Frau dehnt sich auf einer orangefarbenen Yogamatte aus, was die Bedeutung von Bewegung für psychische Gesundheit unterstreicht.

Gesundheit Bewegung bei psychischen Erkrankungen

Bei vielen psychischen Erkrankungen wie etwa Depressionen kann Bewegung hilfreich sein, das belegen zahlreiche Studien. Und psychische Erkrankungen sind seit Jahren unter den drei häufigsten Gründen für Arbeitsausfälle: weshalb Ausdauertraining, Kraftsport und Faszientraining für Betroffene eine gute Wahl sein können.

Was du gleich erfahren wirst:

Psychische und psychosomatische Erkrankungen treten in unserer Zeit immer häufiger auf. Stress, Ängste, Sorgen, Erschöpfungssyndrome, Depressionen und vieles mehr können die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken. Oft folgt ein bedeutender und schwerer Schritt in ambulante oder stationäre therapeutische Behandlung. Diese endet irgendwann und es gilt das Erarbeitete weiterzuentwickeln, in den Alltag zu integrieren und nach und nach an Lebensqualität zurückzugewinnen. 

Körperliche Aktivität kann häufig ein wichtiger Baustein im positiven Umgang mit Problemen unserer Psyche sein. Die positiven Auswirkungen von Sport und Bewegung sind wissenschaftlich sehr gut belegt und können oft zur Besserung und Stabilisation beitragen.

Warum sollte man nach einer Therapie meist gleich den nächsten Schritt gehen? 

Die Sport- und Bewegungstherapie in ambulanter und stationärer Rehabilitation ist ein Baustein der Therapie, der im zeitlich begrenzten Rahmen der Behandlung bei weitem nicht sein ganzes Potential entfalten kann. Wie bei Verletzungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates geht die eigentliche Reise erst im Anschluss so richtig los. Gibt es ärztlicherseits keine Einwände, können geeignete Elemente aus Sport und Bewegung übernommen oder ergänzt und konsequent weiterentwickelt werden. Wenn erst einmal der Alltag wieder beginnt, kann es schwer sein, die neue Bewegungsroutine einzubauen. Doch je länger man abwartet, desto schwieriger kann der Wiedereinstieg werden. Damit das nicht passiert, kann es helfen, sich sportlichen Profis anzuvertrauen und auch zu öffnen.  

Warum kann der Personal Trainer ein guter Wegbegleiter sein?

Manchmal ist es im Leben von Vorteil, wenn man einen Weg nicht allein gehen muss, sondern einen Profi an der Seite hat, mit dem man gemeinsam geeignete Maßnahmen auswählt und durchführt. Ein Personal Trainer kontrolliert die Abläufe und Entwicklung. Er motiviert, wenn sich der Kopf gegen jegliche Form von Aktivität wehrt. Doch unser Körper braucht diese Aktivität, die sich wiederum positiv auf die Psyche auswirkt. Aus diesem Grund kann insbesondere in der sportlichen Anfangszeit ein Trainer besonders wichtig sein. Mit dem nötigen Feingefühl für den seelischen Hintergrund „holt er seine Klienten sportlich ab“ und führt sie achtsam und im angemessenen Tempo zu Fortschritten. Auch Rückschritte können dabei immer vorkommen, sie sind aber nicht schlimm, sondern gehören einfach dazu. Die soziale Interaktion mit dem Trainer und Spaß bei den Übungen sind ebenso wichtig wie die körperliche Aktivität. Der Trainer kann sich auf Wunsch des Klienten zu bestimmten Fragen auch mit dem behandelnden Arzt oder Therapeuten in Verbindung setzen.

Welche Art der körperlichen Aktivität ist die richtige für mich?

Sportliche Aktivität hat nachgewiesenermaßen unterschiedliche positive Effekte auf die menschliche Psyche (1) und ist deswegen auch für die seelische Gesundheit wichtig. Welche Aktivität im Einzelfall zu wählen ist, bleibt sowohl von der Diagnose als auch vom Wunsch des Klienten abhängig. Oftmals wird es eine Mischung aus verschiedenen sportlichen Bereichen mit einem Schwerpunkt sein.

