Frau beim Klettern an einer Indoor-Kletterwand, demonstriert Entschlossenheit und Zielstrebigkeit, passend zur Motivationsthematik des Reiss-Profils.

Motivation – Reiss-Profil So geht besser Durchstarten

Wie überwinde ich meinen inneren Schweinehund, um endlich mehr zu trainieren oder bei anderen Dingen am Ball zu bleiben? Eine Methode aus der Persönlichkeitspsychologie kann hierbei helfen: Mit dem Reiss-Profil kommst du deiner persönlichen Antriebsstruktur auf die Schliche.

Was du gleich erfahren wirst:

Wie oft wolltest du schon mit dem Laufen beginnen? Wie viele Diäten hast du ausprobiert? Weshalb erreichen manche Menschen ihre Ziele mit Leichtigkeit, und andere nicht? Oft fehlt es nur an der richtigen Methode, um sich wirklich nachhaltig zu motivieren. Dann kann es auch leichter klappen, den inneren Schweinehund immer wieder zu überwinden und selbst neben Job, Partner oder Familie, genügend Sport unterzubringen

Was ist das Reiss-Profil?

Ein anerkanntes Instrument der Persönlichkeitspsychologie ist das sogenannte Reiss-Profil, das von Steven Reiss in den 90er-Jahren entwickelt wurde. Es analysiert die individuellen Ausprägungen der 16 Lebensmotive und damit die persönliche Antriebs- und Motivationsstruktur eines Menschen. Diese Motive sind zum Beispiel Macht, Neugier, Beziehungen oder körperliche Aktivität. Das Reiss-Profil bringt die grundlegenden Bedürfnisse eines Menschen aus dem Unterbewusstsein an die Oberfläche. So ins Bewusstsein geholt, hilft das Profil, die individuelle Motivation und Volition – den eigenen Willen – in Einklang zu bringen. So kann es dazu beitragen, die persönlichen Ziele schneller und leichter zu erreichen.

Was ist der Unterschied zwischen Motivation und Volition?

Grundsätzlich wird zwischen intrinsischer Motivation und expliziten Zielen unterschieden. Die intrinsischen Motive – was der Bauch sagt – sind uns meist nicht bewusst, sie sind unser genetisches Erbe und werden zudem in der Kindheit geprägt. 

Auf der anderen Seite sind die expliziten Ziele – was der Kopf sagt – größtenteils bewusst. Dieser Wille zur Zielerreichung wird Volition genannt. 

Ein Beispiel dafür, dass Motivation und Volition oftmals nicht übereinstimmen: Eine Führungskraft mit einem gering ausgeprägten körperlichen Aktivitätsmotiv (Motivation) will einen Marathon laufen. Diesem Menschen wird es sehr schwerfallen, sich für seine Trainingseinheiten zu motivieren, obwohl er weiß, dass diese unerlässlich sind, um sein Ziel (Volition) zu erreichen. Das Vorhaben wird nur mit größter Disziplin und Anstrengung erfolgreich umgesetzt. Leichtigkeit geht anders. 

Wie erreicht man seine Ziele mit Leichtigkeit?

Motivation und Volition kann man sich wie zwei Kreise vorstellen. In dem Bereich, in dem sich die beiden Kreise überschneiden, finden Leichtigkeit und Effektivität statt. Hier sind Volition und Motivation in Einklang, die inneren und eher unbewussten Motive stimmen mit den bewussten Zielen überein. Um beim Beispiel mit der Führungskraft zu bleiben: Sie wird viel leichter ihre Laufschuhe schnüren, wenn sie ihre unbewussten Motive berücksichtigt. Angenommen dieser Mensch hat ein hohes Statusmotiv, dann wäre der Marathon in New York ein passendes Ziel. Er kann seine Medaille stolz seinen Kollegen zeigen oder das Finisher-Foto in seinem Büro aufhängen oder es auf Instagram posten. Bei einem hohen Beziehungsmotiv hilft es, sich für die Laufrunden mit Freunden oder einem Personal Trainer zu verabreden. Durch die Befriedigung der stark ausgeprägten Motive „Status“ und „Beziehung“ wird dieser Mensch sein Ziel viel effektiver und mit einer größeren Zufriedenheit erreichen.

Weshalb ist Verhaltensänderung so schwer?

Stell dir die menschliche Identität wie ein Zwiebelschalenmodell vor. Ganz im Inneren liegen die 16 Lebensmotive, die als Grundbedürfnisse im Reiss-Profil abgebildet sind. In der nächsten Schicht sind unsere Glaubenssätze und Überzeugungen verankert. Also Gedanken, die wir in unserer Kindheit und Jugend von nahen Bezugspersonen oft gehört haben, und die wir als „wahr“ empfinden. Die nächste Schicht bildet unser Verhalten ab, das maßgeblich von unserer Einstellung abhängt. Unser Verhalten führt letztlich zu unseren derzeitigen Lebensumständen. Verhaltensweisen zu erwerben, die den eigenen Bedürfnissen nicht entsprechen, kann so gesehen nicht gut gehen. Viel nachhaltiger ist es, von innen nach außen vorzugehen und die Methoden und Fähigkeiten an seine Lebensmotive anzupassen. 

