Außerdem gibt es jeden Tag Live-Trainings, bei denen man sich zuschalten kann. Wer also ein wenig auch das Gemeinschaftsgefühl beim Sport sucht, wird zumindest digital damit bedient. Neben dem Kernangebot Indoor-Cycling kann man auch Sportarten wie Krafttraining oder Yoga wählen.
Mit Peloton® lassen sich die typischen positiven Effekte eines Ausdauertrainings wie Stärkung der Muskelstruktur und des Herz-Kreislauf-Systems, optimierter Kalorienverbrauch und Gewichtsreduktion erzielen. Peloton® nutzt aber auch Effekte der Gamification von Sport. Der spielerische Umgang mit Bewegung macht schlichtweg Spaß und wirkt so motivierend. Peloton® ist zudem einfach praktisch, weil es für den Sportler immer verfügbar ist – man muss auf keine Kurstermine warten, es sei denn, man möchte an einem Live-Training per Video teilnehmen. Auch hier wirkt das Gruppenerlebnis motivierend.
Am Anfang steht natürlich die richtige Einstellung des Rades, sprich Sattel- und Lenkerposition – nicht umsonst gibt es im "normalen" Radsport sogar das Bike Fitting, bei dem das Fahrrad perfekt an den Körper des Sportlers angepasst wird. Im Training sollte dann auf eine saubere Ausführung der Bewegungen geachtet werden. Wie bei allen Sportarten empfiehlt es sich, die ersten Schritte gemeinsam mit einem erfahrenen Trainer zu gehen, damit nicht gleich zu Beginn falsche Weichenstellungen das spätere Ergebnis trüben.
Bei allem Spaß an der Wettbewerbssituation und der Verbesserung des eigenen Rankings auf der Bestenliste: Wenn die Belastungen zu groß sind, kann dies zu einem Übertraining führen. Mögliche Folgen der Einstellung "no pain, no gain": Eine Stagnation der Leistungsentwicklung bis hin zur Demotivation und zum Leistungsabbruch. Gerade beim Auspowern ist der Abbau von Stresshormonen kaum möglich, denn dazu braucht es eine ausreichende Sauerstoffaufnahme bei geringer Belastung. Nach einem stressigen Tag ist eher Regeneration der Schlüssel – und ein Regenerieren wird beim Übertraining sehr schwierig.
Peloton® sollte mindestens zwei bis drei Mal die Woche trainiert werden. Auch ein viertes Mal ist okay, wenn ausreichend Pausen zur Regeneration zwischen den Trainings liegen. Idealerweise ist das ein Tag Ruhe zwischendurch. Grundsätzlich ist zu empfehlen: 80 bis 90 Prozent des wöchentlichen Trainings sollten ruhig bis extensiv sein und zehn bis 20 Prozent kurze, harte Intervalle – sprich: auspowern.
Was beim Peloton®-Gerät fehlt, ist ein Herzfrequenzmesser. Insgesamt gibt es kaum professionelle Analysemöglichkeiten. Weil die Trainings nicht miteinander verknüpft sind, also nicht aufeinander aufbauen, gibt es im Peloton® auch kaum systematische Steigerungsmöglichkeiten. Selbst die Online-Livekurse, die sich ja an eine Gruppe von Sportlern gleichzeitig richten, geben keine Möglichkeit für eine individuelle Betreuung. Vor diesem Hintergrund ist das Peloton®-Gerät, das für ca. 2.400 Euro und mehr zu haben ist, eine sehr teure Anschaffung – zumal monatliche Abokosten von 40 Euro hinzukommen.
Peloton® ist ein teures Produkt für den Massenmarkt mit eindeutigem Fokus auf Motivation. Wer Probleme hat, sich zum Training zu motivieren und wen der Preis nicht abschreckt, der kann hier ein im Prinzip gutes Gerät erwerben. Das Fahrrad ist ordentlich verarbeitet und ist ein sehr gutes Indoor-Cycling-Bike. Wenn allerdings das Training in den Vordergrund gestellt werden soll, hat Peloton® zwei wesentliche Nachteile: Es gibt keine entsprechenden Analyse-Tools und nur wenige Möglichkeiten, einen sich steigernden Trainingsplan umzusetzen. Alternative: zusätzlich eine Leistungsdiagnostik machen und mit Zwift auf dem smarten Rollentrainer – wie Wahoo Kickr oder Wahoo Kickr Bike – fahren. Diese Variante mit dem eigenen Rad ist auch mit Blick auf die monatlichen Kosten günstiger und bietet gleichzeitig ein mixed Virtual-Reality-Erlebnis in der Community.
Foto: Peloton
Diesen Artikel über „Hype aus USA “ hat Stephan Erdmann geschrieben – Personal Trainer aus Essen.
Warum Kunden gerne mit Stephan trainieren
Viele loben bei Stephans Betreuung die Leistungsdiagnostik und darauf basierte Trainingspläne. Häufig wird betont, dass sich Mobilität und Beweglichkeit spürbar verbessern und Marathonziele erreicht werden. Auch Höhenkammer-Training, genaue Technikhinweise und die Berücksichtigung von Lauf- und Krafteinheiten werden genannt. Mehrere berichten von deutlich mehr Ausdauer und Gewichtsabnahme.
Stephan kennt viele Situationen, in denen das Leben Jo-Jo mit einem spielt. Von seiner Arbeit im Krankenhaus über die Studioleitung bis hin zu einem Sportinternat – oft in verantwortlicher Rolle und immer mitten im echten Leben. Genau dadurch weiß er, was er nicht will: Menschen einfach abfertigen. Heute begleitet der Sportwissenschaftler Best Ager und Berufstätige 50+, die wieder stabiler, beweglicher und zufriedener werden wollen – direkt, hilfsbereit, zielstrebig und mit einem erfrischend trockenen Humor.... mehr über den Trainer
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