Ausdauertraining ist nicht nur im Bereich der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen besonders bedeutsam, sondern auch bei psychischen Problemen. Eine Eigenschaft ist zum Beispiel die positive Auswirkung bei Depressionen (2 u. 3). Verschiedene Formen des Ausdauertrainings stehen hierbei zur Verfügung. Wie immer sollte die Belastung gut dosiert und nach und nach gesteigert werden, um dem Körper die nötige Zeit für Anpassungen zu geben. Später jedoch kann es durchaus nötig sein, Umfang und Intensität zu steigern, um die erwünschten Effekte zu erreichen. 

Krafttraining gehört meist auch in ein Trainingsprogramm, das der Psyche guttun soll. Es kann sich zum einen positiv auf Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein auswirken. Zum anderen kann es durch psychische Erkrankungen zu Problemen am Bewegungsapparat kommen, sodass es von Vorteil ist den Stoffwechsel der Muskulatur durch ein Kraftausdauertraining anzukurbeln und die oftmals abgeschwächte Muskulatur zu kräftigen.

In diesem Zuge kann auch ein Faszientraining wertvoll sein. Da unsere Faszien negativ auf Stress reagieren und sich verspannen und schmerzen können, ist es sinnvoll diese zu lösen, während wir versuchen, über andere Trainingsformen positiv auf die primären Ursachen für den Stress einzuwirken.

Was kann ich noch für meine Psyche tun?

Natürlich gibt es neben den genannten sportlichen Aktivitäten weitere Möglichkeiten, um positiv auf die Psyche einzuwirken. Im Zusammenhang mit diversen Bewegungsansätzen sollte man auch an ein Koordinationstraining denken. Neben der Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit unterstreicht es insbesondere die Spaßkomponente des Trainings.

Das Erlernen und regelmäßige Umsetzen von Entspannungsübungen für das innere Gleichgewicht ist ebenfalls wichtig und wird fester Bestandteil einer Trainingseinheit sein. Da hier viele verschiedene Formen zur Auswahl stehen, sollte für jeden Menschen etwas Passendes dabei sein.

Abschließend gilt es im Sinne der Ganzheitlichkeit auch die Ernährung zu berücksichtigen. Diese spielt sowohl für die Psyche – Ernährung für die Seele – als auch für den Körper – Gewichtsreduktion, Muskelaufbau etc. – eine große Rolle.

Was kann ich mit einem Personal Coach erreichen? 

Der Personal Coach „holt seine Klienten dort ab“, wo sie aktuell stehen und geht gezielt auf deren Probleme und Wünsche ein. Er unterstützt sie auch in schwierigen Phasen und hat stets ein offenes Ohr für Probleme. Im Sinn einer gesunden Lebensführung berücksichtigt er verschiedene Ansätze für die positive Entwicklung der Psyche. Das gemeinsame Training kann sowohl nach einer Rehabilitationsmaßnahme als auch parallel oder nach einer ambulanten Psychotherapie erfolgen. Ein gemeinsames Training ist oftmals deutlich leichter, als den Weg allein zu gehen. Eine zeitnahe Umsetzung ist meist vorteilhaft. 

Quellen:
(1) Lukowski, T. (2013): Positive psychische Wirkung und wichtiger Therapiebaustein. In: DNP – Der Neurologe & Psychiater; 14 (7-8).
(2) Malchow, B. (2014): Sport tut auch der Psyche gut. In: MMW – Fortschritte der Medizin; 156 (1).
(3) Broocks, A.; Rieckmann, P. (2014): Körperliche Aktivität hält auch die Psyche gesund. In: Neurologie & Psychiatrie; 16 (10).

Christoph Mühlberger

Christoph ist Sportwissenschaftler mit Leidenschaft. Selbst längst keine 20 mehr und immer wieder mit dem Altern konfrontiert, kann er sich gut in seine Zielgruppe hineinversetzen und schafft es diese zur richtig dosierten Bewegung zu motivieren. Zielstrebig, gewissenhaft und ausdauernd begleitet er seine Kundschaft auf einem gesünderen Weg....

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