Eine Hand hält ein anatomisches Modell einer Niere, symbolisch für die Gesundheit von Dialysepatienten und deren Trainingsmöglichkeiten.

Sport und Dialyse Dürfen Dialysepatienten trainieren?

Eines vorweg: Ja, sie sollten sogar! Auch Dialysepatienten können stark von Bewegung und Sport profitieren! Welcher Sport geeignet ist und weshalb Bewegung so wichtig ist...

Passt das wirklich zusammen? Eine Dialysebehandlung ist schließlich kein Spaziergang – ob eine zusätzliche Belastung durch Sport da wirklich gut sein kann? Diese Frage stellen sich viele Menschen, die aufgrund ihrer Niereninsuffizienz regelmäßig eine Dialysebehandlung benötigen oder sogar eine Nierentransplantation hinter sich haben. Doch es ist tatsächlich so: Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass sowohl Patienten vor Beginn einer Dialysebehandlung, als auch dialysepflichtige oder nierentransplantierte Patienten einen erheblichen Gewinn durch Sport und Bewegung erzielen.

Wenn die Nieren nicht mehr wollen

Sobald unsere Nieren zu weniger als 50 Prozent arbeiten, nimmt die körperliche Leistungsfähigkeit kontinuierlich ab. Stoffwechselabbauprodukte, die nicht mehr durch gut funktionierende Nieren ausgeschieden werden, bleiben vermehrt im Körper und "vergiften" ihn. Die Niereninsuffizienz kann sich soweit entwickeln, dass eine regelmäßige Dialysebehandlung und/oder Nierentransplantation notwendig wird. Doch dies ist kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken und nur darauf zu warten, dass man sicher wieder besser fühlt und fitter wird.

Nichts ohne den Dok zu fragen!

In Absprache mit dem behandelnden Arzt kann der Patient eigenverantwortlich und aktiv die Therapie unterstützen und somit sein Wohlbefinden steigern. Durch Sport und Bewegung können sich Ausdauer und Muskelkraft steigern, Koordination und Flexibilität verbessern. Störungen im Knochenhaushalt, Herzkreislauferkrankungen und psychische Probleme können positiv beeinflusst werden. Last, but not least: Es tut bereits gut zu spüren, dass man selbst aktiv seine Gesundheit und Fitness deutlich verbessern kann.

Individuelles, gezieltes und dem aktuellen Zustand angepasstes Training ist am dialysefreien Tag, unter Anleitung, sehr gut durchführbar. Ein moderates Bewegungsprogramm kann auch während der Dialyse, nach Rücksprache mit dem behandelnden Dialysezentrum, stattfinden und gleichzeitig für eine kurzweilige Dialyse sorgen.

Welcher Sport ist geeignet?

Klar, Rugbytraining sollte es für Dialysepatienten nicht gerade sein. Moderate Formen von Bewegung und Sport sind das Richtige, wenn eine Dialyse zum eigenen Leben gehört. Einige Beispiele:

  • Walking, Nordic Walking in der Natur
  • Kräftigungstraining vorwiegend der Bein- und Rückenmuskulatur
  • Lockerungsübungen für Nacken- und Schulterbereich
  • Fußgymnastik – Vorbeugen von Durchblutungs- und Nervenstörungen
  • Qi Gong oder Yoga für seelische Stabilität, körperliche Flexibilität und starke Muskeln
  • Entspannungstraining/mentales Training als begleitende Unterstützung
  • Rehabilitationstraining
  • Herz-Kreislauftraining

Mit einem Personal Trainer gehen Sie auf Nummer sicher, das Richtige im richtigen Maß zu tun. In der Regel liegen die Preise für einen Personal-Fitness-Trainer zwischen 80 € und 150 € pro Stunde. Dies hängt wesentlich von der Erfahrung und der Ausbildung des Fitness-Trainers ab.

Welcher Vorteile, welcher Nutzen?

Sport ist quasi eine Pille für nahezu alles. Wissenschaftler und Ärzte wissen mittlerweile sehr genau, welche konkreten Vorteile regelmäßige Bewegung und Sport haben. Und diese Vorteile reichen von Stressabbau bis zur Vermeidung von Herz-Kreislaufstörungen. Sport....

  • fördert die Sauerstoffaufnahme
  • hält die Gefäße flexibel
  • senkt den Blutdruck
  • steigert den Abbau von Stoffwechselabbauprodukten (Harnstoff, Phosphat)
  • fördert die muskuäre Aufnahme von Aminosäuren
  • baut Muskeln auf
  • baut Stress ab
  • beeinflusst die Schlafqualität positiv
  • fördert die Lebensqualität und das Wohlbefinden

Grundsätzlich ist doch das Ziel für Dialysepatienten, im Einklang mit der Dialyse auch weiterhin gut zu leben, den Arbeitsalltag zu meistern und die Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit zu bewahren. Dabei kann Sport eine wichtige Rolle spielen.