Wie kommt Leichtigkeit in den Veränderungsprozess?

Die meisten Menschen beginnen ihren Veränderungsprozess in der äußeren Schicht, also bei ihrem Verhalten. Leichtigkeit und Nachhaltigkeit erreicht man hingegen nur, wenn man von innen nach außen vorgeht. 

Beispiel 1: Jemand mit einem hohen Essensmotiv wird sich beim Abnehmen mit einer Zehn-Tages-Saftkur extrem schwer tun. Leichter wird der Weg, wenn die Person ihre inneren Motive kennt und das Verhalten entsprechend anpasst. So kann derjenige sein hohes Essensmotiv befriedigen, wenn genussvolle Gerichte zubereitet werden, die gut schmecken.

Beispiel 2: Bei einem hohen Neugiermotiv empfiehlt es sich, immer wieder neue Gerichte auszuprobieren. Auf den Sport bezogen bedeutet ein hohes Neugiermotiv, das Training abwechslungsreich zu gestalten. Immer die gleiche Laufstrecke wäre für diesen Menschen langweilig. 

Was sind die 16 Lebensmotive nach Reiss?

Das sind die 16 Lebensmotive nach Steven Reiss:

  • Anerkennung
  • Beziehungen
  • Ehre
  • Eros
  • Essen
  • Familie
  • Idealismus
  • Körperliche Aktivität
  • Macht
  • Neugier
  • Neugier
  • Ordnung
  • Rache
  • Ruhe
  • Sparen
  • Status
  • Unabhängigkeit

Wie setze ich das Reiss-Profil in die Praxis um?

Das Reiss-Profil wird mit der Beantwortung eines wissenschaftlich überprüften Fragebogens ermittelt. Als Ergebnis erhält man ein Balkendiagramm, auf dem man die unterschiedliche Ausprägung jedes der 16 Lebensmotive anschaulich ablesen kann. 

Noch wichtiger als die Kenntnis der Motive ist die Umsetzung in der Praxis. Bei unserem Beispiel der Führungskraft sind ein niedriges körperliches Aktivitätsmotiv verbunden mit einem hohen Status- und Beziehungs-/Familienmotiv besonders deutlich ausgeprägt. Das Kopf-Ziel dieses Menschen: Neben seinem intensiven Job und der Zeit mit der Familie, will er einen Marathon laufen und zudem einige Kilos abnehmen. 

Aufgrund des hohen Familienmotivs wird es aber schwierig, das Training im Anschluss an die Arbeit zu legen, denn nur dann kann er Zeit mit der Familie verbringen. Auch das Abendessen als einzige gemeinsame Familienmahlzeit zu streichen wäre in diesem Fall kontraproduktiv. 

Wie könnte also eine praxisnahe Lösung aussehen? Er könnte zum Beispiel sonntags für das Lauftraining zwei Stunden früher aufstehen. Danach bliebe reichlich Zeit für ein ausgiebiges Familienfrühstück. Alternativ könnte die Laufrunde von der Familie auf dem Fahrrad begleitet werden. Unter der Woche kann entweder die Mittagspause als Trainingseinheit genutzt werden, am besten mit Kollegen (hohes Beziehungsmotiv!). Oder morgens während der Arbeitswoche eine Stunde früher raus und auf das Frühstück verzichten. Die morgendlichen Einheiten fallen leichter, weil das hohe Statusmotiv mit dem prestigeträchtigen Ziel „Marathon in New York“ befriedigt wird. 

Fazit

Das Reiss-Profil kann eine wertvolle Hilfe dabei sein, für jedes Vorhaben mittels Kenntnis der inneren Motive und Antreiber Wege finden, die Ziele mit mehr Leichtigkeit zu erreichen. 

Brauchen Sie Unterstützung?

Diesen Artikel über „Motivation – Reiss-Profil“ hat Frank Wicke geschrieben – Personal Trainer aus Stuttgart.

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Frank Wicke

Darin bündelt Frank Wicke seine 20jährige Erfahrung als Personal Trainer, Sportwissenschaftler, systemischer Coach und Stressexperte. Aus leidvoller Erfahrung spezialisierte er sich darauf, volle Lebensenergie und Schmerzfreiheit wiederherzustellen und eine ausgewogene Balance zwischen Beruf-Familie-Wohlbefinden zu erreichen. Training bildet das Fundament, ergänzt durch zielgerichtete Veränderungen in Ernährung, Regeneration und Bewusstheit ermöglicht er Menschen einen erfüllten vitalen Lebensstil voller Energie und innerer Zufriedenheit....

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