Immer häufiger ist in den letzten Jahren die Rede von Mobility Training. Doch was genau ist Mobility Training, was bringt es und worin liegen die Unterschiede zum klassischen Dehnen? Hier die Antworten sowie drei tolle Beispiel Übungen für Mobility Training.
Was du gleich erfahren wirst:
Mobility Training ist ein Beweglichkeitstraining, das entsprechend den individuellen Bedürfnissen des Trainierenden sehr unterschiedlich aussehen kann. Grundsätzlich mobilisiert man beim Mobility Training alle Strukturen des Körpers:
Häufig nutzt man das Mobility Training, um Fehlstellungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu verbessern, sowohl vorbeugend als auch nach Verletzungen. Es ist also ein ganzheitlicher Ansatz, der Sportler zu einem flexibleren, stabileren und gesünderen Körper verhelfen kann. Zudem unterstützt das Mobilitätstraining die Verletzungsprävention.
Darüber hinaus kann Mobility Training leistungsfördernd eingesetzt werden. Jede Sportart setzt ein gewisses Maß an Beweglichkeit voraus – Klettern oder Turnen mehr, Fußball wiederum weniger. Das Training lässt sich individuell anpassen, sodass jeder sportartspezifisch auf seinem Level trainieren kann und durch mehr Beweglichkeit seine Leistung steigern kann.
In diesem Punkt unterscheidet sich Mobilitätstraining nicht von anderen Trainingsarten. 2-3 Mobility Trainings pro Woche sind ideal – der Körper wird gefordert, bekommt aber auch ausreichend Zeit zur Regeneration. Je nach Ambitionen kann ein Mobility Training von 15 Minuten bis zu über einer Stunde dauern.
Mobilitätstraining verbessert in erster Linie
Auch Muskeln lassen sich durch Mobility Training aufbauen. Das liegt daran, dass die dynamischen Mobility Übungen rein aus Muskelkraft ausgeführt werden. Die Dehnung eines Muskels entsteht so nicht durch das Einwirken externer Kräfte (z.B. Drücken oder Ziehen).
Die neu gewonnene Stabilität und motorische Kontrolle kann dazu beitragen, Verletzungen vorzubeugen und Gelenkstrukturen gesund zu halten. Zudem nimmt die Beweglichkeit im Alter natürlicherweise ab, es ist also ratsam als junger Mensch seine Beweglichkeit zu verbessern und möglichst lange zu halten. Aufgrund des Fokus auf aktive Mobilität verliert man die Beweglichkeit weniger schnell als eine passiv aufgebaute Flexibilität.
Die beiden Trainingsformen unterscheiden sich hauptsächlich in der Nutzung der Muskulatur. Beim Dehnen möchte man die Muskelspannung reduzieren, während man beim Mobility Training die aktive „Range of Motion“ vergrößern möchte. Dehnübungen dienen also eher der Entspannung der Muskulatur nach einem Training. Beim Mobilitätstraining hingegen kontrolliert man die jeweilige Bewegung aus Muskelkraft über den gesamten Bewegungsradius. Neben der Beweglichkeit wird auch die motorische Kontrolle und die Stabilität verbessert.
Ein Beispiel, um das Prinzip zu verdeutlichen:
Ein kleiner Tipp am Rande: Wenn du in der oben beschriebenen passiven Dehnung einen leichten Schmerz in der Kniekehle spürst, ist das in der Regel kein Dehnschmerz des Muskels, sondern der Ischias-Nerv, der auf die Dehnung reagiert. Um den Nerv zu beruhigen, versuche die Fußspitzen zu strecken, statt sie zu dir heranzuziehen. Dadurch sollte der Schmerz in der Kniekehle (verursacht durch den Nerv) nachlassen und du kommst besser in die eigentlich gewünschte muskuläre Dehnung.
Die Übungs-Palette für Mobility-Übungen ist nahezu endlos. Hier drei tolle Beispiel-Übungen:
Sie ist spezialisiert auf evidenzbasiertes Mobility Training und unterstützt ihre Kund:innen dabei, strukturiert und nachhaltig Beweglichkeit aufzubauen. Aus eigener Erfahrung mit Schmerzen und Verletzungen weiß sie, wie frustrierend stagnierendes Training sein kann. Heute kombiniert sie wissenschaftliche Trainingsprinzipien mit individueller Analyse und hat bereits über 100 Kund:innen geholfen, gesunde Fortschritte zu machen und ihren Körper wirklich zu verstehen.... mehr über den Trainer