Ein Tipp noch...

Machen Sie jeden Tag, auch bei Wind und Wetter, einen Ihrem Leistungsvermögen angepassten Spaziergang von mindestens 20 Minuten. Nehmen Sie dabei bewusst Ihren Körper wahr, atmen Sie das Lebenselixier Sauerstoff tief ein und bleiben Sie neugierig auf Ihrem Spazierweg. Seien Sie dankbar dafür, dass die moderne Medizin Ihr Leben unterstützt. Und bleiben Sie in Bewegung!

Quelle: Priv. Doz. Dr. Anton E. Daul, Essen; Deutsche Gesellschaft Rehabilitationssport für chronisch Nierenkranke e.V.

Mitmachbox: Sanfte Bewegung bei Dialyse – sicher und wirksam 💧💪

  • So geht’s: 10–15 Minuten zügiges Gehen oder Nordic Walking, Arme mitschwingen, gleichmäßiger Atemrhythmus. Das stärkt: Herz-Kreislauf, Sauerstoffaufnahme, senkt Blutdruck und Stress. Tipp: Starten Sie flach, nutzen Sie Parkbänke für Pausen.
  • So geht’s: Beinkräftiger im Sitzen: 10–12 Wiederholungen Bein strecken, 2–3 Runden je Seite; dazu Fersen- und Zehenwippen. Das stärkt: Oberschenkel und Waden, beugt Durchblutungs- und Nervenproblemen vor. Sicherheit: Auf stabilem Stuhl sitzen, Rücken aufrecht.
  • So geht’s: Lockerer Nacken-Schulter-Flow: Schultern kreisen, Hals sanft seitneigen, Arme öffnen/schließen je 8–10 Mal. Das stärkt: Beweglichkeit, löst Verspannungen, verbessert Haltung. Tipp: Schmerzen meiden, Bewegungen weich führen.
  • So geht’s: Atem-Plus-Miniyoga: 4–6 Atemzüge mit Hand auf Bauch, langsam ein durch die Nase, doppelt so lang aus. Das stärkt: Ruhe, Schlafqualität, Blutdruckregulation. Sicherheit: Bei Schwindel Pause, bequem sitzen.
  • So geht’s: Dialyse-kompatibel: Während der Behandlung nur freie Gliedmaßen bewegen – Fußkreisen, Zehen greifen/spreizen, sanftes Anspannen-Entspannen der Oberschenkel (je 30–60 Sek.). Das stärkt: Durchblutung und Muskelaktivität, vertreibt Langeweile. Hinweis: Vorher im Dialysezentrum abklären.

Anwendung: Klären Sie Ihr Programm mit Ihrem Arzt. Starten Sie 3 Tage pro Woche: 1) Gehen/Nordic Walking, 2) Kräftigen + Nacken-Flow, 3) Atem & leichte Mobilisation; an Dialysetagen nur freigegebene Übungen. Steigern Sie alle 1–2 Wochen behutsam und notieren Sie Ihr Wohlbefinden. 🗓️

Erstellt mit Unterstützung von KI aus dem Inhalt des Artikels. Bitte beachten Sie: Unsere Tipps ersetzen keine persönliche Beratung. Umsetzung auf eigene Verantwortung – wir übernehmen keine Haftung für gesundheitliche Folgen.

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Diesen Artikel über „Sport und Dialyse“ hat Beate Grigoleit geschrieben – Personal Trainerin aus Esslingen.

Warum Kunden gerne mit Beate trainieren
Kunden berichten von Beates einfühlsamer und flexibler Art, die ihnen hilft, sportliche Ziele zu erreichen. Viele loben besonders ihr umfassendes Gesundheitswissen als Krankenschwester. Teilnehmer heben hervor, dass sie durch Beates Programme nachhaltige Lebensstiländerungen erleben konnten.

Kontakt zu Trainerin Beate

Beate Grigoleit

Während ihrer langjährigen Tätigkeit im Krankenhaus und der Dialysepraxis, kam Beate in Berührung mit chronischen Erkrankungen und fragte sich, wie diese zu vermeiden oder besser zu managen sind. Kolleginnen kämpften mit Stress und überflüssigen Pfunden, den ihr herausfordernder Job mit sich brachte. Diese Herausforderungen weckten ihre Leidenschaft für Bewegung in Körper und Seele und prägen ihre Arbeit als Personal Trainer. Mit Empathie, Motivation und Lebensfreude unterstützt sie Frauen, die sich mehr Selbstführsorge gönnen wollen....

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